Erklärung der Hinweise Wenn man vom Itzgrund spricht, so ist das Tal der Itz gemeint, das sich von Coburg über Breitengüßbach bis hinunter nach Bamberg zieht. Hier befindet sich die "Nahtstelle" zwischen Ober- und Unterfranken. Und hier finden sich malerische, kleine fränkische Dörfer mit vielen Fachwerkhäusern, die sehr sehenswert sind. Ja mehr noch: Viele lauschige Winkel warten auf ihre Entdeckung.

Die Gemeinden im Itzgrund laden viele Radfahrer, Kajakfahrer und natürlich Wanderer in ihre Gebiete. Im Juli 2003 führte Sie HINTERINDIEN.DE schon einmal vom Itzgrund aus auf eine schöne Tour. Der Ort Untermerzbach war damals der Ausgangspunkt. Jetzt, im August 2010, folgt vom Untermerzbacher Ortsteil Hemmendorf aus eine klassische Itzgrund-Tour, bei der Sie modernen Umwelt-Kraftwerken begegnen.

WanderparkplatzStartpunkt der Tour ist der Wanderparkplatz in der Ortsmitte von Hemmendorf. Gleich von der Hauptstraße aus sehen Sie schon den geräumigen Parkplatz (Bild) an den Auen der Itz. Geben Sie in Ihr Navigationsgerät als Zieladresse einfach "Hemmendorf 19, 96190 Untermerzbach" ein. Alternativ dazu empfiehlt Ihnen HINTERINDIEN.DE Google-Maps. 
Wichtig: Klicken Sie hier direkt zu Google-Maps.

Altes BrauhausVom Parkplatz aus gehen Sie an die Einfahrt des Parkplatzes, an der ein Wegweiser an der Straße steht (Bild oben). Folgen Sie jedoch NICHT den Richtungen nach Kaltenbrunn oder Gleusdorf, sondern dem Wegweiser in Richtung "Aussichtspunkt Windräder". Überqueren Sie dazu achtsam die Straße und passieren Sie das wunderschöne "Alte Brauhaus" (Bild links), in dem sich eine Gaststätte (mit Außenbestuhlung) befindet. Eine Pflasterstraße führt anfangs - am Brauhaus und den weiteren alten Fachwerkhäusern vorbei - leicht bergan.

Weg hinter dem OrtAm Ortsende angekommen, gabelt sich der Weg: Wählen Sie hier den Weg ganz rechts, der vorerst noch mit Betonplatten ausgelegt ist und aus deren Zwischenräumen jedoch schon Grashalme wachsen. Dies ist, im Gegensatz zu den ausgeschlagenen Alternativen, auch der Weg, bei dem es erst einmal geradeaus entlang weiter geht. Sie wandern hier hinter dem Ort nun durch urtümlich erscheinende grüne Winkel mit vielen Hecken und Bäumen. Wild wuchert es hier aus allen Ecken - auch rund um den Waldtümpel, an dem Sie nach einer Weile vorbei kommen.

Seitental des ItzgrundesDanach verlässt Ihr Weg dann das Waldstück hinter dem Ort Hemmendorf und führt Sie über eine erste Kreuzung geradeaus weiter und hinaus zwischen den Feldern hindurch. Er hält sich dabei aber ganz unten im Tal; beidseitig steigen hier die sanften Hänge an (Bild). Sie befinden sich hier in einem länglichen, leicht kesselförmigen Seitental des Itzgrundes. Und nach einem Stück des Weges außerhalb des Waldstückes sehen Sie beim Blick nach rechts oben schon das erste große Windrad vom Berg herunter schauen.

AnstiegNach einer längeren Geradeaus-Etappe des Weges gehen Sie über die erste kleine Kreuzung geradeaus hinweg. Dann endet nach einem weiteren Stück der betonierte Weg und die folgenden Wege gabeln sich. Wählen Sie auch hier den rechten Weg, der nach kurzer Zeit eine scharfe Rechtskurve nach oben beschreibt. (Der weitere Geradeaus-Weg ist recht verwildert und von hohem Gras überwuchert.) Steigen Sie also mit dem Weg nach rechts eine relativ kurze Strecke steil bergan (Bild).

Zur Ecke des WaldesOben durchquert der
Weg eine Hecke und Sie kommen dort an einem neuen, einfachen, Jägerhochsitz vorbei.
Dann wird er sofort wieder flacher und führt zwischen Wiesen und Feldern
noch sanft nach oben
in Richtung einer Ecke
des Waldes.

