Im August führt Sie HINTERINDIEN.DE nach Arzberg in den östlichsten Teil Frankens, nahe an der tschechischen Grenze. Hier war es der einstige Zuckerschmuggel, der dem 632 Meter hohen Kohlberg den Beinahmen Zuckerhut eingebracht hat. Er ist zwar von der Form her überhaupt nicht so markant wie sein bekannter Bruder in Rio de Janeiro, aber er ist ganze 247 Meter höher! Und - das hat er mit dem Brasilianer gleich - er bietet eine weite Aussicht.

In der Stadt ArzbergUm den Startpunkt der August-Tour 2006 zu erreichen, empfiehlt Ihnen HINTERINDIEN.DE den Routenplaner www.map24.de. Klicken Sie hier bequem zu map24. Diese Straße führt aus der Fichtelgebirgsstadt hinaus in Richtung Mitterteich (und Schirnding). Es geht dann in Kurven bergauf. Links sehen Sie an einer Einfahrt einen ausgestellten Bergwerk-Schienenwagen - bleiben Sie hier auf der Hauptstraße und fahren weiter bergauf. Nach insgesamt etwa einem Kilometer trifft die Straße oben auf dem Bergsattel an eine Einmündung nach Seedorf, die links weg führt. Gleich nach dem Abbiegen biegen Sie dann schon wieder nach rechts in den Wanderparkplatz ein. Davor steht zur Orientierung ein alter Granit-Kilometerstein - diesen sehen Sie auf dem nächsten Bild. (Vorne direkt am Parkplatz treffen Sie - bei der Holzbank-Sitzgruppe - auf eine Wandertafel mit Übersichtskarte.)

Kilometerstein vor dem ParkplatzWenn Sie Ihren Wagen abgestellt haben, gehen Sie wieder vor zur Straßeneinmündung. Da der 3er-Weg, der vom Parkplatz aus im Wald ein Stück hinunter führt, zu verwildert ist, empfehlen wir, vorne auf der Straße links hinunter (Richtung Marktredwitz) abzubiegen. Hier gehen Sie am linken Straßenrand ca. 450 Meter entlang, bis Sie auf das Schild treffen, bei dem der 3-er-Weg () wieder (von links aus dem Wald kommend) auf die Straße führt. Überqueren Sie mit dem 3er-Weg die Straße nach rechts hinüber.

Auf der anderen Seite treffen Sie dann auf einen schönen alten Wegweiser aus Holz, auf dem der Feisnitzspeicher und die Waldenfelswarte angeschrieben sind - also die beiden Highlights dieser Tour. Auf einem Wiesenweg geht es schnurgerade weiter zwischen Wiesen und Feldern hindurch. Nach einer Weile erreichen Sie den Weiler Theresienfeld mit seinen wenigen Häusern. Kurz davor biegt der Weg noch einmal nach links und führt auf die kleine Teerstraße. Auf ihr geht es nach rechts zu den drei Häusern hin und an ihnen vorbei.

Blick über die Schulter zurück auf des letzte Haus von TheresienfelsNach dem letzten Haus von Theresienfeld biegt der 3er-Weg () nach rechts - gerade auf die kleine Scheune am Waldrand zu - ab. (Der Wegweiser ist wackelig und könnte inzwischen umgefallen oder versetzt worden sein. Orientieren Sie sich deshalb einfach an der Scheune.) Unweit links der Scheune führt der 3er-Weg geradeaus in den Wald hinein. Dort geht es auf einem breiten Waldweg erst mal immer geradeaus durch einen lichten Fichtenwald mit viel Moos auf dem Boden weiter. Und immer wieder zeigt sich auch der 3er-Wegweiser. Nach etwa einem halben Kilometer überqueren Sie dann einen Schotterweg, der von rechts oben nach links unten führt, und gehen geradeaus weiter bis Sie kurz danach wieder an eine Wegkreuzung gelangen, auf der der 3er-Weg nach rechts oben führen würde. Hier gehen Sie jedoch nach links unten weiter und folgen dem neuen Wegsymbol: .

