Meist ist der Dezember in Franken noch vom Spätherbst geprägt. Doch dieses Jahr ist es anders, bereits Ende November hielt der Winter Einzug in Franken. Genießen Sie bei der HINTERINDIEN.DE-Dezember-Tour 2005 einen weiten Ausblick von der Radspitze über weites verschneites Land.

Um den Startpunkt dieser Tour zu erreichen, empfiehlt Ihnen HINTERINDIEN.DE den Routenplaner www.map24.de. Geben Sie als Zieladresse "Vogtsplatz, 96364 Marktrodach (Seibelsdorf)" ein. Gleich rechts oben - im Anschluss an den kleinen länglichen Platz - finden sich auch ausreichend Parkplätze, auf denen Sie Ihren Wagen abstellen können. Hier ist der Startpunkt der HINTERINDIEN.DE-Dezember-Tour 2005.

Von Parkplatz aus geht es auf einer kleinen Teerstraße aus dem Ort Seibelsdorf hinaus. Sie führt etwa einen halben Kilometer weit - durch umzäunte Wiesen und Felder - direkt auf die Frankenwaldkante samt Radspitze zu. Am Waldrand findet sich dann noch einmal ein weiterer Parkplatz für Wanderer. Diese Anfangs-Etappe von Seibelsdorf über die Wiesen und Felder lohnt sich übrigens während aller Jahreszeiten zur Einstimmung auf die Radspitz-Tour.

Am Waldrand treffen Sie auf eine Wandertafel, die Ihnen einen Überblick über das Radspitz-Wandergebiet verschafft. Hier wählen Sie nun von drei möglichen Wegen: den rechten Weg. Er ist der anfangs noch geteerte, dann aber geschotterte Fahr-Weg hoch nach Mittelberg und steigt am Anfang auch gleich kräftig an. Er macht weite Kurven - anfangs nach rechts - bis Sie nach einer Weile an eine Abzweigung gelangen, an der ein Weg nach rechts vorne weiterführen würde. Gehen Sie hier aber nach links oben auf dem Fahr-Weg weiter bergauf. Nun befindet sich der steile und immer höher werdende "Abgrund" zu Ihrer Linken. Sie gewinnen rasch - und dennoch relativ bequem - an Höhe. Geben Sie acht auf vorbeikommende Autos, die hoch nach Mittelberg fahren.

Je weiter es dann nach oben geht, desto dicker wird die Schneeschicht auf den Bäumen, wie Sie im Bildteil gut sehen können. Weit oben kommt dann eine Abzweigung nach links, die bereits zu den ersten Häusern von Mittelberg (Schild: Haus 1) weist. Wandern Sie jedoch auf der jetzt wieder geteerten Straße (rechts) weiter bergauf. Sie führt direkt durch den kleinen Ort Mittelberg auf über 600 Metern Höhe. Und es geht noch ein kleines Stück weiter hinauf: Kurz vor dem oberen Ortsende sehen Sie linker Hand die Radspitz-Wanderhütte, die zeitweise geöffnet ist. Doch unser Weg führt Sie von hier aus leicht rechts - auf dem Weg direkt am auffallend türkisen Stall vorbei - höher auf den Berg hinauf.

Nach dem Ortsende führt der Weg als von Hecken gesäumter Hohlweg hinauf aufs Höhenplateau. Halten Sie sich hier links. Dieser Hohlweg "öffnet" sich dann langsam wieder und Sie treffen auf eine Abzweigung: Hier geht es links weiter bis zum Waldrand, an dem Sie wiederum den Weg nach links wählen, auf den übrigens mehrere Wegweiser weisen. Hier finden Sie auch das kleine Marienbildnis, das Sie im Bildteil etwas größer betrachten können. Ein Stück geht es jetzt durch den Wald, bis - kurz nach einer Bank - ein Weg nach rechts zum Radspitz-Turm auf 678 Metern Höhe führt.

Hier lohnt es sich, die Stufen des Turms hoch zu steigen. Denn beim dem weiten Ausblick nach Südosten in Richtung Fichtelgebirge, nach Süden zur Fränkischen Schweiz und nach Westen in Richtung Kronach werden Sie die körperlichen Anstrengungen auf Anhieb vergessen. Was die Sicht so eindrucksvoll macht: Der Höhenunterschied zwischen Seibelsdorf im Tal und dem Radspitz-Gipfel beträgt fast 300 (steile) Höhenmeter. Wenn Sie wieder vom Turm herunter gestiegen sind, führt der Weg dann - in die entgegengesetzte Richtung, aus der Sie gekommen sind - weiter, und trifft dort nach etwa 50 Metern auf eine Rechtskurve. Auf dieser geht es dann auch nach rechts weiter. An der Kurve öffnet sich links unten eine Waldschneise, die im Sommer von Drachenfliegern genutzt wird. Hier haben Sie einen direkten Blick steil hinunter ins 300 Meter tiefer liegende Tal auf Seibelsdorf.

Gehen Sie dann aber - wie beschrieben - die Rechtskurve, die auf einen geraden Weg leicht abwärts weiter führt. Geradeaus geht es über eine Kreuzung hinweg. An der zweiten Kreuzung biegen Sie dann unbedingt auf den Forstweg nach links ab. Dieser Forstweg führt nun etwa 400 Meter gerade über den Bergrücken hinweg, bis er dann (vorne an der Bergkante: rechter Weg) bergabwärts führt. Jetzt geht es rechts am Hang entlang. Links ist also der Abgrund ins Tal.

Abwärts geht es zum Glück sanfter als aufwärts. Nachdem es dann schon etwa 500 Meter lang bergab ging, trifft der Weg auf eine Kreuzung, an der Sie jetzt scharf nach links abbiegen (Weg mit grüner 9). (Zur Orientierung: Hier steht eine Bank an einem Laubbaum.) Damit schlagen Sie wieder die Richtung zurück zum Parkplatz am Waldrand ein. Und von nun an geht es ziemlich geradeaus immer weiter bergab. Nach etwa einem Kilometer kommt eine leichte Kurve, dann geht es noch einen halben Kilometer weiter - unter anderem an einer kleinen Hütte mit Fischteich vorbei -, bis Sie wieder den Wanderparkplatz am Waldrand erreichen. Von diesem geht es jetzt wieder rechts auf die Teerstraße - die durch die dem Frankenwald vorgelagerten Wiesen und Felder - direkt nach Seibelsdorf, dem Start- und Zielpunkt dieser Tour, zurück führt.

Die Länge des hier beschriebenen Weges beträgt knapp über 7 Kilometer und hat am Anfang eine stetige Steigung. Die von HINTERINDIEN.DE beschriebene Tour wird etwa 2 Stunden dauern.

Der HINTERINDIEN.DE-Service: Drucken Sie die Ausdruck-Version dieses Monatsthemas als Wanderführer aus.

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rund um die Radspitze im Winter <<