Erklärung der Hinweise Im Schweinfurter Oberland schlängeln sich hinter Schonungen lange Täler zwischen flachen Hochplateaus hindurch. Hier haben sich über die Jahrhunderte - aufgrund des optimalen Wassergefälles - insgesamt 14 Mühlen angesiedelt und reihen sich wie eine Perlenkette an den Flussläufen auf. Nicht alle von ihnen sind heute noch als solche erkennbar. Doch die meisten fallen beim Wandern sofort ins Auge - verrät doch ihr Fachwerk-Anlitz ihr stattliches Alter. Entdecken Sie im März 2010 mit HINTERINDIEN.DE den zweiten Mühlenwanderweg in Franken im Rahmen einer etwa 10 Kilometer langen Tour. (Den anderen Mühlen-Wanderweg finden Sie im Frankenwald: HINTERINDIEN.DE- Tour vom Juni 2003).

BahnhofDer Startpunkt der März-HINTERINDIEN.DE-Tour befindet sich gegenüber vom Bahnhof in Schonungen. Dort an der Ecke zwischen "Schrotberg und Ludwig-Grobe-Straße" findet sich ohne große Mühen ein Parkplatz. Geben Sie in Ihr Navigationsgerät einfach "Ludwig-Grobe-Straße, 97453 Schonungen" ein. Alternativ dazu empfiehlt Ihnen HINTERINDIEN.DE den Routenplaner www.map24.de. Wichtig: Klicken Sie einfach hier direkt zu map24.

An der BrückeWegweiserStarten Sie die Tour, indem Sie dem Verlauf der Ludwig-Grobe-Straße folgen. Nach etwa 300 Metern erreichen Sie am Ende dieser Straße den Flusslauf der Steinach, über die eine alte Brücke mit zwei Heiligenfiguren führt. Direkt vor der Brücke sehen Sie an einem Baum den ersten Wegweiser des Mühlen-Wanderweges, ein neuer, modern gestalteter Wegweiser mit einem Mühlrad (kleines Bild). Überqueren Sie die Brücke und biegen Sie auf der anderen Flussseite nach rechts oben ab und folgen dem Verlauf der Steinach.

Infotafel zum MühlenwegNach einer Weile erreichen Sie eine weitere Straßenbrücke, die Sie bitte nur zu einem kurzen Abstecher überqueren: Auf der anderen Seite der Steinach steht eine Infotafel, die über den Mühlenwanderweg berichtet (Bild). Kehren Sie von der Infotafel aber wieder über die Straßenbrücke zurück, denn der Mühlen-Wanderweg folgt der Bachstraße weiter durch den Ort. Am ersten Verkehrschild sehen Sie auch wieder den Mühlen-Wanderweg-Wegweiser.

Die Bachstraße entlangDie Bachstraße führt erst ein Stück weit geradeaus (Bild) und macht dann eine deutliche Linkskurve um im Anschluss ein Stück leicht bergauf bis an die Hauptstraße, der Hofheimer Straße, zu führen. Biegen Sie auf dieser nach rechts ab und folgen Sie ihr an einem kleinen Friedhof und dann am Feuerwehrhaus geradeaus vorbei. Eine Weile danach gabelt sich die Straße nahe einer Infotafel über Schonungen. Nach links würde es zum Ort Hausen gehen - aus der Richtung kommen Sie jedoch zurück nach Schonungen: Folgen Sie nun der Hauptstraße nach rechts und kommen an einem alten, steinernen Mühlenrad (siehe Bildteil) vorbei.

Hier abbiegenNur kurz nach ihm biegt der Mühlen-Wanderweg nach rechts von der Hauptstraße ab. Am Hegholz heißt diese kleinere Straße, der Sie jedoch nur ganz kurz folgen, denn der Mühlen-Wanderweg biegt dann schon wieder von der Straße aus nach links ab: Hier geht es nun (direkt vor der Brücke) wieder an der Steinach entlang und mit ihr aus Schonungen hinaus. Dieser Weg entlang der Steinach ist geteert und führt anfangs an Schrebergärten entlang. Auch nach den Schrebergärten führt er weiter am Flusslauf entlang (Bild).

