Erklärung der Hinweise Burgebrach liegt mitten in Franken - genauer gesagt im Steigerwald westlich von Bamberg. Dort stand einst auf den Hügeln hinter dem Ort die Burg Windeck, deren letzte Besitzerin, Ursula von Windeck, bereits im Jahr 1475 verstorben ist. Heute erinnert ein Stein-Denkmal an die einstige Ritterburg, von der ansonsten wenig geblieben ist. Einzig ein großer, fast Ringförmiger Graben zieht sich um den flachen Höhenrücken. Eine kleine Kapelle wurde unterhalb der einstigen Burg im Wald erbaut. Grund genug für Sie, im Rahmen der kleinen HINTERINDIEN.DE- Dezember-Tour 2009 in den lichten Laubwäldern hinter Burgebrach auf Spurensuche zu gehen. Viele interessante Informationen und alte Sagen zur Burg und ihrer letzten Besitzerin finden Sie hier im Internet.

StartpunktDer Startpunkt dieser Tour ist der obere Ortsrand von Burgebrach, das westlich von Bamberg liegt. Geben Sie in Ihr Navigationsgerät einfach "Dr.-Stahl-Straße 13, 96138 Burgebrach" ein. (Diese Hausnummer kommt dem Startpunkt ziemlich am nächsten.) Alternativ dazu empfiehlt Ihnen HINTERINDIEN.DE den Routenplaner www.map24.de. Wichtig: Klicken Sie einfach hier direkt zu map24. An diesem oberen Bogen dieser Wohnstraße finden sich gekennzeichnete Parkplätze.

Gerade aus dem Ort hinaus Der Startpunkt der HINTERINDIEN.DE-Dezember-Tour 2009 befindet sich am Ortsrand, an dem ein geteerter Flurgweg geradewegs den Ort verlässt. Folgen Sie ihm also von der Dr.-Stahl-Straße aus dem Ort hinaus. Er führt Sie schnurgerade an einigen Hecken entlang und steigt dabei nur minimal bergan. Im Nu befinden Sie sich jetzt "mitten in der Prärie". Bei der Kreuzung, an der ein steinerner Tisch steht, gehen Sie einfach unbeirrt geradeaus weiter.

AusblickeNach einer weiteren Wegstrecke sehen Sie Waldränder, sowohl weit vorne, als auch rechter Hand in einiger Entfernung. Ihr Weg führt Sie dabei immer geradeaus über die leichte Anhöhe. Hier oben bieten sich schon einige Ausblicke: Zum Beispiel Burgebrach selbst, das sich hinter Ihnen ausbreitet. Aber auch einige Höhenzüge der Fränkischen Schweiz können Sie südöstlich noch erkennen.

Weg in Richtung WaldIm Südwesten ragt ein gut sichtbarer Fernsehturm (siehe Bildteil) auf, der fast von jedem Punkt aus im Steigerwald sichtbar ist. Nach etwa einem Kilometer endet der Teerbelag auf dem Weg und er ist von nun geschottert. Doch er führt Sie weiterhin geradeaus. In der näheren Sichtweite des Waldrandes biegt dann zwar ein breiterer Weg nach rechts oben ab; lassen Sie diesen ebenso außer Acht wie den nächsten Schotterweg, der von links unten herauf kommt.

Am WaldrandGehen Sie weiter geradeaus bis Sie - nachdem Sie am kleinen und wahrscheinlich einzigen Weinberg Burgebrachs entlang gewandert sind - direkt auf den Waldrand treffen. Dort biegen Sie nun nach rechts oben ab und wandern ab sofort am Waldrand entlang. Ein ganz kurzes Stück geht es dabei auf einem Feld entlang. Halten Sie sich hier so weit an dessen Rand wie möglich. Hier ist ein eher natürlicher und stellenweise schwer erkennbarer Weg. Doch gibt Ihnen der Waldrand klare Orientierung. Wegweiser finden Sie hier noch keine. Sie kommen übrigens an den Hütten eines kleinen Modellflugplatzes vorbei. Genießen Sie das Gehen durch das unter Ihren Füßen raschelnde Laub, falls es noch nicht geschneit hat. Weiter oben wird der Weg etwas feucht. Geben Sie hier bitte etwas Acht, um keine nassen Füße zu bekommen. Aufmerksames Gehen am Wegrand ist hier an dieser einen Stelle ratsam.

