Erklärung der Hinweise Südlich der Stadt Schwabach ranken sich um den Heidenberg nahe des kleinen Dorfes Obermainbach viele Sagen. Mit der neuen HINTERINDIEN.DE- Tour im April 2010 werden Sie einige der Sagenstationen kennen lernen und wenn Sie nach dieser Tour Lust auf mehr Sagen haben, lohnt es sich, den Sagenweg auch noch einmal separat als Wanderziel anzusteuern. Der Übersichtlichkeit halber und um manch weitere reizvolle Etappe in diesen Wäldern nicht unentdeckt zu lassen, führt Sie HINTERINDIEN.DE nur auf Teilen des Sagenweges, der sich durch diese typische mittelfränkische Landschaft zieht.

Am SchützenhausDer Startpunkt der April-HINTERINDIEN.DE-Tour befindet sich 300 Meter außerhalb des Dörfchens Obermainbach. Dort ist am Schützenhaus ein Wanderparkplatz, auf dem Sie Ihren Wagen abstellen können. Geben Sie in Ihr Navigationsgerät einfach "Ungerthaler Straße, 91126 Schwabach (Obermainbach)" ein. Alternativ dazu empfiehlt Ihnen HINTERINDIEN.DE den Routenplaner www.map24.de. Wichtig: Klicken Sie einfach hier direkt zu map24.

Ortseingang von ObermainbachStarten Sie die Tour, indem Sie vom Schützenhaus aus in Richtung des Ortes Obermainbach gehen. Gleich an der Straßengabelung am Ortsanfang zweigt die Ungerthaler Straße nach rechts in den Ort hinein ab. Folgen Sie ihr auch im Ort immer geradeaus, bis Sie auf eine Straßenkreuzung treffen. Halten Sie sich einfach geradeaus und schon erreichen Sie eine Brücke und einen breiten Feldweg, der aus Obermainbach hinaus führt.

In Richtung WaldDieser breite Feldweg gabelt sich kurz nach der Brücke. Wählen Sie den linken Weg. Er führt erst über die offene Landschaft mit Wiesen und Feldern hinweg und steuert auf den gegenüberliegenden Waldrand zu. Er führt an diesem und an einer Baumschonung entlang und erreicht eine weitere Ecke des Waldes.
Auch dort geht Ihr Weg geradeaus weiter und an einem weiteren Waldrand entlang, von dem sich nach rechts hin Felder ausbreiten. Es handelt es sich hierbei um eine große, viereckige Waldlichtung.

An der Lichtung entlangAm oberen Ende dieser Lichtung erreichen Sie eine große Wegekreuzung, wählen Sie den mittleren Weg und gehen Sie auf diesem weiter geradeaus (an einem Baum zeigt sich ein stark verwitterter Wegweiser, auf dem leider nichts mehr erkennbar ist). Nach nur 50 Metern im Wald gabelt sich der Weg noch einmal: Wählen Sie hier den rechten Weg, der im Prinzip weiter geradeaus führt. Sie sehen, die erste Hälfte dieser Tour führt erst einmal immer geradeaus von Obermainbach aus in Richtung Süden.

Wegstation mit SagentafelDieser Teil der Tour führt wieder durch einen der, für Mittelfranken recht typischen, ebenen und recht lichten Kiefernwälder. Nach einer Weile erreichen Sie die erste Sagentafel des Sagenweges (Station Nr. 17 - Bild) auf der die "Sage der 13. Speiche" erzählt wird. Im Anschluss überqueren Sie, bitte achtsam, mit dem Sagenweg eine schmale Waldstraße.

Am Kupferweiher entlangSagenwegAuf deren gegenüberliegender Seite steht die nächste Sagentafel auf der die "Sage von den Schlotfegern zum Marterl am Kupferweiher" (Station Nr. 16) (siehe Bildteil), erzählt wird. Auf dieser Seite breitet sich der Kupferweiher aus, ein mittelgroßes Gewässer, an dessen linker Flanke Sie wieder geradeaus weiter wandern. Am Weiher laden auch zwei Ruhebänke zum kurzen Verweilen ein. Nur kurz nach dem Weiher gabelt sich der Weg dann wieder im Wald. Gehen Sie hier bitte auf dem rechten Weg weiter, der sich nun zu einem urigen Wanderpfad wandelt.