Weg am Hang entlangVon hier aus bieten sich, wenn Sie sich umdrehen, schon erste, tolle Aussichten auf den Ort Lahm, die Eierberge und (im Hintergrund) den Staffelberg, einem der berühmtesten Berge Frankens. Dann führt der Weg, stellenweise mit einigem Gras bewachsen, am Hang entlang und parallel zum rechts unten verlaufenden Itzgrund. Sie erreichen dann eine Hecke, an der Ihr Weg auf einen schmalen, von rechts unten kommenden, geteerten Weg mündet. Biegen Sie hier nach links oben ab.

Es geht BergaufAnfangs ist der Weg noch geteert (Bild), weiter oben führt er in gepflasterter Variante an einem Waldrand entlang weiter. Hier geht es nun noch einmal deutlich bergauf. Doch lohnt es sich schon hier, sich ab und an, auch zum Verschnaufen, einmal umzudrehen, und den Blick über den Itzgrund zu genießen. Auch an heißen Sommertagen haben Sie übrigens die Chance, dass der Wind, der aus dem Itzgrund herauf weht, Ihnen hier oben ein wenig Abkühlung verschafft. Nicht ohne Grund tun oben auf dem Bergrücken Windkraftwerke ihren Dienst.

Blick zum WindradBeim Aufstieg kommen Sie auch noch einmal an einem Waldrand vorbei. Ziemlich weit oben, wandelt sich der bis hierher gepflasterte Weg zu einem Schotterweg und führt leicht nach rechts durch eine Hecke (großes Bild). Gleich danach biegen Sie mit dem Weg nach links oben ab und wandern also unbeirrt immer weiter bergauf in Richtung der unbestrittenen "Stars" dieser Tour: die großen Windkraftwerke auf dem "Oberen Berg".

Aufs Windrad zuEs geht einfach an einer sich links am Weg entlang ziehenden Hecke immer weiter bergauf, bis Sie oben wieder auf einen geteerten Flurweg treffen, der von links aus dem Wald heraus kommt. Biegen Sie auf ihm nach rechts in Richtung der Windräder ab und gehen Sie auf die großen Anlagen mit Ihren Rotoren zu, die hier in aller Stille Strom erzeugen, ohne Strahlung, Luftverschmutzung oder andere Bedrohungen für die Menschen. Sie nutzen einfach
die frei zur Verfügung stehende
Kraft des Windes.

Blick über den Itzgrund Genießen Sie hier den herrlichen Ausblick, der sich von hier oben aus weit über den Itzgrund hinweg bietet. So sind von hier aus unter anderem die Veste Coburg, der Thüringer Wald, der Staffelberg oder auch Kloster Banz gut zu erkennen. Folgen Sie anschließend dem geteerten Flurweg am Windrad vorbei geradeaus weiter in Richtung Recheldorf. Langsam beginnt der Flurweg, bergab zu fallen. Die Wegweiser am Wegrand können Sie getrost außer Acht lassen, da Sie einfach nur dem geteerten Flurweg folgen müssen.

Mit der Linkskurve gehenDann nähert sich der geteerte Flurweg in leichten Kurven und Bögen abwärts fallend dem nächsten Waldrand. Oben und dann noch einmal an der nächsten Hecke, kurz nach dem großen Strommast mit der Nummer 10, zweigen insgesamt drei Wege nach rechts von "Ihrem" Flurweg ab. (Auch Wegweiser zeigen dort hin.) Lassen Sie all diese Wege rechts liegen und biegen Sie mit "Ihrem" größeren, geteerten Weg der großen Linkskurve folgend (Bild) nach links unten ab.

Weg durch den WaldVon nun an folgen Sie ihm: Er führt stetig bergab und durch ein Waldstück (Bild), in dem er dann eine große Rechtskurve macht. An heißen Sommertagen werden Sie sicher dankbar für den Schatten sein, den der Wald Ihnen hier bietet. Dann geht es immer weiter bergab, bis der weiterhin geteerte Weg an einem von Weiden-Bäumen gesäumten Tümpel vorbei führt. (Also immer auf dem geteerten Weg bleiben und bergab gehen.) Ihm folgen Sie nun einfach in diesem großen Rechtsbogen bis zum Ort Recheldorf, den Sie schon ein ganzes Stück weit außerhalb schon sehen können. An den Weg bis zum Ort reihen sich noch einige weitere kleinere Tümpel.

Recheldorf (Hauptstraße)In Recheldorf selbst gibt es für Sie eigentlich nur eine Richtung: immer geradeaus. Achten Sie dabei auf den Verkehr, wenn Sie mitten im Ort die Hauptstraße (Bild) geradeaus überqueren. Dabei kommen Sie am Alten Schäferhaus und nach und nach an richtig urig-fränkischen Bauernhöfen vorbei (siehe Bildteil). Recheldorf ist fast beispielhaft für die malerischen kleinen Dörfer, die den Itzgrund so lieblich machen.

