Erklärung der Hinweise Am Westrand der Fränkischen Schweiz liegt der Ort Tiefenellern. Er bildet den Endpunkt eines langen Tals, das sich von Bamberg über Litzendorf bis nach Tiefenellern zieht. Es ist eines von vielen ähnlichen Tälern, doch erwartet Sie hier etwas ganz Besonderes: Oberhalb des Ortes auf der Höhenkante öffnet sich eine seit Jahrtausenden von Menschen aufgesuchte Höhle - die Jungfernhöhle. Sie ist zwar nicht besonders groß, noch können Sie einfach hineinsteigen, doch ist sie dennoch ein mystischer Ort. In diesem sich unvermittelt im Wald öffnenden Loch wurden mit großer Wahrscheinlichkeit vor 7.000 Jahren Menschen geopfert.

Ortseingang von TiefenellernDer Startpunkt der Februar-HINTERINDIEN.DE-Tour befindet sich am Ortsauseingang von Tiefenellern, aus Richtung Bamberg gesehen. Geben Sie in Ihr Navigationsgerät einfach "Ellerbergstraße 5, Tiefenellern, 96123, Litzendorf" ein. Alternativ dazu empfiehlt Ihnen HINTERINDIEN.DE Google-Maps. Wichtig: Klicken Sie hier direkt zu Google-Maps. Parken Sie Ihren Wagen am Rande des breiten Gehweges, sodass er weder den Straßenverkehr noch die Fußgänger behindert.

Im Ort rechts abbiegenStarten Sie die Tour, indem Sie in den Ort hinein gehen. Gleich mit der ersten Abzweigung, die nach rechts von der Hauptstraße weg führt, biegen Sie nach rechts ab. Diese schmale Straße heißt "In der Ecke". Sie führt in einem Linksbogen um den Ortskern von Tiefenellern herum, bis Sie ein größeres Straßendreieck erreichen, an dem Sie dann nach rechts oben abbiegen.

Aus dem Ort hinausDer Weg, den Sie eingeschlagen haben, führt als breiter Weg bergauf und aus dem Ort hinaus. Sie kommen an einem Pferdestall und einer Pferdekoppel vorbei, an der Sie den Ort geradewegs verlassen. Oben an der Ecke der Einzäunung biegen Sie dann mit dem breiten Weg scharf rechts ab. Hier findet sich nun ein Holzwegweiser, der zu den Orten Herzogenreuth und Lindach weist. Mehrere Symbole werden anzeigt. Für Sie gilt: der schwarze Ring (Schwarzer Ring), der nach Herzogenreuth führt.

Weg am Hang bergaufImmer weiter führt Ihr Weg bergauf und Sie gewinnen rasch an Höhe. Für Ihren Aufstieg werden Sie anfangs auch mit einem Ausblick ins Tal und auf den Ort Tiefenellern belohnt. Später führt der Weg durch ein lichtes Waldstück, wird etwas flacher und macht nach mehreren hundert Metern eine auffällige, scharfe Linkskurve.

Weg in den WaldDanach führt er zunächst an einem Waldrand weiter entlang am Berg hinauf. Sie folgen dann kontinuierlich dem ansteigenden Weg gerade in den Wald hinein. Nur selten zeigt sich hier der schwarze Ring (Schwarzer Ring) als Wegweiser, jedoch ist der breite Waldweg, der immer schnurgerade und leicht bergauf führt, nicht aus den Augen zu verlieren. Er macht nur sehr leichte Bögen, lassen Sie die abzweigenden kleineren Waldweg einfach rechts- bzw. links liegen.

Aus dem Wald hinausNach einem leichten Doppelbogen des Weges, an dem an den Bäumen wieder Wegweiser (Schwarzer Ring) angebracht sind, geht es noch einmal ein gerades Stück leicht bergauf, bis der Weg dann oben endlich wieder flacher wird und eine deutliche Rechtskurve beschreibt. Nach dieser Rechtskurve steuert er dann direkt in Richtung Waldrand. Dort angekommen, gabelt er sich sogleich (Bild): Wählen Sie hier den rechten Strang und folgen Sie dem Weg aus dem Wald hinaus.

Weg an einer kleinen BöschungEtwa 100 Meter führt der Weg über die freie Fläche außerhalb des Waldes, bis er einen Linksbogen in Richtung des dort einigermaßen sichtbaren Jägerhochsitzes am Waldrand macht. Der Linksbogen führt sich fort und der Weg kommt an einer kleinen Böschung mit Streuobst-Bäumen vorbei. Sie sind also die Form eines "U" gelaufen. Wegweiser befinden sich hier außen auf der Ebene so gut wie keine. (Selbst bei tiefem Schnee sind hier oft Fahrspuren, da dieser Weg die beiden Orte Tiefenellern und Herzogenreuth für landwirtschaftliche Fahrzeuge verbindet.)

Durchschneidung des WaldesNach der Etappe an der Böschung entlang, steigt der Weg noch einmal leicht an und führt geradewegs auf ein Waldstück zu. Dabei handelt es sich jedoch nur um die langgezogene Ecke eines Waldes (Bild), die der Weg geradewegs durchschneidet. Auf der anderen Seite führt er nun wieder leicht abfallend am Waldrand entlang. Halb links vorne sehen Sie schon einige Bauernhöfe, die Sie bald erreichen werden.