Eine WaldschneiseSie durchschreiten dann mit diesem Pfad eine Waldschneise. Linker Hand können Sie in weiter Entfernung den Ort Ottersdorf sehen, und rechter Hand den Ort Ungerthal (mit Sendeturm im Hintergrund), den Sie im späteren Verlauf dieser Tour noch durchwandern werden. Auf der gegenüberliegenden Waldseite wird der Weg dann etwas breiter und führt wieder, wie bisher immer bei dieser Tour, geradeaus. Das gilt auch für die nächste Waldweg-Kreuzung, an der auch wieder eine Sagentafel auf Sie wartet. Von dieser Kreuzung aus "begleitet" auch ein Wegweiser mit gelbem Querbalken auf weißem Grund (Wegweiser mit gelbem Balken) den Sagenweg.

Blick aus dem Wald zu den PferdekoppelnAb und zu kann es vorkommen, dass Sie ein Wiehern im Wald hören können. Das rührt jedoch weniger von den alten Sagen, sondern eher von der Tatsache her, dass sich hier ein beliebtes Reitergebiet etabliert hat. Nach einer Weile sehen Sie auch rechts außerhalb des Waldes offene Wiesen und Felder, auf denen sich eingezäunte Pferdekoppeln befinden. Anschließend steigt der Weg dann ganz leicht an und mit der Zeit wird dieser leichte Anstieg deutlicher und der Weg insgesamt etwas kurviger.

KreuzsteinAuf der Anhöhe angekommen, erreichen Sie einen alten Kreuzstein, bei dem es sich um ein spätmittelalterliches Sühnekreuz handelt. Hier ereignete sich einst ein Unglück mit einer Kutsche. Davon erzählt auf einer kleinen Tafel die "Sage von der Seelenwanderung". Seine Rückseite sehen Sie im Bildteil zu dieser Tour. Heute befinden sich Ruhebänke an diesem verwunschenen Ort. Dahinter erreicht der Wanderweg eine weitere Sagentafel und mündet auf einen breiten Forstweg.

ForstwegBiegen Sie auf diesem breiten Forstweg nach links ab. Ging es am Anfang der Tour bis hierher immer geradeaus, so gehen Sie mit diesem breiten Weg nun erste deutliche Kurven. Geben Sie hier bitte Acht: Auch wenn an der ersten dieser Kurven, der Gelb-Balken-Wegweiser dann nach links abbiegt, lassen Sie diesen links liegen und bleiben auf dem großen Forstweg, der erst einmal geradeaus weiter führt und minimal ansteigt. Sie folgen also nicht mehr dem gelben Balken.

Sagenweg-HinweisschildGab es am Anfang der Tour noch keine bis wenige Wegweiser, so scheinen sie sich hier fast gegenseitig verdrängen zu wollen. Der breite Forstweg trifft auf ein großes Wege-Dreieck. Biegen Sie hier nach rechts oben ab und wandern Sie mit dem neuen Weg mit seinen großen Kurven bergan. Er führt Sie hinauf auf einen lang gezogenen Höhenrücken.

Gerades WegstückOben angekommen geht es an einer roten Ruhebank etwa einen Kilometer fast schnurgerade entlang, bevor die erste leichte Biegung kommt. Auf halber Länge dieser Etappe folgt wieder eine Sagentafel (Station Nr.9) mit der "Sage von der Umwandlung der Knödel". Kurz vor der leichten Biegung öffnen sich an einigen Stellen nach rechts kleine Ausblicke über die bewaldeten Hänge des Kammersteiner Landes (siehe Bildteil) bis hin nach Schwabach und bei genauem Hinsehen bis zum Nürnberger Fernsehturm. Hier oben ist übrigens ein beliebtes Nordic-Walking-Gebiet, was Sie an den entsprechenden Schildern am Wegesrand unschwer erkennen können. Nach der Überschreitung des langen, flachen Höhenrückens folgt nach der schon angekündigten ersten Rechts-Biegung noch einmal ein ziemlich gerades, etwa 500 Meter langes Wegstück, das schon minimal bergab führt. Über alle kleinen Kreuzungen wandern Sie immer geradeaus hinweg.

Auf dem großen Forstweg bleibenAn der nächsten Weg-Kreuzung, an der wieder eine rote Ruhebank steht (Bild), biegt ein "Ast" des Sagenweges an dieser Stelle nach rechts unten ab. Bleiben Sie hier jedoch auf dem breiten Forstweg, der in einem leichten Bogen geradeaus weiter führt. Nach einer Weile kommen Sie auch hier an weiteren Sagenweg-Wegweisern vorbei und gehen mit diesem Weg an der westlichen Flanke des Heidenberges entlang. Nach links unten fällt der Berghang ab.