Storchen-WegsymbolFolgen Sie dem Waldrand, bis Sie an der oberen Eckeauf einen Weg gelangen, auf dem Sie bitte nach links abbiegen. Noch etwa 50 Meter folgen Sie dem Waldrand. Dort findet sich übrigens ein Wegweiser mit einem stark verwitterten Storchen-Symbol, dem Sie später - in besser erhaltener Form - erneut begegnen werden. Nach etwa 50 Metern biegt dieser Weg dann quer durch die Wiesen in Richtung des oberen, wiederum circa 50 Meter entfernen Waldrandes ab.

Ruhebank am Waldrand mit AusblickenDort treffen Sie wieder auf einen Querweg, der an diesem neuerlichen Waldrand entlang führt. Folgen Sie ihm dann später nach links in den Wald. "Später" deshalb, weil sich der kurze Abstecher nach rechts zur Ruhebank lohnt. Auf ihr können Sie sich nicht nur ausruhen, sondern auch noch einmal den Ausblick über die weite, nur von sanften Hügeln durchzogene Landschaft von Burgebrach genießen, bevor Sie dem Weg dann wieder in den Wald hinein folgen.

WaldkapelleIm Wald fällt viel Licht zu Boden, da hier viele Laubbäume wachsen, die jetzt im Spätherbst bzw. im Winter kein Laub mehr tragen. Ihr Weg führt wieder geradeaus und fällt nach einer Weile leicht bergab. Nach wenigen hundert Metern erreichen Sie eine kleine Kapelle. Sie ist meistens geöffnet, sodass Sie einen Blick hinein werfen, oder auch hinein gehen können. Auch wurden außen viele Sitzbänke aufgestellt, die bei Trockenheit ebenfalls zum Verweilen einladen.

Hölzerner Wegweiser zur RuineRundherum hört man hier viel Klopfen, das von nahen Spechten zeugt. Damit passt das Specht-Wegsymbol optimal zu diesem Tour-Abschnitt. Hinter der Kapelle sehen Sie an einem Baum bereits einen hölzernen Wegweiser (Bild), der hoch zur Ruine Windeck führt.

WallgrabenHier gibt es zwei Weg-Symbole: Ein "B 3" auf gelbem Grund, das Sie jedoch erst später interessieren wird und vor allem der Specht. Hinter der Kapelle geht es nur kurz geradeaus. Dann teilt sich der Weg: Folgen Sie bitte dem Specht-Symbol nach rechts oben. Hier folgt nun eine merkliche Steigung, die Sie jedoch in relativ kurzer Zeit schnell überwunden haben. Sie erreichen dann den Rand des Hochplateaus dieses Hügelrückens. Dort biegen Sie mit dem Specht-Weg nach links ab und gehen am Nordrand des Plateaus entlang. Rechts von Ihrem Weg fällt der Wald steil den Berghang hinab. Nach kurzer Gehzeit, hier treffen Sie übrigens auch wieder auf das "B 3"-Sybol, gelangen Sie zu einer großen Mulde. Sie entpuppt sich beim Hineingehen als der ehemalige Wallgraben der Burg Windeck (Bild).

Denkmal-SteinGehen Sie nach links in diesen großen Wallgraben und folgen Sie ihm. Er beschreibt eine Kurve und Sie treffen einen Denkmal-Stein mit folgender Aufschrift: "An dieser Stelle stand einst die Burg der Edlen von Windeck, die Ministeriale von Bamberg waren. Im 12. Jahrhundert zum ersten Mal genannt, baute dieses Geschlecht viele Güter in unserer (der Burgebracher) Gegend. Mit Ursula von Windeck starb um 1475 die letzte Besitzerin dieser Burg."

Zurück zur KapelleB 3-WegAm Denkmal-Stein vorbei gehend folgen Sie noch dem Graben auf der Hochfläche, wo einst die Burg stand. Er öffnet sich dann weiter vorne, wo Sie ihn - nach rechts unten abbiegend - verlassen. Hier führt Sie dann der "B 3"-Weg (Bild) wieder geradeaus hinunter zur kleinen Kapelle.