Über die BrückeNach dem Überqueren einer Brücke, in deren Schatten auch parallel eine Furt durch den Fluss führt, biegt der Weg nach rechts oben zum Wald hin ab. Dort knickt er, nahe einer großen Infotafel über Flora und Fauna dieser Region, nach links und führt am Waldrand entlang. An einem Standbild vorbeikommend sehen Sie schon hinter den Bäumen das Fachwerk der Klüpfelsmühle (siehe Bildteil), die auf der anderen Seite der Steinach steht. Der Weg steigt dann leicht an, um kurz darauf aber wieder abzufallen.

BetzenmühleDann geht es weiter in einem großen Bogen am Waldrand entlang, bis Sie die Betzenmühle (Bild) erreichen. Dort führt der Weg nach rechts in den Wald und steigt leicht an, bis Sie eine Wegekreuzung erreichen: Biegen Sie hier nach links ab und treten wieder aus dem Wald hinaus ins Freie. Denn außen führt der weiterhin geteerte Mühlen-Wanderweg bergab in Richtung Landstraße. Schon am nächsten Telefonleitungs-Mast sehen Sie wieder einen entsprechenden Wegweiser.

StraßenunterführungDie große Landstraße müssen Sie jedoch nicht betreten, denn durch eine große Unterführung unterquert der Mühlen-Wanderweg diese Straße. Auf der anderen Seite führt er dann mit etwas Abstand parallel entlang, tiefer ins Tal. Nun sind erst einmal keine Häuser mehr in Sicht. Allgemein wird es hier recht ruhig, da auch auf der Landstraße besonders an Sonntagen kaum Verkehr ist. Immer wieder zeigen sich auch hier außen gut sichtbare Wegweiser.

Weg bei der SchulzenmühleNach der Überquerung einer weiteren Brücke kommen Sie an einer kleinen Kläranlage vorbei, nach der der Weg am gegenüberliegenden Waldrand entlang verläuft. Sie folgen ihm einfach immer geradeaus und kommen nach einiger Zeit an den Häusern der Schulzenmühle (Bild) vorbei. Hier kann es vorkommen, dass Sie von so manchem Pferd betrachtet werden. Wandern Sie weiterhin immer geradeaus, dabei schlängelt sich die Steinach rechts unten im Tal entlang und es rauscht bis herauf.

Die kleine aber feine ÖlmühleAm linken Berghang entlang führt der geteerte Weg weiter, bis die Steinach nahe einer landwirtschaftlichen Halle bis an ihren Weg heran schmiegt. Nur wenige Minuten danach führt der Weg nach rechts über eine Brücke hinweg (Nach links weist zwar ein Schild nach Marktsteinach, das können Sie jedoch außer Acht lassen). Denn "Ihr" Weg führt nach rechts zur kleinen, aber sehr feinen Ölmühle (Bild). Sie ist renoviert und besonders auf der Giebelseite des Hauptgebäudes mit viel Grün bewachsen.

Richtung MarktsteinachHinter der Ölmühle verläuft die große Landstraße, die Sie jedoch wieder nicht betreten müssen, denn kurz davor biegt der Mühlen-Wanderweg nach links ab und führt, wiederum parallel, an der großen Landstraße entlang. Und schon nach einem halben Kilometer erreichen Sie die ersten Häuser des Ortes Marktsteinach (Bild). Kurz vorher öffnet sich noch einmal ein Seitental nach rechts in das Sie vom Weg aus ein Stück weit blicken können. Der Mühlen-Wanderweg führt jedoch geradeaus weiter nach Marktsteinach hinein. Am Ortseingang sehen links in etwa 100 Metern Entfernung die Rothmühle (siehe Bildteil), durch deren Hoftor Sie einen Blick in das schlosspark-ähnliche Areal werfen können.

