Ein wahres "Dornröschen der Rhön" hat HINTERINDIEN.DE für Sie im Juli entdeckt: Wenn von der Rhön gesprochen wird, sind Kreuzberg (928 m), Dammersfeld- (928 m) und Wasserkuppe (950 m) überregional bekannt. Sie sind touristisch jedoch stark frequentiert ... Viel stiller geht es da auf dem Heidelstein zu. Mit seinem weit gezogenen Plateau-Gipfel eignet sich der mit 926 Metern dritthöchste Berg der Rhön auch an heißen Sommertagen noch zu einer schönen Wandertour. Und seine beiden "großen Geschwister" zeigt er Ihnen natürlich auch.

ParkplatzUm den Start- punkt dieser erstmals im Juli 2006 eingewanderten Tour zu erreichen, empfiehlt Ihnen HINTERINDIEN.DE den Routenplaner www.map24.de. Geben Sie als Ziel "97653 Bischofsheim an der Rhön (Holzberg)" ein. Parken Sie Ihren Wagen auf dem großen Parkplatz "Holzberghof", auf den ein Schild an der Hauptstraße weist.

In Richtung HolzberghofVom Parkplatz mit den hölzernen Info-Pavillons aus folgen Sie der kleinen Teerstraße bergab, die zum Holzberghof führt. Von nun an achten Sie bitte auf das Wegsymbol Nr. 9 (). Diese schmale Straße führt hinunter in einen Bachgrund und überquert den Schwarzbach in einer Linkskurve. Gleich darauf steigt sie wieder etwas an und Sie erreichen den Holzberghof. Er ist das ehemalige "Schloss Frederikstein am Münzkopf" - errichtet von den Freiherrn von Thüngen. Heute befindet sich im Schloss ein Restaurant mit Gästezimmern. Das Besondere daran: Der Holzberghof ist nicht an das Stromnetz angeschlossen. Deshalb essen die Gäste abends in der gemütlichen Gaststube im Schein von Petroleumlampen und gehen mit Kerzenlicht zu Bett. Besuchen Sie auch die sehr schöne Internetseite des Holzberghofes.

HolzberghofAuf unserer Wandertour, gehen Sie am Holzberghof dann geradeaus daran vorbei. Und direkt nach dem Gebäude zeigt ein Wegweiser nach rechts hoch zum Heidelstein. Sie umlaufen also den Holzberghof in U-Form. Das heißt, nach nur 20 Metern bergan knickt er wieder nach rechts, sodass Sie hinter dem Gebäude weiter entlang laufen. An zwei Wiesen vorbei führt der Weg dann geradeaus auf den Waldrand zu. Dort steht dann auch wieder ein Wegweiser, an dem ein Schild auf das Naturschutzgebiet "Lange Rhön" hinweist, und was Sie im Naturschutzgebiet beachten sollten. Gehen Sie hier weiter geradeaus in den Wald hinein und folgen dem Weg Nr. 9 ().

Der Heidelstein-Sendemast vom Wald ausIm Wald sehen Sie bereits vorab den ca. 200 Meter hohen Sendemast auf dem Heidelstein über den Baumwipfeln. Sie haben also schon einmal den Höhepunkt dieser Tour vor Augen. Nach etwa einem Kilometer lichtet sich der Wald und Ihr Weg mündet auf einen ebenso breiten Querweg. Biegen Sie nach rechts ab. Jetzt geht es aus dem Wald heraus. Aber nach nur fast 100 Metern biegt der 9er-Weg () dann nach links auf einen gut ausgetretenen Wiesenpfad ab. Von jetzt ab haben Sie den Sendemast oben auf der Bergkuppe immer im Blick, womit eine gute optische Orientierung gewährleistet ist. Sie merken sicher schon: Jetzt im Juli eignet sich die Heidelstein-Tour sehr gut, da keine großen Steigungen zu überwinden sind.

Über weite Blumenwiesen führt der Wiesenpfad dann nahe an die Landstraße, die von Bischofsheim aus hier vorbei führt. Sie ist nicht stark befahren. Unweit von ihr geht es - über eine kleine Holzbrücke hinweg - ein kleines Stück parallel daran entlang. Ein weiterer Wegweiser zeigt immer noch geradeaus. Beim Blick zurück über die Schulter sehen Sie übrigens den bekannten Kreuzberg, zu dem in Zukunft ebenfalls eine HINTERINDIEN.DE-Wandertour führen wird. Nach einer Weile folgen einige sumpfige Stellen, über die der Weg hinweg führt. Hier sind Balken und Bretter ausgelegt. Dennoch empfiehlt sich für diese Tour (wasser-)festes Schuhwerk, falls einmal ein Tritt daneben gehen sollte.

