Der September-Themenwanderweg
bei HINTERINDIEN.DE
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Auf ins „Land der Steinbrüche“

Dass Franken eine Vielzahl abwechslungsreicher Wanderwege bietet, ist schon wegen seiner touristisch gut erschlossenen Mittelgebirge weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt. Bereits Johann Wolfgang von Goethe ging hier seinerzeit gerne über Stock und Stein. Aber waren Sie schon einmal auf einem „Themenwanderweg“ unterwegs?

HINTERINDIEN.DE führt Sie Anfang September zum „Steinbruch-Rundwanderweg“ am Epprechtstein bei Kirchenlamitz im Fichtelgebirge. Mit dem Auto erreichen Sie den Fuß des Epprechtsteins, indem Sie von Weißenstadt kommend in Richtung Kirchenlamitz/Marktleuthen fahren. Hinter Weißenstadt ist schon in etwa 5 Auto-Minuten das grüne Ortsschild „Buchhaus“ kaum zu übersehen. Hier befindet sich auf der linken Seite auch gleich ein Wanderparkplatz. Vom Parkplatz sind es dann – waldeinwärts – circa 100 Meter bis zu einem großen Granitstein (Bild oben). Er markiert den Startpunkt und den Verlauf des 3,5 Kilometer langen „Steinbruch-Rundwanderweges“. Folgen Sie ab jetzt diesem Zeichen:

Lassen Sie sich nun beim Wandern von den anschaulich gestalteten Informations-Tafeln die Geschichte der Arbeiter in den Granitsteinbrüchen rund um den Epprechtstein erzählen. Schnell müsste Ihnen dabei klar werden, wie gut wir es in der heutigen Arbeitswelt haben. Am Anfang des 21. Jahrhunderts besteht ja beim Großteil der Arbeitsplätze nicht mehr die Notwendigkeit, auf die Witterung achten zu müssen.

Mehrere alte Jacken zum Wechseln ...

... hatten die Steinbrecher, Sprengmeister und Abräumer am Epprechtstein in ihrem Gepäck. Denn auf bis zu 798 Meter über dem Meeresspiegel weht über’s ganze Jahr hinweg ein rauher Wind.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts – als der Eisenbahnbau für einen Höhepunkt der Granitproduktion sorgte – verbrachten bis zu 500 Arbeitskräfte den Großteil ihres Lebens in den Steinbrüchen. Zum Arbeitsalltag lesen wir auf der Info-Tafel am „Lenks-Bruch“: „Den Weg zum Arbeitsplatz legten die Arbeiter sommers wie winters zu Fuß zurück. Das Mittagessen wurde ihnen von ihren Frauen und Kindern (den „Suppenträgern“) gebracht und im Kabinettl (Aufenthaltsraum) eingenommen.“

Auch ein eigener Bahnhof wurde auf der Verbindung Weißenstadt-Kirchenlamitz – zum Abtransport des Epprechtsteiner Granits bis nach Übersee – eingerichtet. Von ihm sind heute gerade noch ein paar Grundmauern zu sehen. Beachten Sie auch einzelne Eisen- und Holzkarren am Wegesrand, die leicht den Eindruck erwecken, sie würden im nächsten Moment wieder gebraucht.

Ruine Epprechtstein als „Krone“ des Weges

Der Rundwanderweg zeigt Ihnen von der Natur teilweise zurück eroberte aber auch noch junge, atemberaubende Steinbrüche. Sie sehen folgende – meist nach dem Namen der Besitzer benannten Brüche: Den „Lenks-Bruch“, den „Alberts-Bruch“, den Schoberts-Bruch“, den „Geyers-Bruch“, den „Blauen Bruch“ und den großen „Schlossbrunen-Bruch“.

Als „Krone“ des ganzen Rundwanderweges erhebt sich die Ruine Epprechtstein. Aus dem Jahre 1248 findet sich eine erste urkundliche Erwähnung eines „Eberhardus de Eckebrechtsteine“ in einer Schenkungsurkunde des Herzog Otto II. von Meran.

Hoher Besuch am Epprechtstein

Am 21. Juni 1805 besuchten – nach der Übernahme der Markgrafschaft Bayreuth durch Preußen – König Friedrich Wilhelm III. und Königin Luise den Epprechtstein. Auch Sie sollten sich das Erlebnis Epprechtstein nicht entgehen lassen.

Herrlicher Fichtelgebirgs-Rundblick

Von der Aussichtsplattform aus bietet sich ein herrlicher Fichtelgebirgs-Rundblick. Sie sehen im Südwesten das Zentral-Massiv mit Nusshart, Schneeberg und im Hintergrund den Ochsenkopf. Weiter südöstlich wandert der Blick von der Kösseine bis zum Steinwald. In der unmittelbaren Nachbarschaft erhebt sich nördöstlich – gleich hinter Kirchenlamitz – der 827 Meter hohe Kornberg. Westlich blicken Sie auf den Rücken des Waldsteins.

Im nun folgenden kleinen Bilder-Teil möchte Ihnen HINTERINDIEN.DE Appetit auf den „Steinbruch-Rundwanderweg“ machen.

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