Rund um den Döbraberg

(HINTERINDIEN.DE - Thema: Oktober 2003:
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Mit seinen 794 Metern Höhe ist der Döbraberg die höchste Erhebung im Frankenwald. Und obwohl auch seine „Nachbarn“ die 700 Meter-Marke erreichen, ist der Döbraberg von Weitem aus konkurrenzlos gut sichtbar. Man kann ihn sowohl von den Höhenzügen der fränkischen Schweiz, von den meisten Fichtelgebirgsgipfeln als auch vom Thüringer Wald aus (z.B. vom Wetzstein) als guten Orientierungspunkt wahrnehmen. Gut erkennbar ist er vor allem durch seinen kugelrunden Radarturm, der ihm ein unverwechselbares Aussehen verleiht.

Dass sich um den höchsten Berg des Frankenwaldes ein weitverzweigtes Netz von Wanderwegen rangt, versteht sich wohl von selbst. Im Oktober 2003 schlägt Ihnen HINTERINDIEN.DE nun den Weg Nr. 4 – vom Ort Rodeck aus – als Halbtages-Wandertour vor.

Parken Sie Ihr Auto am besten in der Rodecker Ortsmitte unweit der Wandertafel, die Ihnen bereits vorab einen guten Überblick über das Wegenetz rund um den Döbraberg gibt. Gehen Sie von hier aus auf der Straße in Richtung des Ortsausgangs, aus der Sie von der Stadt Döbra her nach Rodeck gekommen sind. Außerhalb des Dorfes beschreiten Sie dann eine „Hochebene“ (Bild) von der sich schon jetzt ein guter Ausblick nach Südosten, Süden und Südwesten hin bietet. Bei gutem Wetter können Sie rechter Hand über den Baumwipfeln die beiden höchsten Berge des Fichtelgebirges am Horizont erkennen können.

Am Waldrand angekommen, biegt der 4-er-Weg nun links in den Wald ab. Nach einigen hundert Metern durchqueren Sie dann eine Bachmulde, nach der der Weg wieder etwas steiler ansteigt und Sie auf einer Forststraße (hier bitte nach rechts gehen) erneut an einen Waldrand führt. Auf diesem höher gelegenen Plateau bietet sich ein weites Blickfeld in Richtung Ost/Südost. Folgen Sie dem 4-er-Weg weiter, bis er links abbiegt und Sie nun zum Gipfelplateau des Döbrabergs hoch führt.

Auf stolzen 794 Metern über dem Meer angelangt, erwartet Sie nun der „Prinz Luitpold-Turm“. Seine Aussichtsplattform überschreitet dank seiner Eigen-Höhe die 800 Meter-Höhenmarke. Und obwohl dieser Metall-Turm sehr durchsichtig ist und so manchem Besucher wohl etwas Schwindel in die Adern treiben wird, sollten Sie sich trauen, ganz hinauf zu steigen. Sie werden oben dann auch mit einem grandiosen Rundblick über halb Oberfranken bis nach Südthüringen belohnt.

Folgen Sie nach Ihrer verdienten Gipfelpause dem 4-er-Weg dann hinter dem Turm weiter. Er führt Sie nun hinunter zu der Stadt Schwarzenbach am Wald. Er streift erst den Ortsrand, bis er Sie weiter in den Ort führt. Bevor er jedoch auf die Ortsverbindungsstraße (mit gestricheltem Mittelstreifen) einmündet, biegen Sie nach links in die „Schützenstraße“ ein. Nach circa 400 Metern kommen Sie am Schützenhaus vorbei und biegen direkt nach dem Gebäude nach links in den – anfangs geteerten und später geschotterten – Feldweg ein, der Sie weiter talwärts wieder in den Wald führt. Verweilen Sie hier ruhig einen Moment und betrachten Sie die Westfront des Döbrabergs, die sich nun jenseits der Fußballplätze prächtig präsentiert.

Im Wald geht der Weg nun als Forststraße in weiten Kurven ins enge Tal hinab. Kurz bevor es ganz nach unten geht, zweigt nach rechts ein beschilderter Pfad zum Aussichtspunkt „Schneckenburg“ ab, den Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen sollten. Von der „Schneckenburg“ aus können Sie einen malerischen Ausblick auf steil abfallenden bewaldeten Talhänge genießen. Gehen Sie anschließend den gleichen Pfad wieder zurück auf die Forststraße. Sie führt nun langsam tiefer in einen schattigen Bachgrund hinab. Etwa einen Kilometer geht es – vorbei an einem Wasserspeicher-Haus und mehreren Abzweigungen – immer gerade aus am Bach entlang. (Eine Abzweigung weist den Weg links zurück über Hohenzorn und Rodeck. Nehmen Sie diesen Weg, wenn Ihre Zeit knapp werden sollte.)

Wenn Sie jedoch genug Zeit eingeplant haben, wartet noch ein kleines Highlight auf Sie: die Burgruine Radeck. Vorher laufen Sie jedoch erst weiter im Talgrund hinab in Richtung Bischofsmühle. Kurz bevor Sie die Bischofsmühle erreichen, überquert der 4-er-Weg jedoch die auffällige Staumauer des Forellenteiches der Mühle nach links. Laufen Sie links am Stauweiher entlang, bis der Weg links nun wieder etwas steiler bergaufwärts führt. Sie erreichen nach circa 100 Metern eine Treppe, die Sie nun direkt hoch bis zur Burg Radeck führt.

Genau genommen ist von der Burg Radeck eigentlich nicht mehr viel übrig geblieben außer einem gemütlichen Aussichtsplateu mit Sitzbank. Eine Informationstafel informiert Sie über die Geschichte der Burg und ihre bauliche Gestalt. Eine Verschnaufpause nach dem steilen Anstieg lohnt sich hier oben über dem tiefen bewaldeten Tal allemal. Kurz vor der Ankunft am Ausgangspunkt der 4-er-Tour in Rodeck (nur noch circa einen Kilometer entfernt), bietet sich von hier aus – zum Abschluss dieser Tour – noch einmal ein schöner Ausblick über die bewaldeten Talgründe südlich des Döbraberg-Massivs.