Mit dem September beginnt einer der schönsten Wandermonate des Jahres. HINTERINDIEN.DE führt Sie zum beginnenden Herbst in die nördlichste Region der Fränkischen Schweiz, unweit von Bad Staffelstein. Hier warten mehrere Highlights - vom Hohlen Stein über den Kemitzerfelsen bis zur kleinen Kappelle über Kaider - auf Sie. Aber auch das moderate September-Wetter lädt Sie dazu ein, diesen schönen weiten Rundweg zu genießen.

Um den Startpunkt der September-Tour 2006 zu erreichen, empfiehlt Ihnen HINTERINDIEN.DE den Routenplaner www.map24.de. Klicken Sie einfach hier direkt zu map24. Diese kleine Seitenstraße kurz vor dem Ortsausgang von Schwabthal bietet sich an, um Ihren Wagen am Straßenrand abzustellen. Vom Sträßchen "Am Knock" aus, gehen Sie dann zurück zur Hauptstraße Richtung Ortsausgang und biegen dort gleich schräg nach links ab.

Diese Straße, an der rechts ein geteerter Fußgängerweg entlang geht, führt in Richtung der Rehabilitationsklinik Lautergrund nach hinten ins Tal. Links oben können Sie den großen Bau auf der anderen Talseite sehen. Nach einer Weile erreichen Sie einige Häuser am rechten Wegrand, vor denen ein hölzerner Wegweiser sowohl nach rechts, als auch geradeaus weiter zum Hohlen Stein weist. Gehen Sie geradeaus weiter in Richtung Tiefentalschlucht. Kurz darauf kommen Sie dann an einem alten Mühlrad vorbei, das immer noch seinen Dienst tut. Jetzt sind es nur noch 200 Meter auf dem geteerten Fußweg. Dann biegt die Straße nach links ab, an einer Schranke vorbei, aber Sie gehen an dieser Kurve geradeaus weiter in den Wald.

Der Schotterweg, den Sie nun beschritten haben, führt geradeaus durch die Tiefentalschlucht. Am Anfang dieses Weges ist u.a. wieder der Hohle Stein ausgeschildert. In diesem Talgrund ist es auch im Sommer noch kühl und recht still. Nach einer Weile gabelt sich der Weg. Bleiben Sie auf dem breiten Schotterweg, der nach links und anschließend an der linken Talseite entlang führt. Ganz leicht steigt der Weg an und Sie gewinnen an Höhe. Je weiter es nach hinten ins Tal geht, desto enger und wildromantischer wird es. Auch an der Stelle, wo eine Treppe nach links oben wegführt, bleiben Sie auf dem "Ihrem" Weg und wandern geradeaus weiter. Und immer steigt der Weg fast unauffällig an. Die Schlucht rechts unter Ihnen wird dabei immer tiefer, bis sie dann abrupt aufhört. Jetzt führt Ihr Weg wieder in der Mitte der Mulde geradeaus weiter. Dann geht es an einem Felsmassiv vorbei, das sich links über Ihnen auftürmt und der Weg wird kurviger. Anschließend treffen Sie auf eine Felstreppe mit Metallgeländer. Hier heißt es: einfach festhalten (vor allem bei Feuchtigkeit) und die Treppe hoch steigen. Oben ist es nur noch ein relativ kurzes, flaches Wegstück, bis Sie den Waldrand erreichen, und mit ihm wieder einen hölzernen Wegweiser. Jetzt haben Sie die ganze Tiefentalschlucht durchwandert.

Am Waldrand weist der Wegweiser geradeaus in Richtung des Hohlen Steines. Es geht aber nur ca. 5 Meter geradeaus, dann gehen Sie bitte die Rechtskurve am Waldrand entlang bergauf und dann immer geradeaus weiter. Dieses Stück geht am Wiesenrand nur 50 Meter weit, bis Sie wieder auf einen Feldweg gelangen, der Sie weiterhin geradeaus leicht bergauf führt. Gehen Sie so lange, bis Sie nach ca. 300 Metern auf eine Ortsverbindungsstraße treffen, auf der Sie nach rechts abbiegen. Dann sind es nur noch ca. 30 Meter bis Sie an einen Parkplatz treffen. Jetzt geht es nur noch ein Stück in den Wald und Sie treffen auf das erste Highlight dieser Tour, den Hohlen Stein. Er ist ein Naturdenkmal der besonderen Art: An seiner hinteren Seite befindet sich eine Höhle, sozusagen ein Loch mit Öffnungen in drei Richtungen. Natürlich sollten Sie sich alles genau ansehen und ruhig einmal um den ganzen markanten Felsblock herum gehen.

