Zwei Burgruinen und eine Kirchenruine warten bei HINTERINDIEN.DE im September 2005 auf Sie. Nördlich des Luftkurortes Bad Berneck im Fichtelgebirge stehen die mittelalterlichen Ruinen förmlich zur "Parade" bereit. Grandiose Ausblicke - steil hinunter ins Tal - sind dabei garantiert!

Um den Startpunkt dieser Tour zu erreichen, empfiehlt HINTERINDIEN.DE den Routenplaner www.map24.de. Geben Sie als Zieladresse "Hofer Straße, 95460 Bad Berneck" ein. Die Hofer Straße beginnt direkt am Marktplatz. Parken Sie am besten Ihren Wagen am Marktplatz und gehen Sie an der Hauptstraße (Hofer Straße) bergaufwärts. Nach etwa 80 Metern führt ein anfangs geteerter Fußweg hoch zum Freilicht-Theater am Schlossturm (zur Ansicht des Startpunktes).
Hier startet die HINTERINDIEN.DE-September-Tour 2005.

Anfangs geteert geht es - an einer Gaststätte mit kleinem Biergarten vorbei - recht steil bergauf. Kurz bevor dann linker Hand ein eingezäuntes Gelände beginnt, führt eine Natur-Treppe mit hölzernen Stufen hoch zum Schlossturm, der den Ortskern von Bad Berneck überragt. Der Hang gleicht einem Labyrinth. Steigen Sie auf den Wegen bergauf, die am steilsten sind. So gelangen Sie auf dem kürzesten Weg hoch zur Burg. Noch kurz unterhalb der Burg öffnet sich (rechts) eine kleine Wiese, von der ein Blick auf den Marktplatz möglich ist. In Geh-Richtung links geht es endlich hinauf bis vor den Turm. Auch bietet sich schon ein Blick hinunter in den Ort.

Diese erste der drei Ruinen ist eine um etwa 1150 von einem Ulrich Walpoto erbaute Burg. (Mehr Infos zur Burg gibt es hier.) Von Ihr ist der dominante Schlossturm (mit Glocke) erhalten. Des Weiteren sind - hinter dem Turm - noch zahlreiche Mauerreste vorhanden. Und obwohl sie eine Ruine ist, hat sie doch auch heutzutage eine jährliche Aufgabe. Die rückwärtigen Mauern der Burg bieten sich als ideale Kulisse für das kleine Bad Bernecker Freilichttheater an. Schauen Sie durch die Fenster der Mauer und blicken Sie direkt hinunter auf die Tribüne. Steigen Sie dann vom ersten Burgplateau zum Theater hinunter. Wenn keine Vorstellung ist, können Sie von der Tribüne aus einen Blick auf die eindrucksvolle Kulisse der Burg werfen. Mehr Infos und den Spielplan der Freilichtbühne erhalten Sie hier.

Vom Kassenhäuschen des Theaters führt ein steiniger Pfad bergaufwärts direkt zur nächsten der drei Ruinen: die ehemalige Burgkapelle, deren Grundstein einst im Jahr 1480 gelegt worden ist. (Mehr Infos zur Kapelle gibt es hier.) Sie ist die interessanteste der drei Zeugen vergangener Zeiten. Von ihr ist der übergroße Teil des Kirchenschiffs samt Sakristei und einzelner Details in den Mauern vorhanden. An diesem Ort wurde jahrhundertelang getauft, geheiratet, gesungen und gebetet ... Wenn Sie um die Kirchenruine - aus dem Eingang heraus dann rechts - herum gehen, gelangen Sie auf einen kleinen Vorplatz der Kirche. An dessen Rand steht rechts ein dicker uralter Baum. Eine Sitzbank lädt hier zum Ruhen ein.

Und hier - hinter der Kirchenruine, am kleinen angeschlossenen Sakristei-Raum - geht es weiter bergauf, bis Sie schon die Holztreppe hoch zur dritten Ruine erreichen. Sie führt direkt in die ebenfalls noch mit viel Mauerwerk erhaltene Burg Hohenberneck hinein. Hier werden Sie mit dem schönsten und beeindruckendsten Blick steil hinunter ins Tal für den Aufstieg belohnt. Tief unter Ihnen breitet sich der Kurpark aus. Über die Bäume hinweg sehen Sie - schon etwas tiefer gelegen - den Schlossturm der ersten der drei Ruinen. Doch auch die Ruine selbst beeindruckt. Das Hauptgebäude stellt sich imposant zur Schau. Innen sind die einzelnen Zimmer noch deutlich auszumachen. Auffällig ist auch der einstige Balkon. Rings um den Hauptbau stehen noch Reste von Gebäuden und ein gut erhaltener (Gefängnis?)-Turm. Lassen Sie sich auch hier Zeit zum Sehen, Staunen und Genießen. Hier können Sie das Mittelalter fast "greifen". (Mehr Infos zur Burg gibt es hier.) Und auch die Natur "greift sich" in Form von viel Efeu langsam die Ruinen zurück ...