Schöne Sitzgruppe aus HolzbänkenDer blaue Zweibalken-Weg führt also leicht bergab. Kurz später mündet er dann in den von oben kommenden Schotterweg. Gehen Sie auf diesem nach rechts weiter. Nach einer Weile hören Sie es schon etwas rauschen und auch manche der Badegäste am See. Dorthin führt Sie dieser Weg (kurz davor nach links knickend) auch direkt, bis hin zum Gasthaus "Seeklause". Hier können Sie bis hin zum Damm und einen ersten Blick auf den Stausee werfen. Weiter geht es jedoch ein Stück oberhalb der "Seeklause". Gehen Sie vom Damm also wieder herauf. Oben, wo Sie aus dem Wald herausgekommen sind, führt nun - unweit der schön gelegenen Holzbank-Sitzgruppe (Bild) - ein neuer Wanderweg am rechten Ufer des Sees entlang weiter. Er hat einen blauen Punkt: und führt durchs Röslau-Tal.

Auf diesem Weg zeigt sich Ihnen erst der ganze Charme des Feisnitzspeichers. Der See schmiegt sich idyllisch an den Südwestrand des Kohlberges, liegt in ruhigen Auen und bietet viele lauschige Plätze zum Baden. (Mehr Bilder vom See gibt es im Bildteil zu dieser Tour.) Und es geht fast einen dreiviertel Kilometer am Seeufer entlang, bis Sie den Damm am Anfang des Stausees erreichen. Wie wärs, wenn Sie die Füße einfach ein bisschen ins Wasser halten? Vorne am Damm geht es auf dem Blaupunkt-Weg () geradeaus weiter und auf einem breiten Schotterweg leicht bergab. Doch Vorsicht: Kurz bevor dieser Weg die Talsohle erreicht, weist ein Wegweiser nach rechts auf einen dünnen Pfad (anfangs mit grünem Geländer) in den Wald hinein. Folgen Sie diesem Pfad.

Er führt immer auf halber Höhe parallel zum Talgrund im Wald entlang. Es öffnen sich immer wieder Aussichten nach draußen. Des Weiteren kommen Sie hier an einigen Ruhebänken vorbei, die zum Verweilen einladen. Nach fast einem Kilometer geradeaus - auch wieder über einen von oben kommenden Schotterweg hinweg - biegt der Weg auf einem neuerlichen Schotterweg waldauswärts und biegt nach 20 Metern außen am Waldrand gleich wieder rechts ab. Kurz darauf geht's aber wieder geradeaus in den Wald und gleich darauf erreichen Sie die Häuser von Elisenfels.

ElisenfelsKurz vor Elisenfels wurde aus dem Blaupunkt-Weg () eine kleine Teerstraße, die geradeaus an den ersten Häusern vorbei führt. Erneut hören Sie es rauschen, diesmal aber kräftiger. Und erneut führt unser Weg - ähnlich wie vorhin beim Feisnitzspeicher - vor der Kurve nach rechts oben. Gönnen Sie sich jedoch vor dem Aufstieg, auf der Röslau-Brücke kurz einen Blick auf das breite Stauwehr. Es ist auch im Bildteil zu dieser Tour zu sehen. Doch wie gesagt: Kurz bevor die kleine Teerstraße auf die Brücke führt, steigt der Weg rechts den Berg hinauf. Kehren Sie also - wenn Sie das Stauwehr von der Brücke aus betrachtet haben sollten - wieder vor die Kurve zurück um beim Geländer hinauf zu steigen. Das neue Wegsymbol ist ab jetzt eine 1 (). Auch die Waldenfelswarte ist hier bereits beschildert.

Oben am WaldrandDer Anstieg ist an dieser Stelle ist allerdings sehr steil und Kräfte zehrend. Lassen Sie sich genügend Zeit, denn es geht nicht sehr lange so steil bergauf. Ein Holzgeländer begleitet Sie auf dem Steilstück. Nachdem Sie die kräftige Steigung hinter sich gebracht haben, wird es oben schon wieder flach und nach einer Weile führt der Weg wieder zu einem Waldrand hinaus. Jetzt halten sich alle folgenden Steigungen wieder moderat. Sie haben das "härteste" Stück hinter sich gebracht. Außen biegt der Weg dann nach rechts oben ab. An den Bäumen rechts am Waldrand finden sich immer wieder Wegweiser. Überdies finden sich hier viele Informations-Täfelchen über die heimische Tier- und Pflanzenwelt.

