Etwa 30 km östlich der Franken-Metropole Nürnberg – unweit des Städtchens Hersbruck – startet die HINTERINDIEN.DE- September-Tour zum Arzberg-Turm. Diese Tour kann Sie zeitlich und kräftemäßig sehr in Anspruch nehmen. Sie eignet sich aber gerade für den September, dem wohl besten Wandermonat, weil jetzt das Wetter am ausgeglichendsten ist.

Um den Hersbrucker Stadtteil Ellenbach – den Startpunkt dieser Tour – zu erreichen, empfiehlt HINTERINDIEN.DE den Routenplaner www.map24.de. Geben Sie als Zieladresse einfach „Himmelreichstraße, in 91217 Hersbruck (Ellenbach)“ ein. In Ellenbach erreichen Sie die „Himmelreichstraße“, indem Sie geradeaus durch den Ort bis hoch zu einer Gabelung fahren, an der es links nach Deckersberg und rechts in die „Himmelreichstraße“ geht. Hier sehen Sie dann auch gleich einen Wander-Wegweiser zum Arzberg-Turm (Ansicht des Startpunktes).

Vom Startpunkt aus führt nun ein Weg mit rotem Kreuz auf weißem Grund () aus dem Ort hinaus in Richtung Wald. Nachdem die geteerte Straße endet, mündet der Weg auf einen geschotterten Pfad, der jetzt leicht bergan steigt. Er führt an einer Ruhebank mit einem schönen Wanderer-Hinweisschild und einem Felsenkeller vorbei. Nach einer Weile müssen Sie dann bitte acht geben, da der „Rot-Kreuz-Weg“ den breiten Schotterpfad nach links verlässt. Auf einem dünnen Pfad steigt der Weg dann massiv an. Lassen Sie sich einfach ausreichend Zeit. Der Vorteil dieser Steigung: die Höhenmeter hoch zum Arzberg-Turm werden durch den steilen Anstieg auf eine relativ kurze Wegstrecke reduziert. Der Nachteil der Steigung: Sie müssen durchhalten und sie überwinden.

Nach ein paar hundert Metern steilen Aufstiegs wird der Weg endlich wieder flacher. Linker Hand rückt eine Wiese ins Blickfeld. Hier oben wird der Weg auch wieder etwas breiter. Halten Sie sich weiterhin an die „Rot-Kreuz-Wegweiser“, die hier in guten Abständen deutlich sichtbar angebracht sind. Beachten Sie außerdem die kleinen Pfeile, jeweils unter dem Wegsymbol. Kurz bevor der breite Weg den Wald dann in Richtung Wiese verlässt, biegt der „Rot-Kreuz-Weg“ jedoch nach rechts auf einen Pfad ab. Dieser führt einigermaßen geradeaus wieder leicht bergaufwärts. Sie können jedoch durch die Bäume schon den Himmel erkennen. Das zeigt, dass es nicht mehr weit bis zum Gipfel des Arzberges ist. Nach einer Weile erkennen Sie zudem (vorne, leicht links) die Mauer des Arzberg-Turms zwischen den vielen Baumstämmen. Kurz vor dem Turm steigt der Weg noch einmal kurz kräftig an – und schon ist es geschafft: Sie haben den 612 Meter über dem Meer stehenden Arzberg-Turm erreicht.

Der Grundstein für den Arzberg-Turm wurde einst im Jahr 1885 gelegt. Im gleichen Jahr wurde er fertiggestellt; die Einweihung erfolgte ein Jahr später. Im zweiten Weltkrieg wurde er – wegen seiner Nutzung als Luftbeobachtungsposten – stark beschädigt. Nur unweit des Turmes stürzte im Jahr 1941 auch noch eine JU 52 ab. Die Besatzung überlebte, ebenso der Turm. Auch heute sind angeblich noch Teile der Maschine zu finden. 1973 wurde der Arzberg-Turm dann vollständig restauriert. In den Jahren 2001 und 2002 wurden zusätzlich noch einmal Verbesserungsmaßnahmen durchgeführt.