Nach der leicht sumpfigen Etappe mündet der Wiesenpfad dann wieder auf einen festen Feldweg. Hier biegen Sie nach links ab () - jetzt geht's bergauf. Zum Glück hält sich die Steigung jedoch sehr in Grenzen. Der Weg zum Gipfel ist so weit das Auge reicht mit schönen Blumenwiesen gesäumt. Immer wieder werden diese durch einzelne Bäume und Hecken optisch unterbrochen und damit aufgelockert. Und zusätzlich wird der Horizont immer weiter. Nicht erst oben am Gipfel, sondern auch schon beim Aufstieg haben Sie schon weite Ausblicke über die Rhön und weit darüber hinaus. Das Beste an dieser Tour: Ohne große Mühen erreichen Sie die dritthöchste Erhebung der Rhön, die nur zwei Meter niedriger ist, als der im Süden liegende Kreuzberg.

Nachdem der Weg eine Zeit lang an der Flanke des Gipfelrückens entlang geführt hat, biegt er weit oben dann nach rechts ab und hält direkt auf den Gipfel mit Sendemast zu. Oben werden Sie mit einem überragend weiten Ausblick belohnt. Sie stehen jetzt mit 926 Metern über dem Meer auf dem dritthöchsten Berg der Rhön. Die Wasserkuppe - mit 950 Metern der höchste Berg der Rhön - westlich von Ihnen. Sie erkennen sie an dem kugelförmigen Radarturm auf dem Gipfel. Wie schon beschrieben, erhebt sich der ebenfalls 928 Meter hohe Kreuzberg im Süden des Heidelsteins. Weit darüber hinaus sehen Sie im Südosten die beiden Kraftwerk-Kühltürme bei Schweinfurt und im Westen sehen Sie weit hinein nach Hessen. Übrigens liegt die Landesgrenze direkt am Westhang des Heidelsteins.

Vom Turmplateau aus, gehen Sie -
links am umzäunten Turm-Areal
vorbei
- weiter (Weg Nr. 1). Nach der Umzäunung erreichen Sie ein kleines geteertes Sträßchen, an dessen Anfang ein Steinbildnis steht. Gehen Sie auf dem Sträßchen etwa 300 Meter geradeaus. Rechts und links steht hier etwas Wald, der aber nach einer Weile wieder endet. Jetzt würde das Sträßchen nach links unten weiter führen. Gehen Sie jedoch - an der Schranke vorbei (Hinweisschild "Gesperrt für Radfahrer") - auf dem Weg leicht rechts geradeaus weiter.

KreuzJetzt geht es mehr als einen halben Kilometer am Nordrand des Gipfelrückens entlang. Rechts von Ihnen steht ein lang gezogenes Wäldchen. Nach links bietet sich von hier aus ein weiter Ausblick nach Norden und Nordwesten über den hessischen Teil der Rhön. Unzählige Hügel und Bergkuppen tun sich vor Ihnen auf. Nach ein paar Hundert Metern erreichen Sie dann ein Schild, dass auf die "Totengedenkstätte des Rhönclubs" hinweist. 50 Meter geht es in einem Linksbogen nach hinten zu dem Ruhe-Ort mit Metall-Kreuz (Bild). Hier oben sind auch Sitzbänke und Tische für eine Brotzeit. Sie sehen nicht weit davon entfernt übrigens auch einen alten historischen Wegweiser aus Holz (Bild nächster Absatz). Des Weiteren befindet sich dort auch ein Gedenkkreuz zur ehemaligen Teilung der Rhön durch die einstige innerdeutsche Grenze. Es ist aus original Zaunmaterial von den alten Grenzbefestigungsanlagen der DDR geformt (Bild).

Von der Gedenkstätte aus folgen Sie dann dem historischen Wegweiser. Wenn Sie direkt vor ihm stehen, geht es nach links weiter in Richtung "Schweinfurter Haus".
Es leitet Sie das Symbol
mit einem roten ausgefüllten Dreieck, das an einem der nächsten Bäume wiederholt wird
() und eine 8 auf blauem Grund (). Jetzt fällt der Weg über einen Kilometer lang stetig bergab und erneut öffnet sich ein weiter Ausblick von Norden bis zum Südosten. Östlich sehen Sie übrigens - über Bad Neustadt an der Saale hinweg - die beiden Gleichberge und - ganz klein daneben den Straufhain, der im Mai HINTERINDIEN.DE-Thema des Monats war und von dem Sie die Gleichberge aus östlicher Richtung betrachten konnten. Wandern Sie also über die weiten Blumenwiesen wieder hinab, bis Sie nach einer ganzen Weile unten auf eine Landstraße treffen. Überqueren Sie diese und gehen dann gleich nach rechts weiter.

2. LandstraßeJetzt geht es noch cirka 600 Meter weiter geradeaus hinunter, bis Sie sich der nächsten Landstraße nähern. Kurz bevor Sie diese erreichen, treffen Sie auf einen neuen Wegweiser - jetzt heißt es "umsatteln". Von nun an folgen Sie dem Weg Nr. 4 (). Hier ist auch der Holzberghof beschildert. Gehen Sie also nach rechts. Dieser Weg führt Sie jetzt dann über die zweite Landstraße hinweg (Bild).