Weiter geht es - die Holztreppe wieder hinunter - dann rechts zum Wegweiser in Richtung Stein. Auf einem breiten Forstweg geht es noch einmal den Berg hoch. Wieder treffen Sie auf einen Wegweiser in Richtung Stein. Etwa einen Kilometer geht es auf diesem Weg geradeaus über den Bergrücken entlang. Dann weist ein weiterer Wegweiser in Richtung Stein. Nach einem ganzen Stück guten Schotterweges erreichen Sie eine kleine Teerstraße, auf der Sie rechts abbiegen. Sie führt in Richtung Bundesstraße B 2. Doch bevor Sie diese erreichen, weist ein Wegweiser nach rechts - wiederum zum Stein.

Nachdem Sie abgebogen sind erreichen Sie nach etwa 80-100 Metern den Rand des Waldes, in den der Weg zum Stein geradeaus hinein abzweigt. Nach kurzer Zeit verlässt der Weg den Wald wieder. Jetzt geht es aber direkt nach links (also am Waldrand) auf einem mit groben Steinen belegten Weg weiter. Nach einer Weile am Wald führt der Weg nun wieder in den Wald hinein und führt dann (am ersten Wegweiser noch geradeaus) leicht bergabwärts. Doch Vorsicht: Kurz bevor es steiler bergab geht, treffen Sie auf einen zweiten Wegweiser. Dieser weist jetzt nach links - über einen kleinen Bach in einer tiefen Mulde hinweg - in Richtung Stein (noch 1 Kilometer).

Am Berghang geht es jetzt entlang, bis Sie nach etwa 400 Metern auf einen breiten Forstweg - der von links oben kommt - treffen. Hier weist wieder ein Wegweiser geradeaus in Richtung Stein. Nach 600 Metern - mit leichter Steigung - erreichen Sie dann den Ort Stein mit seiner bekannten Burgkapelle. Prägen Sie sich bitte kurz die Stelle ein, wo Sie die ersten Häuser erreicht haben. Halten Sie sich dann im Ort immer rechts. Achten Sie auf den Wegweiser nach rechts unten, der den Weg zur Burgkapelle zeigt. Diese Kapelle war einst ebenfalls eine Burganlage der Walpoten und wurde erst später zu einer Kapelle umgebaut, die romantischer nicht sein könnte. (Mehr Infos zur Burgkapelle Stein gibt es hier.)

Nachdem Sie den impossanten Bau besichtigt und dort etwas Ruhe gefunden haben, gehen Sie bitte wieder den gleichen Weg durch den Ort zurück, auf dem Sie die Kapelle erreicht haben. Und an der gleichen Stelle, wo Sie aus dem Wald auf die ersten Häuser des Dorfes getroffen sind, führt ein zweiter Weg - leicht nach links - bergabwärts. Ein Wegweiser zeigt an diesem linken Weg auch wieder 3 Kilometer zurück nach Bad Berneck an. Allerdings führt der Rückweg jetzt unten im schönen Ölschnitz-Tal entlang.

Nach einer Weile auf dem abwärts führenden Forstweg kommen Sie am neu gefassten "Hans-Wagner-Brunnen" vorbei. Langsam und stetig geht es jetzt hinab ins Tal. Weiter unten treffen Sie dann auf einen Wegweiser auf dem Bad Berneck und die Kuranlagen angeschrieben sind. Jetzt begleitet Sie zudem das Wegsymbol mit einem weißen W auf rotem Grund ().

An der nächsten Weggabelung wählen Sie den rechten Weg (der noch ein letztes Mal ganz leicht ansteigt). Kurz nach dieser Abzweigung steht auch gleich wieder ein Wegweiser. Verlaufen ist hier also unmöglich. Parallel geht es jetzt zur Ölschnitz entlang - anfangs geschottert, dann geteert. An einer Wanderkarte vor einer breiten Brücke über den Bach, können Sie sogar die Uferseite wählen, an der Sie zurück in den Ort gehen möchten. HINTERINDIEN.DE empfiehlt Ihnen die rechte Seite.

An ein paar Felsen vorbei und immer am Bach entlang führt der Weg nun direkt nach Bad Berneck. Sie passieren ein Tiergehege mit genüsslich fressenden Ziegen. Danach lädt ein kleiner Minigolfplatz zum Spielen ein. Und anschließend erreichen Sie den Kurpark mit seinen schönen Kolonnaden. Hier lohnt es sich, auszuruhen und die vielen Eindrücke zu verdauen. Sobald Sie die ersten Gasthäuser (mit Biergärten) von Bad Berneck erreichen, ist es zum Marktplatz - und damit dem Ausgangspunkt dieser Tour - nicht mehr weit.

Die Länge des hier beschriebenen Weges beträgt etwa 7 Kilometer. Die von HINTERINDIEN.DE beschriebene Tour wird etwa 3,5 Stunden dauern.

Der HINTERINDIEN.DE-Service: Drucken Sie die Ausdruck-Version dieses Monatsthemas als Wanderführer aus.


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von der "3-Ruinen-Tour bei Bad Berneck" <<