LichtungNach einiger Zeit wird der Weg wieder flacher und führt auf eine größere Lichtung zu. Hier stehen zwar Bäume, jedoch eher kleinere, wodurch viel Licht in den Wald fällt. Ein weiterer Sagenweg-Wegweiser lag bei Einwanderung dieser Tour am Wegesrand, doch gehen Sie hier bitte auf jeden Fall erst einmal geradeaus auf dem großen Forstweg durch dieses lichte Waldstück. Kurz vor einer Senke biegt ein Weg mit einer dreieckigen Mündung nach rechts ab. Lassen Sie diesen aber rechts liegen.

AbbiegeErst IN der Senke (an ihrer tiefsten Stelle) biegt ein weiterer, breiter Schotterweg nach rechts ab. Wichtig: Hier treffen sie auch wieder auf den Wegweiser mit dem gelben Querbalken (Wegweiser mit gelbem Balken), dem Wegweiser Sie am Anfang der Tour schon ein Stück weit gefolgt sind. Er zeigt nach rechts. Biegen Sie also erst in diesen breiten Schotterweg ab und nicht in die Wege vorher.

QuellensteigNach nur etwa 100 Metern auf diesem Schotterweg biegt der "Quellen-Steig" nach links ab. Eine auffällige Holztafel macht auf ihn aufmerksam und auch der Gelb-Querbalken-Weg (Wegweiser mit gelbem Balken) mündet auf diesen Steig. Es folgt nun eine sehr reizvolle Etappe dieser HINTERINDIEN.DE-Tour: An einem Geländer entlang und auf relativ kurzen Waldtreppen geht es hinunter in ein enges Bachtal, dem dieser Quellen-Steig nun folgt (siehe Bildteil). Dabei kommen Sie an der sogenannten Josepha-Quelle vorbei.

Beginn einer Weiher-KetteNach dem Passieren der Quelle kommen Sie an ersten Tümpeln vorbei, denen nach und nach immer größer werdende Weiher folgen. Zwischen zwei Weihern hindurch führt der Weg dann nach links und führt dort weiter an den Teichen entlang durchs Tal. Immer mit dabei: der Gelb-Querbalken-Wegweiser (Wegweiser mit gelbem Balken). Eine ganze Kette von immer größer werdenden Weihern zieht sich nun bis zum Waldrand und darüber hinaus weiter bis kurz vor Ungerthal.

An der Hecke und den Weihern entlangAußerhalb des Waldes kommen Sie an einer Ruhebank mit Blick auf einen der großen Weiher vorbei. Hier führt der Weg zwischen langen Hecken entlang und geradewegs auf einige Häuser des kleinen Ortes Ungerthal zu, die Sie von weitem schon sehen können.

UngerthalDabei handelt es sich um ein schmuckes mittelfränkisches Dörfchen, dessen alte Sandsteinhäuser sofort ins Blickfeld fallen. Durch Ungerthal wandern Sie - wie so oft bei dieser Tour - geradeaus hindurch.

Am anderen Ende des Ortes stehen große Wander- und Nordic Walking-Tafeln. Folgen Sie der schmalen Landstraße außerhalb von Ungerthal über die freie Fläche und anschließend etwa 300 Meter im nächsten Wald leicht bergab.

Über den ParkplatzDort treffen Sie auf einen Wanderparkplatz auf den Sie nach links einbiegen. Auf diesem Parkplatz kommen Sie wieder an Wandertafeln vorbei. Gehen Sie rechts an diesen beiden Tafeln vorbei und steuern auf das hintere Ende des Parkplatzes zu.

Forstweg vom ParkplatzÜberqueren Sie den Parkplätz in ganzer Länge und folgen dem geraden Forstweg (Bild), der vom Parkplatz aus in den Wald führt. Wenige hundert Meter nach dem Parkplatz erreichen Sie eine Waldwege-Kreuzung: Biegen Sie hier nach rechts ab. An einem der Bäume sehen Sie anfangs ein Symbol mit einem schwarzen Fachwerkhäuschen auf weißem Grund. Sofort nach dem Rechtsabbiegen gabelt sich der Weg. Wählen Sie an dieser Stelle den linken, leicht schräg geradeaus führenden Weg und nicht den mit der starken Kurve, der ganz nach rechts geht.