Vom Hohlen Stein weg, gehen Sie wieder vor an die Straße, und auf dieser biegen Sie nach links ab. Circa 200 Meter bleiben Sie auf ihr, dann treffen Sie auf eine Wegekreuzung, an der Sie nach rechts in Richtung Kemitzenstein einbiegen. Hier geht es auf einem gepflasterten Flurweg weiter. Beim Blick über die rechte Schulter sehen Sie ab und an weit hinüber ins Coburger Land. Im Vordergrund zeigen sich die Eierberge, in mittlerer Weite dann später - kurz vor einem seitlichen Waldrand - der Staffelberg von seiner Rückseite. An Hecken und Haselnusssträuchern vorbei geht es auch hier immer geradeaus weiter. Weiter oben reicht der Ausblick dann noch ein Stück weiter: Hinter dem nun deutlich sichtbaren Staffelberg sehen Sie ganz im Norden auch die beiden Gleichberge, die Sie erst im Juli vom weit westlich gelegenen Heidelstein gesehen hatten.

Dann treffen Sie wieder auf einen hölzernen Wegweiser, der geradeaus zum Kemitzenstein (noch ca. 20 min) zeigt. Ein Stück geht der Weg nun geradeaus an einem Steinbruch
rectherhand vorbei. Er ist beeindruckend groß und Sie haben einen guten Blick auf einige der steilen Felswände an seinen Rändern. Nach dem Steinbruch gelangen Sie erneut an einen Wegweiser, der Sie nun nach links abbiegen lässt. Jetzt geht's wieder - cirka einen halten Kilometer lang - auf einem breiten Schotterweg weiter. Dieser trifft dann wieder auf einen gepflasterten Fahrweg. Biegen Sie hier links ab. Ein kurzes Stück gehen Sie bergauf und dann leicht links in den Wald hinein. Sie sehen dann schon ein Bretter-Häuschen und meistens einige geparkte Fahrzeuge. Jetzt sind es nur noch 200 Meter zum Kemitzenstein.

Der Kemitzenstein auf 590 Metern über dem Meer ist ebenfalls ein beeindruckendes Highlight. Hier handelt es sich um ein langgezogenes Felsmassiv, das sehr zerklüftet ist. Es gibt dort viele Touristen und Kletter-Sportler und eine bewirtschaftete Bergwacht-Hütte. Wenn Sie den bequemen Weg von hinten hinauf auf den Felsen steigen möchten, empfiehlt es sich, um diese herum zu gehen. Lassen Sie sich hier ruhig etwas Zeit.

Weiter geht es dann vom Felsen aus wieder hinunter zum gepflasterten Fahrweg, von dem Sie hoch gewandert sind. Auf diesem Pflasterweg biegen Sie dann nach links (bergabwärts) ein. In einigen leichten Kurven geht es ziemlich flach weiter bis zum Ort Kümmersreuth. Gehen Sie bis zur Hauptstraße und auf dieser Seite geradeaus in die Ortsmitte hinein. Nachdem Sie an der Kirche vorbei gekommen sind, macht die Straße eine große Linkskurve. Folgen Sie dieser und biegen danach - vor dem alten Gasthof "Fränkischer Jura", nach rechts ab. Von hier aus geht es auf einer kleinen Teerstraße wieder aus dem Ort hinaus. Unter anderem kommen Sie an einem Stromtransformator-Türmchen vorbei.

An einer Hecke entlang geht es dann weiter, bis Sie nach etwa einem halben Kilometer in einer Mulde auf eine Wege-Kreuzung treffen. Biegen Sie hier nach rechts - bergabwärts in Richtung Kaider - ab. Nun geht es wieder auf einem breiten geschotterten Weg weiter, an einer Hecke entlang. Überhaupt muss positiv angemerkt werden, dass hier noch viele Hecken vorhanden sind, die vielen Tierarten Unterschlupf gewähren. Nach einer Weile treffen Sie dann wieder auf einen Wegweiser. Hier ist zwar bereits die Reha-Klinik angeschrieben - es wird aber auch auf das Dorf Kaider gewiesen, woran Sie sich halten sollten, da die weitere Wegbeschilderung nur nach Kaider führt. Gehen Sie also leicht rechts, geradeaus weiter an der Hecke entlang. (Einen Weg, der nach links wegführt, lassen Sie bitte links liegen.)