Der Aufstieg auf den Turm „rechnet“ sich auf jeden Fall, da Sie mit einem beeindruckenden Rundblick belohnt werden. Im Norden ist die Burg Hohenstein (HINTERINDIEN.DE-Thema im Mai) gut zu erkennen. Dem Berg direkt vorgelagert, breitet sich im Pegnitz-Tal die Stadt Hersbruck aus. Im Nordwesten können Sie zum Beispiel auch den Fernsehturm an der A9 bei Hienberg (Ausfahrt Hormersdorf) deutlich erkennen.

Vom Turm aus geht es nun entgegengesetzt der Richtung, aus der Sie gekommen sind, weiter in Richtung Edelweißhütte. Folgen Sie hierzu dem Wegsymbol Nr. 4 () bis zur nächsten Kreuzung. Hier gehen Sie bitte geradeaus (auch wenn der 4-er-Weg auch nach rechts verläuft). Von hier an geht es also geradeaus – nun auf dem Weg Nr. 5 () weiter. Nach einer Weile stößt der Weg erneut auf ein „Wege-Dreieck“. Gehen Sie hier links – der Weg steigt wieder leicht an. Folgen Sie der Nr. 5. Bereits nach 50 Metern biegen Sie dann mit dem 5-er-Weg nach Rechts ab. Der Weg steigt erneut leicht an. Auf der linken Seite können Sie übrigens durch die Bäume bereits Häuser erkennen. Oben mündet der Weg dann ein einen geschlungenen Wanderpfad auf dem Sie dann – wieder leicht bergabwärts – die Edelweißhütte erreichen. Hier bietet sich die Möglichkeit eine Pause einzulegen.

Weiter führt die HINTERINDIEN.DE-Arzberg-Tour dann über den Parkplatz der Edelweißhütte auf die Teerstraße. Auf dieser laufen Sie an vielen Äckern und Hecken vorbei, bis Sie das Örtchen Deckersbach erreichen. Kurz nach dem Ortseingang sehen Sie links einen neu angelegten Brunnen mit markantem Holzdach. Hier geht es nun links bergaufwärts. Nach etwa 50 Metern treffen Sie auf eine „Verkehrsinsel“ an deren Baum Ihnen ein kleiner Pfeil den Weg nach Rechts weist. Nach etwa 20–30 weiteren Metern geht es dann gleich wieder links weiter (am gelben Haus links vorbei). Hier finden Sie übrigens auch wieder die Nr. 5 (). Sie kommen an einem modernen Holzhaus vorbei, nach dem die Straße endet und wieder zum Feldweg wird. Dieser führt geradeaus hoch zum Wald.

Sobald Sie den Wald erreichen gabelt sich der Weg wieder. Wählen Sie hier den rechten (mit Gras bewachsenen) Weg. Auf diesem „Grasweg“ gehen Sie aber nur 30 Meter weiter bis ein Weg mit grünem Kreuz auf weißem Grund () nach rechts abbiegt. Folgen Sie ab jetzt diesem Weg. Er führt immer ziemlich geradeaus leicht bergaufwärts über eine Kante hinweg. Nach der Kante fällt er ab und führt hinunter zu einer Ortsverbindungsstraße. Überqueren Sie diese an der Stelle, wo das Verbotsschild für diverse Kraftfahrzeuge steht. Unweit davon treffen Sie auch auf eine große Werbe- und Informationstafel von e-on. Sie haben das Oberbecken des Happurger Pumpkraftwerkes erreicht.

Der Weg gabelt sich an der Tafel: Sie können auf dem rechten Weg bergaufwärts gehen, um einen Blick auf den Stausee zu werfen. Gehen Sie hier aber auch wieder herunter, um dann den linken Weg mit dem grünen Kreuz weiter zu gehen, auf dem Sie nun ein Stück weit ein Naturlehrpfad mit informativen Tafeln begleitet. Dieser Weg läuft parallel zur Westkante des Oberbeckens. Nach einigen hundert Metern (nach dem Feuchtbiotop) verlässt der „Grün-Kreuz-Weg“ den geschotterten Waldweg (inklusive Naturlehrpfad) und führt geradeaus bergabwärts (Wegweiser Richtung Happburg). Der Weg führt als „Hohlweg“ nun steil bergabwärts. Rechts sehen Sie durch die Bäume bereits im Tal den Happburger Stausee.

