Mit viel Nebel und Schnee führt der Januar ins neue Jahr hinein. Dass sich das Wandern in eisigen Wäldern zu eisigen Gipfeln hinauf aber lohnt, beweist Ihnen HINTERINDIEN.DE mit der „Märchenturm im Eiswald“-Tour im Januar 2004.

Wir schicken Sie HINTERINDIEN.DE an eine der Nordspitzen Frankens. Wandern Sie mit HINTERINDIEN.DE auf den 792 Meter hohen Wetzstein, der unmittelbar hinter der Landesgrenze auf thüringischem Gebiet liegt. Die Tour startet an einem kleinen Wanderparkplatz – einen Kilometer nördlich des südthüringischen Dorfes Brennersgrün. (Beachten Sie hierzu auch das erste Bild im Januar-Bildteil.)

Auf der dem Parkplatz gegenüber liegenden Straßenseite – von Brennersgrün kommend links – führt ein Forstweg durch eine Schranke in den Wald hinein. Diesem folgen Sie immer geradeaus. Lassen Sie dabei die Stille und die Einsamkeit, des Winterwaldes auf sich wirken, während an rauhen Tagen nur wenige Wanderer Ihren Weg kreuzen. Nach etwa zwei Kilometern trifft dieser Forstweg auf den berühmten Rennsteig, der sowohl mit einem weißen R als auch mit neueren Holztafeln gekennzeichnet ist.

Kurz nach der Rennsteig-Einmündung treffen Sie dann auf das „Jagdhaus“, ein paar Holzunterstände neueren Datums, die Ihnen bei Bedarf eine Gelegenheit zur kurzen Pause geben. Beachten Sie im Umfeld des „Jagdhauses“ bitte auch die schön gestalteten Info-Tafeln, die Ihnen das Thema Wald näherbringen möchten.

Von hier aus führt der Weg weiter geradeaus, bis er auf eine große Wegkreuzung mit einem großen Wegweiser stößt (Bild rechts), dem„Stern“. Wenn Sie genügend Zeit „im Gepäck“ haben, lohnt sich ein Abstecher nach links, der Sie direkt an die ehemalige deutsch-deutsche Grenze führt. (Nach diesem Abstecher ist es aber wichtig, wieder hierher zurück zur großen Wegkreuzung zu laufen.) Um zum Wetzstein zu gelangen, biegen Sie nämlich nach rechts in einen Weg ein, der ganz behutsam ansteigt.

Nach etwa 200 bis 300 Metern führt ein Pfad nach rechts hinauf zum Wetzstein. Achten Sie bitte auf den Wetzstein-Wegweiser, der nach rechts bergaufwärts weist. Der Pfad führt Sie nun bergaufwärts bis Sie auf einen Querweg mit Wegweiser (Bild links) stoßen, den Sie bitte nach links in Richtung Wetzsteinhütte gehen. Hier kommen Sie später nach der Überquerung des Gipfelplateaus über den Aussichtspunkt wieder an. Wie bereits oben erwähnt, erreicht der Wetzstein eine Höhe von 792 Metern und ist demnach fast gleich hoch wie der Döbraberg im Frankenwald, der vom Aussichtspunkt aus auch gut zu erkennen ist. Markant ist auf dem Wetzstein jedoch der komplett neu gebaute „Altvater-Turm“, benannt nach dem nordmährischen „Altvater-Gebirge“. Eine Zeit lang war der Bau dieses wahrhaft märchenhaft anmutenden Turmes aus finanziellen Gründen zum Erliegen gekommen. Doch sind die Hürden heute längst überwunden und Sie können den Turm besteigen. Sollte er einmal unerwartet geschlossen haben, können Sie auch von den Aussichtspunkten am Gipfelplateau weite Blicke genießen. Sie erreichen dann den Aussichtspunkt, wenn Sie vom „Altvater-Turm“ wieder zurück zur Wetzsteinhütte gehen. In der Nähe der Hütte(n) führt Sie ein kleiner Wegweiser an alten militärischen Abhörantennen vorbei zum Aussichtspunkt.

Heute zählt der „Altvater-Turm“ auf jeden Fall zu einem der allerschönsten Aussichtstürme. Im Inneren sind viele Informationstafeln und Bilder zum Turm und von seiner Aussichtsplattform können Sie einen sagenhaften Rundblick genießen, auf den Sie sich schon während des Wanderns freuen können. Angeblich soll an Tagen mit besonderer Fernsicht vom Wetzstein aus sogar das Völkerschlacht-Denkmal in Leipzig zu sehen sein. Sollten Sie die Gelegenheit haben, davon vom Wetzstein aus ein Foto zu machen, dann senden Sie es z. B. per E-Mail an HINTERINDIEN.DE. Dann wird es hier mit Ihrem Namen veröffentlicht.

Zurück zum Wanderparkplatz – nördlich von Brennersgrün – führt Sie der gleiche Weg, der Sie hoch zum Wetzstein geführt hat. Passen Sie besonders am „Stern“ gut auf, um ohne Verzögerungen – nach etwa 2 Stunden – wieder zurück zum Ausgangspunkt gelangen.

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>> Unser Bildteil zeigt Ihnen Impressionen
vom Wetzstein <<