Am WaldrandNach dem relativ kurzen Stück an zwei kurz aufeinander folgenden Waldrändern entlang, wo Sie am Ende des zweiten wieder einmal den schwarzen Ring-Wegweiser (Schwarzer Ring) antreffen, führt der Weg dann frei über die weite Hochebene. Etwa 350 Meter gehen Sie mit diesem Weg geradeaus, bis er dann in einer Senke auf eine Wegekreuzung trifft. Biegen Sie auf dieser Kreuzung nach links in Richtung der Bauernhöfe ab.

Schmale StraßeSobald Sie diese Höfe erreichen, wird der Weg zu einer schmalen, geteerten Straße, die meistens schnee- und eisfrei ist. Folgen Sie dieser etwa einen dreiviertel Kilometer geradeaus. Sie windet sich leicht, führt über eine Anhöhe hinweg und geleitet Sie direkt zum Ort Herzogenreuth, dem mit 596 Metern höchstgelegenen Dorf im Landkreis Bamberg. Vor dem Ortseingang kommen Sie übrigens noch an einem auffälligen Flurbereinigungs-Stein vorbei (siehe Bildteil).

HerzogenreuthGehen Sie geradeaus durch den Ort Herzogenreuth hindurch. Interessant ist hier die Kirche St. Nikolaus mit ihrer alten Wehrmauer (siehe Bildteil), zu der Sie nach rechts oben einen Abstecher machen können. Außerdem wird Ihnen sicher auf dem Dorfanger ein uralter, großer Baum auffallen – ein markantes Naturdenkmal.

Am Ortsende links abbiegenNach ihm erreichen Sie die breite Hauptstraße, die Sie bitte achtsam überqueren und der Ortsstraße auf ihrer gegenüberliegenden Seite weiter geradeaus folgen. Langsam führt Sie diese Ortsstraße mit leichtem Anstieg zum hinteren Ortsrand, wo sie sich nach dem Ortsschild an einer Scheune gabelt (Bild). Biegen Sie hier ganz nach links oben ab und folgen Sie dem immer noch geteerten Sträßchen, das an einer Hecke entlang führt.

An der Hecke entlangNach einer Weile sehen Sie an
dieser Hecke wieder auch einmal einen Wegweiser mit rotem Querbalken (). Er biegt oben in Linsbühl aber von dieser Route weg. Vorne, rechts oben, sehen Sie auch schon die Häuser vom Linsbühl. Und dort sehen Sie auch wieder den schwarzen Ring-Wegweiser (Schwarzer Ring). Doch bevor Sie aber Linsbühl erreichen, lohnt ein aufmerksamer Blick über Ihre linke Schulter. Denn auf halber Höhe des Weges an der Hecke entlang, türmen sich etwa 50 Meter vom Weg entfernt einige Felsen auf, vor denen eine Sitzgruppe steht. Das ist ein malerischer Platz (siehe Bildteil), den Sie sich für die Sommermonate schon mal vormerken sollten.

Der Weg ab LinsbühlSobald Sie die Häuser von Linsbühl erreichen, geben Sie bitte Acht! Dort, an einer spitzen Ecke des Waldes teilen sich die Wege: Die schmale, geteerte Straße würde nach rechts führen – und mit ihr auch der Rot-Querbalken-Weg. Lassen Sie diesen jedoch rechts liegen und verlassen Sie die Straße, um genau dem Weg zu folgen, der links am Waldrand entlang führt. Er ist wieder natürlicher und nicht mehr geteert und evtl. auch nicht geräumt. Es kann sein, dass hier nur ein Trampelpfad weiter führt. Er führt nur anfangs leicht bergauf und nach kurzer Zeit mit stetigem Gefälle weiter am Waldrand entlang, der rechts von Ihnen liegt. Linker Hand haben Sie von hier aus einen weiten Ausblick über die Hochebene.

Über die FreiflächeMehrere große Windräder in einiger Entfernung ziehen mit der Zeit sicherlich Ihre Aufmerksamkeit auf sich. Nach dem Ende des Waldrandes führt Ihr Weg nach etwa 100 Metern quer über eine Freifläche hinweg und noch einmal an das untere Ende einer Hecke heran, an der sich weiter oben eine metallerne Maschinenhalle befindet. Dort am unteren Ende der Hecke ist wieder der Wegweiser (Schwarzer Ring) zu sehen.

Weg über die nächste FreiflächeIm Anschluss fällt der Weg weiter über die weite Freifläche leicht bergab (Bild). Sollten hier alle Wege zugeschneit sein, halten Sie sich bei der Navigation hier einfach immer an die Windräder. Steuern Sie dabei das Windrad in der Mitte (Bild) an, das Ihnen am nähesten steht.