Sanft geht es - wiederum an vielen Ruhebänken vorbei - immer leicht bergauf. Unweit des Täfelchens "Sommereiche" am oberen Eck des Waldrandes biegt der Weg links ab und führt also weiterhin außen am Waldrand entlang. Links rückt nun immer mehr die Stadt Arzberg ins Sichtfeld und mit ihr die Schlöte des stillgelegten Kraftwerkes in der Stadt. Nach einer Weile erreicht der Weg ein Eck des Waldrandes. Hier biegen Sie rechts um die Ecke ab und laufen weiter parallel zum Waldrand entlang. Die weißen 1er auf grünem Grund () weisen Ihnen immer gut sichtbar den Weg.

Die Waldenfelswarte hinter BäumenEin Stück geht es dann quer an einer Wiese entlang, bis der Weg oben wieder geradeaus in ein Waldstück führt. Dieses ist jedoch sehr licht, und Sie haben von hier aus den besten Blick auf die am Fuß es Berges liegende Stadt Arzberg. Nach cirka 200 Metern biegt der Weg jedoch nach rechts ab. Jetzt geht es endlich hoch zum Gipfelplateau des Kohlbergs, der aufgrund früherer Zucker-Schmugglerwege durch diese Wälder auch "Zuckerhut" genannt wird. Zum Glück steigt dieser sehr gerade Weg wieder nur leicht an, bis Sie oben auf eine erste Infotafel über den Kohlberg treffen. Jetzt ist es nicht mehr weit bis zum 632 Meter hohen Gipfel mit dem Aussichtsturm "Waldenfelswarte", den Sie kurz danach schon durch die Bäume sehen können.

Von der Waldenfelswarte aus werden Sie dann mit einem weiten Ausblick Richtung Westen (Schneeberg), Nordwesten (Waldstein), Norden (Kornberg), Nordnordosten (Asch) und Osten (Hohenberg a. d. Eger, Kappellenberg, Schönberg) belohnt. Der Turm ist zu jeder Zeit geöffnet und gut besteigbar. Hier können Sie das zweite Highlight dieser Tour genießen, bis es dann auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes weiter geht.

Vom Turm aus ist es nur noch einen Kilometer weit zum Siebenlindenberg-Parkplatz (Richtung "Trompetenberg"), der hier bereits angeschrieben ist. Das Symbol ist jetzt der Ihnen schon bekannte blaue Zweibalken-Weg (). Auf einem breiten Waldweg geht es also mit leichtem Gefälle geradeaus bergab. Nach einer Weile kommen Sie an einer kleinen steinernen Vogeltränke am Wegesrand vorbei. Eine Infotafel weist auf sie hin. Kurz danach biegt der 1er-Weg rechts ab. Ab jetzt richten Sie sich wieder nach der bekannten 3 (). Der 3er-Weg führt geradeaus weiter und erreicht dann den Waldrand. Hier sind Sie nun wieder auf dem Bergsattel an dessen anderer Seite der Wiesenfläche der Siebenlindenberg-Parkplatz liegt. An einer langen Hecke führt der Schotterweg wieder hinüber an die Hauptstraße samt Einmündung, hinter der (rechts) der Start- und Zielpunkt dieser Tour liegt.

Die Länge des hier beschriebenen Weges beträgt etwa 7 Kilometer. Da diese Wege fast alle im Wald verlaufen und die Länge überschaubar bleibt, lässt sich diese Tour gerade auch an heißen August-Tagen noch gut bewandern. Wichtig sind bei dieser Tour aber auch wieder feste hohe Schuhe wegen der möglichen Zeckengefahr. Die von HINTERINDIEN.DE beschriebene Tour wird etwa 3 Stunden dauern.

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>> Unser Bildteil zeigt Ihnen Impressionen
rund um den "Fränkischen Zuckerhut" <<