Dann heißt es: Gut aufpassen! Sobald der Schotterweg endet, geht es über die Wiese in Fluchtlinie geradeaus weiter an der Hecke entlang, bis die Wiese eine Art Bucht bildet. Achten Sie bitte genau auf die Bäume. In gerader Blickrichtung vorne befindet sich an einem Baum ein nicht sehr auffälliger Holz-Wegweiser, der auf einen Waldpfad in Richtung Kaider weist. Im Wald führt dieser Pfad dann gleich recht steil hinunter. Anfangs ist der Pfad von Felsen flankiert, dann öffnet sich die Sicht wieder bis hinunter in den Talgrund zur Rechten. Immer weiter geht es jetzt bergab, bis Sie unten wieder auf einen Waldrand treffen. Links hängt hier am Baum ein Wegweiser, der geradeaus nach Kaider weist.

Gehen Sie also am Waldrand entlang weiter, bis Sie - nach einem halben Kilometer - an ein Schild treffen, das wieder auf ein Betriebsgelände der Steinwerke hinweist. Auf dem Schotterweg, der links oben kommt, biegen Sie nach rechts unten ab. Dann geht es in einer Linkskurve um das Gelände herum und geradeaus weiter zwischen dem Gelände und einer Hecke entlang. Ein weiterer Wegweiser an der rechten Wegseite weist immer noch geradeaus in Richtung des Dorfes End. Bis dann - am Ende des umzäunten Betriebsgeländes - der Weg die Hecke verlässt und auf eine kleine Kappelle trifft. Diese Kappelle steht auf einem schönen Aussichtspunkt über dem Ort Kaider. Sie ist das dritte Highlight dieser Tour. Meist ist sie offen - werfen Sie doch 'mal einen Blick hinein. Verweilen Sie aber auch vor der Kappelle noch etwas, um den schönen Blick hinunter zu genießen.

Von der Kappelle aus führt dann ein Wiesenweg, leicht rechts hinunter zwischen den ersten Häusern hindurch. Dann gehen Sie auf der Teerstraße (erst links dann gleich wieder rechts) noch weiter hinunter, bis Sie - an der Bushaltestelle vorbei - an die große Hauptstraße treffen. An deren linker Seite führt ein Schotterweg entlang, der nur ein paar hundert Meter zum nächsten Dorf mit dem schönen Namen End führt. Gehen Sie geradeaus in den Ort hinein, bis die Straße einen Bach überquert. Hinter der Brücke biegen Sie dann vor dem länglichen Raiffeisenbank-Gebäude nach rechts ein. Hier ist übrigens wieder die Reha-Klinik ausgeschildert. Folgen Sie diesem Weg, der nach einem prächtig restaurierten Fachwerkhaus wieder zum Schotterweg wird und bergaufwärts aus dem Ort führt.

Hier folgt noch einmal eine deutliche Steigung. Ein Stück nach dem Ortsende gabelt sich dann der Weg. Nehmen Sie hier den linken Weg, der bergaufwärts führt. Sie müssen hier noch einmal eine deutliche Steigung überwinden. Sie ist aber so ziemlich die letzte. In einer Linkskurve geht es also weiter hinauf, wo Sie an der nächsten Sitzbank - dem Wegweiser Richtung Reha-Klinik - wieder nach links laufen. Hier geht es - zum Ausschnaufen - flach an der Hecke entlang. Nach einer neuerlichen Rechtskurve wandern Sie wieder (leicht) bergauf in Richtung Waldrand.

Dort führt der Weg leicht links hinein und führt - jetzt endlich nur noch flach - um den Bergvorsprung herum. Über die linke Schulter hinweg sehen Sie dann schon wieder die Reha-Klinik auf der anderen Talseite. Und kurz nachdem Sie an einer kleinen Bretterbude, die links unten am Weg liegt, vorbei sind, führt eine Abzweigung direkt links hinunter auf eine kleine Teerstraße. Auf dieser recht ruhigen Straße biegen Sie nach links unten ab. Jetzt ist es nur noch ein dreiviertel Kilometer bis Sie wieder den Ortseingang von Schwabthal erreichen. Ein Stück dann noch, und links ist wieder die Straße "Am Knock" - der Start- und Zielpunkt dieser Tour.

Die Länge des hier beschriebenen Weges beträgt fast 12 Kilometer. Wichtig sind bei dieser Tour wieder feste hohe Schuhe wegen der möglichen Zeckengefahr. Die von HINTERINDIEN.DE beschriebene Tour wird etwa 3 1/2 bis 4 Stunden dauern.

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