Ja, es gibt sie ... die letzten sonnigen Herbsttage im November, wenn die Sonne schräg über diesigen Tälern steht und den ganzen Tag lang eine Art „Abendstimmung“ herscht ... Für eben diese Tage empfiehlt Ihnen HINTERINDIEN.DE im November 2004 die Tour zur Küpser Linde. Unweit der beiden Dörfer Ober- und Unterküps am Westrand der Fränkischen Schweiz bei Scheßlitz bieten sich schöne Ausblicke über das obere Maintal östlich von Bamberg.

Um Unterküps – den Ausgangspunkt dieser Tour – zu erreichen, empfiehlt HINTERINDIEN.DE den Routenplaner www.map24.de. Geben Sie als Zieladresse „Unterküps“ und „96250 Ebensfeld“ ein. In Unterküps fahren Sie einfach in die Ortsmitte hinein und parken dort Ihren Wagen. An einem Wegweiser zu den Häusern 20-35 (beim großen Steinkreuz) biegen Sie ab und überschreiten einen befestigten Bach, an dem sich auch ein kleiner Brunnen befindet (Ansicht des Startpunktes). In Sichtweite ist außerdem das örtliche Feuerwehrhaus.

Nachdem Sie nun geparkt haben, verlassen Sie den Ort (leicht nach rechts) in Richtung Felder und Berg. Nach etwa 80 Metern stoßen Sie auf eine Garage, an der zwei Holzschilder angebracht sind, die in zwei Richtungen den Rundweg zur Küpser Linde anzeigen. Bitte nehmen Sie den linken Weg, der direkt den Berg hoch führt. Während des Anstieges, der bewusst an den Anfang der Tour gelegt wurde, haben Sie gleich einen herrlichen Ausblick ins Tal von Unter- und Oberküps. Auf dem Weg werden Sie von nun an von einem Wegsymbol mit zwei Bäumen, zwischen denen ein Kreuz steht (einer Darstellung der Küpser Linde) begleitet.

Je höher der Weg den Berg hoch führt, desto flacher wird er wieder. Er führt stellenweise durch den Wald, dann aber auch wieder durch Heckengelände am Hang. Probieren Sie ruhig einmal die letzten Schlehen, die hier oben zahlreich an den Büschen hängen ... Nach dem kurzen Heckenabschnitt biegt der Weg – wieder im Wald – scharf links ab (Wegweiser beachten). Nach kurzer Zeit verlässt der Weg oben den Wald und sie kommen an einer Wiese entlang, die rechter Hand liegt. Auch hier begleiten Sie die Wegweiser mit den beiden Linden als Symbol.

Nach etwa 100 Metern an der Wiese entlang, biegt der Weg nach rechts oben ab. Sie treffen nach etwa 50 Metern auf eine Kreuzung an der der Wegweiser allerdings nur noch liegend vorhanden ist. Wählen Sie hier den Weg in der Mitte, der geradeaus noch einmal den Berg hinauf führt. Dieser Weg führt als breiter Wanderpfad über den langen Possenberg, der links und rechts steil abfällt. Interessant ist, dass Sie sich hier auf Wegen bewegen, die bereits vor Jahrtausenden von Menschen benutzt wurden. Auf dem Possenberg war vor Urzeiten eine vorgeschichtliche, befestigte Siedlung. Ein Hinweisschild erläutert dies oben auf dem etwa 650 Meter langen Bergrücken.

Anschließend verlässt unser Weg den Wald wieder und mündet auf eine Wiese, die Sie – bitte möglichst am rechten Rand entlang – überqueren. Bereits jetzt zeigt sich in etwa 500 Metern Entfernung oben am Berg das Highlight dieser Tour: die Küpser Linde. Nach der Wiese führt ein befestigter Flurweg nach rechts direkt hinauf zum Aussichtspunkt rund um die Küpser Linde(n): es handelt sich hierbei eigentlich um zwei Linden mit einem großen Holzkreuz dazwischen. Vielleicht war hier oben ja einst ein Kultplatz der unmittelbar entfernten vorgeschichtlichen Siedlung, die Sie auf dem Possenberg-Rücken überquert haben. Genießen Sie den herrlichen Ausblick in Richtung Bamberg und lassen Sie die Aura dieses Ortes auf sich wirken.

Hinter der Küpser Linde führt der Weg nun auf dem Main-Donau-Wanderweg nach rechts weiter. Jetzt haben Sie übrigens alle Steigungen hinter sich. Dieser breite, geschotterte Weg führt ziemlich geradeaus weiter. Wiesen und Wäldchen wechseln sich hier ab. Er führt parallel zur Bergkante entlang. Diesen Weg begleiten gleich mehrere Wegweiser. Für Sie bleibt jedoch der Main-Donauwegweiser sowie der Küpser-Linden-Wegweiser – der Sie bis jetzt auch hierher geführt hat – relevant. Etwa 600 Meter nach der Linde treffen Sie auf eine Abzweigung, an der Sie bitte den rechten Weg wählen. Wieder geht es durch von Wäldchen unterbrochene Wiesen etwa 500 Meter weiter bis zur nächsten, also der zweiten Abzweigung nach der Küpser Linde. Bitte geben Sie hier acht, da sie nicht gleich auffällt. Über die Ecke einer Wiese geht der Pfad nach rechts weg. Orientieren Sie sich hier oben zur Sicherheit immer nach dem Main-Donauweg. Kurz bevor es tiefer in den Wald geht, sehen Sie noch den Ort Krögelhof in cirka 500 Metern Entfernung.