Überquerung der ItzNachdem Sie Recheldorf geradeaus durchschritten haben, überqueren Sie dahinter mit dem geteerten Weg die Itz (Bild). Zwischen Hecken und Bäumen, schlängelt sie sich hier durch ihr Tal. Es lohnt sich, auf der Brücke einfach mal Halt zu machen und den Blick über den gemächlichen Flusslauf schweifen zu lassen.

Im TalAuf der gegenüberliegenden Uferseite folgen Sie dann dem schnurgeraden, mit Betonplatten ausgelegten Weg (Bild), der in Richtung der anderen Talseite führt. Steigungen folgen von nun an keine mehr, denn jetzt folgt der ganz ebene Teil dieser Tour und es öffnen sich weite Blicke durch das lange Tal des Itzgrundes. Hier kann es im Sommer recht heiß werden und bei Gewittern zu Überflutungen kommen. Achten Sie deshalb gut auf die Wettervorhersage. Bei leichtem Regen kann diese Tour jedoch auch gewandert werden.

KläranlageAn der anderen Talseite angekommen, erreichen Sie eine moderne Kläranlage, um deren eingezäuntes Areal Sie bitte links herum gehen. Unmittelbar dahinter erreichen Sie einen geteerten Radfahr- und Wanderweg nahe der Bundesstraße B4, die Sie jedoch im Rahmen dieser Tour weder überqueren noch sonst betreten müssen. Denn unterhalb der Bundesstraße verläuft der schon erwähnte Radfahr- und Wanderweg des Itzgrundes, auf den Sie nach rechts einbiegen. Da er etwas unterhalb der Verkehrsader verläuft, entsteht kein großer Lärm und Sie sehen auch nicht ständig Fahrzeuge.

Nach LahmDer schmale, wiederum geteerte Radfahr- und Wanderweg führt - anfangs zwischen Hecken hindurch und im Anschluss an Bäumen entlang - geradewegs auf den Ort Lahm mit seinem markanten, dunklen Kirchturm zu. Sie können den Kirchturm nach einem weiten Linksbogen dann schon in der Ferne sehen. Beim Blick über die rechte Schulter haben Sie die Sicht auf die sich ausbreitenden, grünen Wiesen
des Itzgrundes.

Auf der LandstraßeKurz vor Lahm überqueren Sie mit dem (bereits in Richtung Hemmendorf, 0,5 km, beschilderten Weg) eine Landstraße, die von links von der B4 her führt. Auf der gegenüberliegenden Seite führt der schmale Weg nun zwischen der B4 und der Landstraße noch ein kleines Stück weit geradeaus, bis er dann nach rechts wieder auf die eben erst überquerte Landstraße mündet. Auf ihr ist bei weitem nicht so viel Verkehr wie auf der Bundesstraße. Folgen Sie nun der Landstraße an ihrer linken Seite in Richtung Talmitte.

Geteerter Überflutungs-FußwegJetzt sind Sie schon auf dem Endspurt dieser HINTERINDIEN.DE-Tour. Am linken Rand der Landstraße müssen Sie übrigens nur wenige hundert Meter gehen, da Sie rechts auf ein für den Itzgrund typisches Phänomen treffen: Überflutungs-Fußwege (Bild). Wechseln Sie also, mit Achtung auf den Straßenverkehr, über auf die rechte Straßenseite und besteigen Sie den Überflutungs-Fußweg, der Sie in etwa 50 cm Höhe an der Straße entlang, über die Wiesen des Itzgrundes führt (Bild).

HemmendorfEr folgt dem Kurvenverlauf der Landstraße bis zur Itz kurz vor dem Ort Hemmendorf. Überqueren Sie dort die Straßenbrücke über die Itz in den Ort und biegen Sie nach links in die Ortsmitte ab. Nach kurzer Gehzeit erreichen Sie wieder den Wanderparkplatz und damit den Start- und Zielpunkt dieser HINTERINDIEN.DE-Tour.

Die Länge der hier beschriebenen HINTERINDIEN.DE-Tour beträgt 7,3 Kilometer. Sie wird in etwa 2 Stunden zu bewältigen sein (ohne Einkehr-Zeiten).

Der HINTERINDIEN.DE-Service: Drucken Sie die Ausdruck-Version dieses Monatsthemas als Wanderführer aus.

>> Unser Bildteil zeigt Ihnen Impressionen
rund um den Itzgrund und die Windkraftwerke <<