Weg nach der GabelungDer neue Weg ist ein schmälerer Fahrweg und ziemlich naturbelassen (Bild). Er hält sich anfangs in seiner Richtung gerade. An der nächsten Abzweigung mit mehreren Wegen wählen Sie den rechten Weg, der nach kurzer Zeit minimal bergan führt. Wegweiser zeigen sich hier jedoch keine, bis Sie eine Anhöhe erreichen. Kurz nach ihr erreichen Sie eine Wegekreuzung, von der aus Sie zwar links in einiger Entfernung Tafeln vom Sagenweg sehen können. Aber: Biegen Sie hier im scharfen Winkel nach rechts ab. Der Sagenweg hat mehrere "Äste". Im Bild sehen Sie den Weg, der sich mit der Zeit zum Wanderpfad verschmälert.

Pfad mit Sagenweg-SchildernAuch wenn nach links ein Pfad hinunter abbiegt, halten Sie sich jedoch auf dem Weg immer unbeirrt geradeaus. Auch an einem Waldstück mit einer Baumschonung gehen Sie vorbei. Nach etwa 100 Metern kommen Sie an einem alten Grenzstein, der in der Mitte des Weges steht, vorbei. Nach kurzer Zeit auf diesem weiterhin geraden Weg sehen Sie an den Bäumen auch ab und an wieder Sagenweg-Hinweisschilder. Sie gehen allerdings immer geradeaus in entgegengesetzter Richtung der Pfeile, die unter den Schildern angebracht sind. Über eine weitere Kreuzung gehen Sie auch gerade hinweg. Und nach einer Weile wird der Weg dann buckeliger und wandelt sich zum Wanderpfad.

Links abbiegenSobald Sie im Wald eine Anhöhe (leicht links) vor sich sehen, treffen Sie wieder auf eine Wege-Kreuzung. Wandern Sie auch hier wieder geradeaus und am rechten Rand dieser Anhöhe entlang. Erst wenn der Weg sich etwa 300 Meter nach dem alten Grenzstein - oben angekommen - gabelt, biegen Sie nun nach links ab (Bild). Sie sehen von der Gabelung aus in etwa 40 Metern Entfernung schon den nächsten Sagenweg-Wegweiser. Nach einer Weile erreichen Sie die Umzäunung eines Wasserhochbehälters. Ihn umrundet Ihr Weg auf der linken Seite.

Hochbehälter-UmzäunungDirekt gegenüber auf der Eingangsseite der Hochbehälter-Umzäunung erreichen Sie einen breiten, geschotterten Weg, der vom Hochbehälter aus wegführt. Biegen Sie an der Einmündung "Ihres" Pfades bei den beiden Ruhebänken also nach links, vom Hochbehälter weg, ab. Es geht leicht bergab und nach der ersten Biegung kommen Sie wieder an dem gewohnten Sagenweg-Hinweisschild vorbei. Danach erreichen Sie mit dem Weg die Ecke einer großen Lichtung im Wald mit Wiesen und Feldern. Am rechten Rand dieser Lichtung, die Sie übrigens schon am Anfang dieser Tour durchwandert haben, folgen Sie dem breiten Weg geradeaus bis an die gegenüberliegende Ecke.

Blick nach ObermainbachDort ist eine Wegekreuzung an der Sie jetzt nach links unten abbiegen. Sie sehen außerhalb des Waldes schon die Häuser von Obermainbach (Bild), wohin der Weg nun wieder geradeaus steuert. An den Waldrändern entlang und durch Wiesen und Felder führt der Weg dann wieder bis zur kleinen Brücke vor dem Ort, dann geradewegs durch den Ort und durch die Ungerthaler Straße. Am hinteren Ortsende angekommen, sehen Sie dann wieder das außerhalb des Ortes stehende Schützenhaus mit seinem Parkplatz, den Start- und Zielpunkt dieser HINTERINDIEN.DE-Tour.

Die Länge dieser hier beschriebenen HINTERINDIEN.DE-Tour beträgt etwa 10,5 Kilometer und wird wegen der nur minimalen Steigungen in etwa 2,5 Stunden zu bewältigen sein. Bei winterlichem und sehr regnerischem Wetter ist diese Tour allerdings nur bedingt zu empfehlen.

Der HINTERINDIEN.DE-Service: Drucken Sie die Ausdruck-Version dieses Monatsthemas als Wanderführer aus.

>> Unser Bildteil zeigt Ihnen Impressionen aus den sagenumwobenen Wäldern von Obermainbach <<