Auf den Waldrand zuIn Richtung der Windräder sehen Sie zwei lange, schmale Hecken, die von jenen her führen. Steuern Sie auf die linke, obere Hecke zu. Vor ihr führt ein Weg nach links oben (also wieder von der Hecke weg) in Richtung der Ecke des Waldes, den Sie oben über der Freifläche sehen (Bild). Im Normalfall führt hier auch ein befahrener Weg nach links oben (Bild). Es geht also auf den Waldrand zu, der sich neben dem Windrad, das ganz links steht, entlang zieht.

Die Windräder haben Sie also aus jetziger Perspektive rechts von sich liegen bzw. stehen lassen. Oben am Waldrand angekommen (Bild), treffen Sie jetzt auch wieder an einen Wegweiser mit dem roten Balken – und vor allem dem schwarzen Ring (Schwarzer Ring). Gehen Sie an diesem Waldrand entlang, der sich zu Ihrer Linken ausstreckt.

Kruzifix an der StraßeAm hinteren Ende des Waldrandes biegt der Weg dann in einer Kurve nach rechts ab und vom Waldrand weg in Richtung eines Kruzifix-Standbildes. Dort zieht sich auch eine schmale Landstraße entlang. Biegen Sie dort nach links auf der Straße ab. Geben Sie dabei immer Acht auf den Straßenverkehr.

Schmale LandstraßeDie Etappe auf der Straße ist nur 400 Meter lang, aber wichtig und sinnvoll für die Wegführung und Orientierung – gerade, wenn es viel geschneit hat. Es geht am Rand dieser Landstraße leicht bergab und Sie lassen alle Windräder hinter sich und rechts von sich stehen.

Breitere LandstraßeUnten mündet die schmale auf eine breitere Landstraße. Biegen Sie auch hier noch einmal 400 Meter dieser Straße folgend nach links in Richtung Heiligenstadt und Herzogenreuth ab. Jetzt steuern Sie auch schon auf das Highlight dieser HINTERINDIEN.DE-Tour zu: das Waldstück mit der Jungfernhöhle.

Weg zur JungfernhöhleNach wenigen hundert Metern treffen Sie auch schon an der nächsten Ecke eines Waldstückes auf das Schild "Jungfernhöhle", das nach rechts in den Wald weist (Bild). Biegen Sie an diesem Schild nach rechts ab und folgen Sie dem Weg, der dort in das Waldstück führt.

Die JungfernhöhleNach kurzer Zeit erreichen Sie einige Felsen, an denen Sie rechts vorbei gehen und im Nu sehen Sie eine Infotafel vor der Höhle. Auf der Infotafel wird auf die Geschichte der Höhle eingegangen. Hier finden Sie ausführliche Infos zur Höhle. Wie das Maul eines Haifisches öffnet sich dieses Loch im Wald und erlaubt einen Blick ins Innere. Das Hinabsteigen ist aber wohl eher erfahrenen Kletterern zu empfehlen.

Wegweiser nach TiefenellernSie verlassen diesen mystischen Ort wieder, indem Sie der "Blickrichtung" der Höhle geradeaus folgen. Ein Stück weit vom Höhlenloch entfernt, sehen Sie im Wald einen hölzernen Wegweiser nach Tiefenellern. Ihr neuer Wegweiser, der Sie fortan bis in den Ort hinunter begleitet, ist ein roter Ring (Roter Ring).

Das FelsentorFolgen Sie also dem roten Ring auf einem Pfad, der anfangs noch über das flache Hochplateau führt und dann aber deutlich steiler abfällt. Nach mehreren hundert Metern und einigen Windungen, die roten Ringe sind zahlreich und immer gut sichtbar angebracht, erreichen Sie eine Art Felsentor, durch das der Weg führt. Danach fällt er steil in einem leichten Bogen bergab und Sie sehen bereits die Dächer von Tiefenellern außen vor dem Wald.

Zurück in den OrtJetzt ist es nicht mehr weit: An einem eingezäunten Grundstück, das Sie unten im Wald erreichen, gehen Sie links entlang, bis der Weg den Wald verlässt und auf einen geteerten Weg mündet. Dieser führt weiterhin geradeaus bergab und überquert eine größere Landstraße.

Auf ihrer gegenüberliegenden Seite geht es abermals bergab in den Ort hinein. Immer geradeaus folgen Sie den roten Ringen, u.a. über einen Bach hinweg, bis es an einer T-Kreuzung nur noch links oder rechts geht. Biegen Sie hier nach links in Richtung Kirche ab. Dort biegen Sie nach rechts ab und folgen einfach der Ortsstraße wieder aus dem Dorf hinaus, bis Sie Ihren Wagen am Start- und Zielpunkt dieser Tour erreichen.

Die Länge dieser hier beschriebenen HINTERINDIEN.DE-Tour beträgt 7,5 Kilometer. Sie wird etwa 2 1/2 Stunden dauern. Bei winterlichem Wetter ist, wie immer beim Wandern festes Schuhwerk und natürlich entsprechend warme Kleidung zu empfehlen.

Der HINTERINDIEN.DE-Service: Drucken Sie die Ausdruck-Version dieses Monatsthemas als Wanderführer aus.

>> Unser Bildteil zeigt Ihnen Impressionen
rund um die Tiefenellern und die Jungfernhöhle <<