Auf einem Pfad führt der Weg dann in den Wald, der hier überwiegend aus Laubbäumen besteht. Sie laufen hier ziemlich nahe an der Bergkante entlang. Nach kurzer Zeit erreichen Sie einen kleinen Aussichtspunkt, der einen kleinen Bildausschnitt ins Tal frei gibt. Vom Aussichtspunkt führen zwei Wege weiter: Wählen Sie hier den linken (wieder mit dem Main-Donauweg-Symbol). Er führt Sie nach nur 20-30 Metern zu einer Tafel, die auf ein prähistorisches Hügelgrab – etwa aus dem Jahr 1000 vor Christus – führt ... Wahrlich ein drittes Highlight dieser Tour.

Etwa 100 Meter nach dem Hügelgrab erscheint – parallel zum Main-Donauweg-Symbol, auch wieder das Wegsymbol mit den zwei Bäumen. Immer geradeaus geht es nun weiter, bis Sie auf eine Teerstraße treffen. (Es handelt sich hier um die Verbindungsstraße zwischen Krögelhof und Dörnwasserlos. Genauer gesagt, erreichen Sie die Einmündung in Richtung Kleukheim.) Sobald der Wanderweg den Wald verlässt, gehen Sie also bitte das kurze Stück am Straßenrand entlang bis zur Einmündung und biegen auf dieser rechts (Richtung Kleukheim) ab. Kurz bevor die Straße ins Tal abfällt, führt der Main-Donauweg jedoch nach nur 50 Metern wieder nach links von der Straße auf einen Feldweg. Auch hier erscheint nach einem kurzen Stück wieder das Main-Donauweg-Symbol.

Auf dem Feldweg geht's nun wieder geradeaus. Jetzt wechseln sich viele Hecken ab. Nach einer ganzen Weile treffen Sie auf ein eingezäuntes Gelände. Der Weg führt rechts am Areal vorbei bis Sie das Tor erreichen. Am Tor biegt unser Weg dann aber gleich nach rechts ab. Hier begegnet uns wieder das Wegsymbol mit den zwei Bäumen. Nach einem halben Kilometer treffen Sie auf ein Wegekreuz, von dem aus mehrere Wege wegführen. Unser Weg biegt aber bereits 30-50 Meter vorher nach rechts ab (Bild) – also bitte VOR dem Wegekreuz auf die Abzweigung achten.

Ab jetzt führt der Weg nun bergabwärts. An einer Wegegabelung, die nach rechts oder links weist (Schilder 12 und 13), wählen Sie bitte den rechten Weg (in Richtung 13). Von nun an geht es – ziemlich geradeaus in einem großen Hohlweg – immer deutlicher bergab, bis Sie erneut auf einen Weg treffen, der nach rechts und nach links führt. Hier gibt es eine nicht ganz auffällige Möglichkeit, geradeaus auf einen schmäleren, gröberen Weg hinabzusteigen, der nach 50 Metern auf eine Wiese führt, an deren rechter Seite Sie bis hinunter ins Tal gelangen. Rechts führt zwar ein weiterer schmaler Hohlweg parallel zur Wiese; HINTERINDIEN.DE empfiehlt Ihnen jedoch, am Rand der Wiese zu laufen. Am rechten Wiesen- bzw. Talrand führt Sie dieser Weg bis hinunter in den Ort Oberküps, den Sie am Anfang der Tour bereits von Unterküps aus sehen konnten.

In Oberküps gehen Sie auf der Hauptstraße erst einmal nach rechts weiter in den Ort hinein. Biegen Sie in der Ortsmitte beim großen Steinkreuz nach links ab zur Kirche. Vor dem Gotteshaus geht es dann aber links vorbei. Dieser Weg führt aus Oberküps hinaus in Richtung Unterküps. Nachdem Sie Oberküps schon wieder 80 Meter hinter sich gelassen haben, treffen Sie auf eine Weggabelung an einem zwei Meter hohen Kreuzigungsbildnis, wo Sie bitte links weitergehen. Jetzt führt der Weg im Tal entlang zurück nach Unterküps, dem Ausgangspunkt dieser Tour.

Die Länge des hier beschriebenen Weges beträgt etwa 9,6 Kilometer, deren größter Teil jedoch ohne Steigung verläuft. Die von HINTERINDIEN.DE beschriebene Tour wird etwa 3 Stunden dauern.

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rund um die Küpser Linde <<