An der Kirche vorbei ortsauswärtsGehen Sie so weit geradeaus in den Ort hinein, bis ein graues Straßen-Schild in die Lindenstraße nach links oben zum Pfarrzentrum, und damit zur Kirche (siehe Bildteil) weist. Dort heißt es aufgepasst: Von nun an sind erst einmal keine Mühlen-Wanderweg-Wegweiser mehr zu sehen. Folgen Sie den Wegweisern mit dem roten Apfel. Er führt mit der Lindenstraße, also links an der Kirche und am Feuerwehrhaus vorbei, weiter den Berg hinauf (Bild) und oben aus dem Ort hinaus.

BergaufRot-Apfel-WegGeteert steigt die Straße bergan, bis Sie oben an der Zuchtanlage des Kleintierzuchtvereins Marktsteinach vorbei kommen. Der Weg macht eine große Linkskurve und den Rot-Apfel-Symbolen (kleines Bild) folgend gehen Sie weiter den Berg hinauf. Erst geht es an einem Waldrand entlang, dann ein kurzes Stück durch den Wald (großes Bild). Sobald Sie oben auf dem Hochplateau angekommen sind, wird der Weg wieder eben. Links unten im Tal sehen Sie noch einmal den Ort Marktsteinach.

Auf der HochebeneAuf der Hochfläche öffnen sich ein paar Ausblicke in die Täler um Marktsteinach. Die Rot-Apfel-Wegweiser sind hier anfangs spärlich, doch gibt es im Prinzip nur diesen einen geraden Weg. Er steuert über die Ebene in Richtung eines größeren Waldstücks, vor dem wieder Hecken (mit Rot-Apfel-Wegweisern) den Weg flankieren. Und an der Ecke dieses Waldes sehen Sie nun eine große Auswahl an Wegweisern, weil sich hier die Wege gabeln: Hier finden Sie auch wieder das moderne und Ihnen bereits vertraute Mühlen-Wanderweg-Symbol. Es führt Sie geradeaus weiter und Sie können ihm nun während der gesamten Rest-Strecke dieser Tour folgen. Nachdem Sie oben am Waldrand geradeaus weiter gegangen sind, treffen Sie an dessen Ende wieder auf eine Weggabelung mit zahlreichen Wegweisern: Der Mühlen-Wanderweg führt hier geradeaus weiter über die Freifläche zwischen Wiesen und Feldern hindurch.

KruzifixHier außen öffnet sich die Aussicht beim Blick über die linke Schulter bis weit hinunter nach Schweinfurt. Sie können die Stadt und die Kühltürme des nahegelegenen Kernkraftwerkes mit seinen mächtigen Dampfwolken erkennen, die es in den Himmel schiebt. Nach einer Weile erreichen Sie an einer Sitzbank mit großem Kruzifix-Standbild die Westkante dieses Höhenplateaus.

Der Ort HausenVon dort an geht es bergab und mit der Zeit ziehen sich Hecken an ihrem Weg entlang, während dieser etwas kurviger wird. Sobald Sie die ersten Dächer des Ortes Hausen sehen können, fällt der Weg dann ziemlich steil bergab und wird nach einer Weile wieder geteert. Folgen Sie ihm einfach hinunter bis Sie an der ersten Wohnstraße ankommen, an der der Weg nahe einer Sitzgruppe nach rechts unten abbiegt. Vom Talgrund herauf hören Sie schon das Rauschen des nächsten, von Mühlen gesäumten Baches: dem Wollenbach.

FußgängerpfadSobald Sie unten angekommen sind, erreichen Sie die ersten Häuser von Hausen im Talgrund. Kurz vor dem Haus mit einer gut sichtbaren Nr. 4, die sehr groß an der Wand angebracht worden ist, führt der Mühlen-Wanderweg als schmaler Fußgängerpfad nach links und zwischen Gartenzäunen hindurch. Im Anschluss überquert er gleich eine kleine Brücke und biegt nach dieser nach links ab. Dort führt er an einer fest installierten Tischtennisplatte vorbei und im Anschluss am Wollenbach entlang.