Auf der anderen Seite geht es jetzt ein weites Stück geradeaus. Dieser Weg ist wieder ein breiter Feldweg. Er führt ein langes Stück an einem Waldrand entlang und beschreibt dann eine große Linkskurve. Rechts oben bleibt weiterhin immer der Heidelstein-Sendemast im Blickfeld und bietet eine optische Orientierung. Der Waldrand links umfasst übrigens ein tief eingeschnittenes Seitental, aus dem Sie einen Bach rauschen hören. Nachdem der Weg die weite Kurve nach links herum gemacht hat, öffnet sich auch der Wald und gibt einen Blick hinunter ins das Bach-Tal frei. Direkt an der Kante befinden sich einige alte Buchen, von der eine mit ihrem uralten Stamm besonders heraus sticht. Der Blick öffnet sich aber noch weiter und Sie sehen unten am Fuß des Bergmassivs den Ort Ginolfs.

Nach einer Weile sehen Sie ein paar hundert Meter vorne eine Scheune. Ca. 500 Meter vor dieser Scheune treffen sie auf einen Wegweiser, der nach rechts oben in Richtung Bischofsheim führt. Jetzt treten Sie den Rückweg an. Es weist Sie auf dieser Etappe ein liegender blauer Tropfen (). Jetzt steigt der Weg wieder einmal an. Gehen Sie am Waldrand entlang. Der Wald liegt links von Ihnen. Nach einem halben Kilometer wechseln die Seiten. Sie überqueren eine Art Kreuzung, an der sich Wald und Wiesen kreuzen. Es geht weiter geradeaus bergauf. Jetzt liegt der neue Waldrand rechts von Ihnen. Und immer steigt der Weg hier leicht bergan. Sie kommen an zwei Wegweisern am Waldrand und weiter oben an einer Sitzgruppe vorbei, bei der eine Tafel über Klima und Bewuchs der Rhön informiert. Gehen Sie immer daran vorbei, denn Insgesamt geht es hier etwa einen halben Kilometer weit geradeaus, bis der Waldrand ganz oben eine Ecke macht. Erst hier oben biegt
ein Weg nach rechts ein und führt kurz durch den Wald. Auch wenn hier zwei Wege zum Holzberghof zurückführen und der Weg durch den Wald 2,8 km - also ein bisschen länger als der andere ist - biegen Sie hier auf den Weg durch den Wald ab.

Der Heidelstein-TurmDieser schöne Weg führt dann hinaus über eine Wiesenkuppe (Höhe 882 Meter), die wieder einen guten Ausblick und damit Orientierung gibt. Auch der Heidelstein-Sendemast ist jetzt wieder im Blickfeld (Bild). Gehen Sie dann geradeaus weiter - wiederum an einem Waldrand und einigen alleinstehenden Bäumen vorbei - bis Sie nach etwa einem Kilometer die nächste Landstraße erreichen. Hier schließt sich dann nämlich der Kreis. Überqueren Sie diese und biegen nach cirka 100 bis 150 Meter nach links wieder in den (leicht sumpfigen) 9er-Wiesenpfad ein), der Sie anfangs zum Heidelstein-Gipfelrücken geführt hat. Jetzt heißt es also wieder "aufpassen", wegen dem sumpfigen Untergrund. Sie gehen wieder kurz parallel zur Straße und überqueren wieder die kleine Holzbrücke. Dann biegt sich der Weg wieder etwas nach rechts, bis er auf den nächsten Schotterweg mündet. Hier sind Sie anfangs von rechts aus gekommen.

Jetzt heißt es jedoch: Geradeaus weitergehen, obwohl dort kein Schild steht. Hier führt direkt gegenüber der Einmündung Ihres Wiesenpfades in den Schotterweg ein Wiesenpfad geradeaus weiter. Etwa 70 Meter weiter steht in der Wiese nahe des Waldrandes ein weißer Pfahl, an dem der Weg vorbei führt. Dieser Pfad führt teilweise auf Bretter-Brücken entlang - unter sich hören Sie kleine Bächlein plätschern. Immer geradeaus geht es durch Wiesen, Büsche und an Bäumen vorbei, bis der Weg direkt in den Wald führt. Im Wald überquert der Weg dann einen weiteren rauschenden Bach und biegt dahinter nach rechts hinunter, wo er sich dann wieder links vom Bach hält. Es geht ein Stück durch eine kleine Senke. Nach einer Weile steigt er nämlich dann wieder - über einige Wurzeln und Steine hinweg - deutlich an. Jetzt ist es nicht mehr weit bis zum Parkplatz: Erst erreichen Sie den unteren und - noch ein Stück links hinauf - und Sie erreichen wieder den oberen Parkplatz, an dem vorne die Pavillons mit den Infotafeln stehen, und der den Start- und Zielpunkt der Heidelstein-Tour markiert.

Die Länge des hier beschriebenen Weges beträgt etwa 12,7 Kilometer. Wichtig sind bei dieser Tour feste - am besten wasserdichte - Schuhe, da eine Etappe über sehr feuchte Wiesen führt. Die von HINTERINDIEN.DE beschriebene Tour wird etwa 3 bis 3 1/2 Stunden dauern. Ein Gasthaus befindet sich nur in der Nähe des Start- und Zielpunktes.

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>> Unser Bildteil zeigt Ihnen Impressionen
vom Hochplateau auf dem Heidelstein <<