Kurz bervor der „Grün-Kreuz-Weg“ den Wald verlässt, sehen Sie schon die dem Wald vorgelagerten Wiesen. WICHTIG: Hier biegt der Weg noch vor dem Wald-Ausgang nach links in einen schmäleren Weg ein. Achten Sie darauf, dass Sie die Abbiegung nicht übersehen. Auch auf dem dann schmäleren Weg müssen Sie Acht geben: Nach etwa 50 Metern biegt der „Grün-Kreuz-Weg“ dann auf einen noch kleineren geraden Pfad nach rechts ab – gekennzeichnet durch das grüne Kreuz an einem ganz dünnen Baum. Nach einer cirka 50 Meter langen Geraden auf dem dünnen Pfad geht es aus dem Wald hinaus. Durch etwas Gestrüpp gehen Sie dann einigermaßen geradeaus hinunter, bis Sie an einer Wiese mit Obstbäumen vorbei kommen. Die lassen Sie links liegen, denn der Weg führt immer weiter geradeaus – auch quer über eine Straße – bergabwärts in Richtung Happburg.

Am Ortseingang unterqueren Sie durch eine Brücke die große Landstraße und laufen weiter ortseinwärts. Sie treffen auf eine Wiese im Ort – im Hintergrund sehen Sie schon den Kirchturm – an der es nach Links weiter geht. Einmal fällt dann noch das grüne Kreuz auf, während Sie nun auf der Ortsstraße sind, die parallel zum Bach verläuft. Sobald die Straße auf große alte, charakteristisch fränkische Scheunen trifft, biegen Sie nach links ab. Nach etwa 50 Metern erkennen Sie an einer alten Blechgarage das neue Wegsymbol, dem es zu folgen gilt, den Weg Nr. 6 (). Hier endet dann die geteerte Ortsstraße und führt wieder als Schotterweg aus dem Ort Happburg hinaus.

Nun kommen wieder drei Stellen, an denen Ihre Achtsamkeit gefordert ist: Folgen Sie dem Schotterweg wieder leicht bergaufwärts. Lassen Sie den ersten rechts abbiegenden Weg rechts liegen. Bei der nächsten Gabelung gehen Sie aber dann rechts weiter. Bleiben Sie immer auf dem geringfügig breiterem Schotterweg. Er führt hinaus auf die Äcker. An einer Y-Gabelung zwischen den Feldern fehlt nun jeglicher Wegweiser. Gehen Sie hier links weiter, also vom rechts liegenden eingezäunten Garten-Grundstück links (leicht bergaufwärts) weg.

Parallel zum Hang des Arzberges (den Sie immer links von sich sehen) führt der Weg nun etwa einen Kilometer geradeaus (ohne Wegsymbol) weiter. Plötzlich treffen Sie dann auf einen Kirschbaum, an dem sich wieder mehrere Wegweiser finden – auch der 6-er-Weg. Jetzt haben Sie die letzte Etappe der Arzberg-Tour erreicht. Am Kirschbaum biegt ein Weg mit gelbem Punkt auf weißem Grund () in einem spitzen Winkel scharf nach rechts ab. Dieser Weg führt Sie nun zurück nach Ellenbach.

Erst geht es – nach der spitzwinkligen Kurve – geradeaus bergabwärts. Weiter unten führt der „Gelb-Punkt-Weg“ in einer weiten Kurve dann links direkt nach Ellenbach. Im Ort selbst geht es dann wieder geradeaus leicht bergaufwärts an der Hauptstraße entlang (wieder vom roten Kreuz flankiert) bis hinauf zum Ausgangspunkt an der „Himmelreichstraße“.

Die Länge des Rundweges beträgt etwa 10,5 Kilometer, die Ihnen aber eher wie 20 vorkommen werden. Dieser Weg hat – wie anfangs schon erwähnt – einige Steigungen und nimmt auch viel Zeit in Anspruch. Die Arzberg-Tour wird nach dieser Beschreibung fast 4 Stunden dauern.

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