Die LohmühleNach einer Weile erreichen Sie eine Straßenbrücke, mit der Sie den Wollenbach nach links überqueren. Am anderen Ufer folgen Sie dann der Straße, die ganz treffend "Mühlenweg" heißt. Sie führt immer geradeaus, bis Sie an deren Ende in einer Linkskurve auf die nächste Mühle treffen: die Lohmühle (Bild). Verlassen Sie an der Kurve die Mühlenweg-Straße und folgen Sie dem natürlichen Weg, der direkt links an den Gebäuden der Mühle vorbei führt. Die Wegweiser sind auch hier gut sichtbar angebracht.

KruzifixNach der Lohmühle kommen Sie wieder an einer Furt vorbei. Sie bekommen jedoch keine nassen Füße, da gleich nach der Furt auch eine schmale Fußgängerbrücke über den Bach führt. Auf der anderen Seite des Baches überqueren Sie eine weitere Brücke, die über den Mühlenkanal führt. Nach einer anschließenden kurzen Strecke erreichen Sie ein großes, steinernes Kruzifix, das nahe einer Landstraße aufgestellt wurde. Dort überqueren Sie - bitte achtsam - die Landstraße und folgen dem geteerten Fußgängerweg auf der anderen Seite nach links, also von Hausen wegführend (Bild).

Die DeutschmühleSchon an der folgenden Linkskurve kommen Sie an den Häusern der Papiermühle vorbei und folgen weiterhin dem geteerten Fußgängerweg parallel zur Landstraße, auf der an Sonntagen eher geringer Verkehr herrscht. Eine leichte Biegung weiter können Sie schon in einiger Entfernung viele Häuser von Schonungen sehen. Doch zuvor kommen Sie noch an der Deutschmühle (Bild) vorbei. Danach ist es nur noch ein Katzensprung, bis Sie das Ortsschild von Schonungen erreichen.

Die Bachstraße nach untenFolgen Sie der Straße in den Ort, bis Sie an genau jene Straßengabelung mit Infotafel über Schonungen gelangen, an der Sie bereits zum Anfang dieser Tour vorbei gekommen sind. Nun gehen Sie jedoch gerade weiter in den Ort, erst am Feuerwehrhaus und dann am kleinen Friedhof vorbei. Nach ihm biegt der Mühlen-Wanderweg mit der Bachstraße wieder nach links unten ab, vollzieht mit ihr unten eine deutliche Rechtskurve und Sie gelangen wieder geradeaus gehend direkt an die Steinach.

Kurz vor der BrückeFolgen Sie der Steinach im Ort wieder bis an die Brücke mit den zwei Heiligenfiguren und überqueren Sie diese. Dann sind Sie wieder in der Ludwig-Grobe-Straße, die bis zum Bahnhof führt, in dessen Nähe Sie Ihren Wagen geparkt haben und dem Start- und Zielpunkt dieser HINTERINDIEN.DE-Tour.

(Ein Hinweis noch: Im Rahmen dieser Tour werden lediglich die auffälligsten Mühlen genannt bzw. bildlich dargestellt.)

Die Länge dieser hier beschriebenen HINTERINDIEN.DE-Tour beträgt etwa 10 Kilometer und wird etwa 3 Stunden dauern. Bei winterlichem Wetter oder Regenwetter ist, wie immer beim Wandern festes Schuhwerk und natürlich entsprechend warme Kleidung zu empfehlen.

Der HINTERINDIEN.DE-Service: Drucken Sie die Ausdruck-Version dieses Monatsthemas als Wanderführer aus.

>> Unser Bildteil zeigt Ihnen Impressionen
rund um Schonungen und seine Mühlen-Täler <<