Es ist Sommer im HINTERINDIEN.DE-Land. Endlich herrscht auch auf den hohen Fichtelgebirgsgipfeln warmes Wetter. HINTERINDIEN.DE hat den Großen Kornberg im nordöstlichen Teil des Fichtelgebirges als Juli-Thema für Sie auserkoren.

NEU: Um das nordost-oberfränkische Dorf Niederlamitz, den dortigen alten Bahnhof und den Gasthof „Wustung“ – den Ausgangspunkt dieser Tour – erreichen, empfiehlt HINTERINDIEN.DE den Routenplaner www.map24.de. Geben Sie als Zieladresse einfach den „Grünlohweg“ in „95158 Niederlamitz“ ein. Von ihm aus zweigt die Bahnhofstraße dann direkt ab.

Nachdem Sie nun Ihren Wagen beim alten Bahnhof (Ansicht des Startpunktes) geparkt haben, führt der Weg mit weißem „N“ auf rotem Grund () quer durch den Hof des Gasthofes „Wustung“. Verlassen Sie den Hof über die Auffahrt, die hoch zur gegenüberliegenden Straße führt. Hier finden Sie auch eine Wandertafel, die einen guten Überblick über das Kornbergmassiv gibt. An der Tafel vorbei führt der -Weg als breiter Wanderpfad in den Wald hinein, steigt dabei ganz leicht an und überquert mehrere Forstwege. Der gesamte Wanderweg ist übrigens mit vielen Ruhebänken gesäumt.

ZigeunersteinNachdem Sie den Weg schon fast einen Kilometer weit gewandert sind, treffen Sie auf ein Hinweisschild nach rechts zum „Zigeunerstein / Wackelstein“. Diese Steinformationen sind nicht zu übersehen. Nur 50 Meter rechts vom Weg türmen sich die Felsen auf, die den Eindruck erwecken, einst von Riesen aufgetürmt worden zu sein. Nehmen Sie sich ruhig Zeit, die tonnenschweren Brocken zu bestaunen. Der ganz große Brocken obenauf wirkt, als wackele er und fiele tatsächlich gleich herunter.

Ruine HirschsteinLeicht mit Felsbrocken gepflastert, führt der -Weg dann weiter bergauf. Er überquert eine breite Waldschneise, auf der sich über viele Jahre eine Art „Heide-Landschaft“ gebildet hat. Folgen Sie auch hier dem Weg immer weiter bergaufwärts. Nach einiger Zeit treffen Sie auf weitere Felsen, die plattenförmig aufeinander liegen – sie ähneln ein bißchen dem Rudolfstein. Und kurz danach stoßen Sie zusätzlich auf altes Gemäuer. Hier handelt es sich um die „felslichen Überreste“ der Ruine „Hirschstein“. Sie lädt zum Verweilen ein und bietet einen schönen Ausblick in Richtig Süd-Südwest. Beachten Sie auch die eindrucksvolle Westmauer der Ruine. Sie fällt fast senkrecht cirka 30 Meter ab in die Tiefe. Geben Sie also gut acht auf der Felsruine.

SchönburgwarteNach der Ruine steigt der Weg nun stetig bergaufwärts zum Gipfelplateau des Kornberges. Auf 827 Metern über dem Meeresspiegel stehen dort zwei Türme. Einerseits die „Schönburgwarte“ – ein Aussichtsturm mit weitem Rundblick über das Nordost-Fichtelgebirge (siehe Bildteil). Andererseits der einstige „Abhörturm“ der Bundeswehr – ein Relikt des Kalten Krieges. Letzterer ist heute nur noch eine Bauruine, die weiträumig abgezäunt ist. Ersterer – die „Schönburgwarte“ – lädt zum Besteigen ein. Lassen Sie dort oben Ihren Blick schweifen: vom Keiserwald in Tschechien über die Kösseine im Süden bis zum Fichtelgebirgs-Zentralmassiv mit dem Schneeberg im Südwesten. Bei ganz klarem Wetter lassen sich nordöstlich vielleicht der Keilberg und der Fichtelberg im Erzgebirge ausmachen.

Wenn Sie aus der „Schönburgwarte“ wieder heraustreten, gehen Sie bitte zweimal nach rechts herum. Hier führt der -Weg dann gleich beim ersten Wegweiser weiter zur „Vorsuch-Hütte“. Ab jetzt geht es wieder bergab und ein Stück auf der Ostabfahrt-Skipiste hinunter. Auf halber Höhe der Skipiste biegt er dann nach rechts ab. Anschließend überquert der Weg wieder ein paar Forstwege – hält sich bei einer Abzweigung dann links – und führt direkt hinunter zur „Vorsuch-Hütte“.

immer geradeaus ...Dort erreichen Sie eine kleine Teerstraße. Sie führt am Haus vorbei bergab. Direkt an der Ecke vor der Hof-Einfahrt der „Vorsuch-Hütte“ verlassen Sie nun den -Weg und folgen ihm nicht nach links. Gehen Sie auch nicht auf der Teerstraße bergab, sondern biegen Sie rechts auf den geradeaus – leicht ansteigenden – Forstweg ab. Dieser führt nun etwa 3 Kilometer lang in Richtung Niederlamitz. Ein Stück weit wird der vorerst nicht beschilderte Weg dann von einem „Querbalken-Weg“ () begleitet. An einer Wegkreuzung biegt dieser dann aber links ab. Gehen Sie immer geradeaus weiter. Nach einer schier endlosen geraden Strecke, die übrigens als Radrundweg um den Kornberg führt, erreichen Sie dann nach einer Wiese die ersten Häuser von Niederlamitz.

Folgen Sie der Ortsstraße hinunter – an einem auffälligen Granitbrunnen vorbei – ins Ortszentrum. Hier erreichen Sie wieder den Bahnübergang und rechts den alten Bahnhof mit dem Gasthof „Wustung“, dem Ausgangspunkt dieser Tour.

Die Länge des Rundweges beträgt etwa 8,6 Kilometer. Dieser Weg steigt zwar während der ersten Hälfte stetig an, doch die Steigungen sind moderat. In der Zeit von etwa zweieinhalb Stunden ist er gut zu schaffen.

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