Nach rechts hinunterNoch bevor Sie an der kleinen Kapelle stehen, sehen Sie rechter Hand wieder den hölzernen Wegweiser am Baum, der Ihnen vorhin den weg hoch zur Ruine gewiesen hat. Biegen Sie nun auf diesen ersten Weg nach rechts ab, der neben diesem Baum vorbei führt (Bild), also von der Ruine oben kommend: 90 Grad nach rechts abbiegen. Dieser Weg führt ziemlich geradlinig und ist anfangs mit viel Laub bedeckt und eher natürlich. Erst nach einer Weile fällt er dann leicht bergab.

Gerader WegDieser gerade Weg wird mit zunehmendem Gefälle befestigter und führt Sie in den Nachmittagsstunden dem Sonnenlicht entgegen. Auch das Specht- und das "B 3"-Symbol sehen Sie nach kurzer Zeit an den Bäumen am Wegrand. Es geht sehr weit mit leichtem Gefälle im Wald hinunter. Sie können nach dem ersten Bogen, den der Weg beschreibt, sehr weit geradeaus schauen. Auch hier fällt durch die lichten Baumkronen viel Sonnenlicht zu Ihnen herunter.

B 3-WegAm Ende dieser etwa 600 Meter langen Geradeaus-Etappe fällt "Ihr" Weg dann deutlicher bergab und führt durch einen Bachgrund. Ringsherum ist der Wald hier sehr feucht und Sie können viel Moos auf dem Waldboden sehen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Bachgrundes mündet Ihr Weg auf einen breiteren Forstweg. Biegen Sie hier auf der Kreuzung nach links ab. Auch der
"B 3"-Weg biegt hier nach links ab.

noch breiterer ForstwegFolgen Sie dem breiteren Forstweg, bis er nach etwa 200 Metern auf einen noch breiteren Forstweg mündet. Dort sehen Sie links an der Einmündung einen trüben Tümpel (siehe Bildteil). Biegen Sie auch hier wieder (mit dem "B 3"-Weg-Symbol) nach links ab. Unter anderem führt auf diesem Forstweg auch der "Main-Donau"-Weg entlang, den Sie an den entsprechenden blauen Wegweisern erkennen können. Der Forstweg steigt nur am Anfang minimal an und fällt dann aber langsam bergab.

In Richtung WaldrandEr führt Sie geradeaus in Richtung des nächsten Waldrandes. Dort erreichen Sie einen Wanderparkplatz (Bild) mit Infotafel und -karte. Auch hier breiten sich noch einmal rechter Hand ein paar kleinere Tümpel aus, bevor Sie geradewegs den Wald (ohne Wegweiser) verlassen. Ein Stück weit (etwa 250 Meter) führt der Weg, der außerhalb des Waldes dann wieder geteert ist, noch am Waldrand entlang, welcher sich rechts vom Weg erstreckt. Dabei kommen Sie auch an einer urig überdachten und gestalteten Ruhebank, der "Kuners-Ruh" vorbei (siehe Bildteil).

Schotterweg nach obenKnapp 100 Meter nach der "Kuhners-Ruh" erreichen Sie die letzte Ecke des Waldes. Dort biegt ein breiter, geschotterter Weg nach links oben ab. Ein gelbes Gasleitungs-Hinweisschild steht auch an dieser Ecke und gibt Ihnen Orientierung. Folgen Sie also diesem Schotterweg bergauf. Er führt Sie erst an einer Birke und ein Stück weiter oben an einer Baumschonung vorbei. An seinem oberen Ende erreichen Sie dann einen Querweg mit einer T-Kreuzung, der Ihnen bekannt vorkommen müsste.

Weg zurückDieser Querweg, auf dem Sie bitte nach rechts abbiegen, führt Sie wieder direkt zurück nach Burgebrach. Hier schließt sich also der Kreis: Sie kennen den Weg deshalb, weil er Sie am Anfang dieser kleinen Tour geradeaus an Hecken entlang hierher geführt hat. Das heißt, Sie können nun auf dem Endspurt noch einmal die weiten Ausblicke genießen, die Sie schon am Beginn der Tour erleben konnten. Wandern Sie also immer geradeaus und entspannt zurück in die oberste Straße des Ortes, die Dr.-Stahl-Straße, den Start- und Zielpunkt dieser HINTERINDIEN.DE-Tour.

Die Länge dieser hier beschriebenen, kleinen Wandertour beträgt 5,5 Kilometer. Die von HINTERINDIEN.DE beschriebene Tour wird etwa eineinhalb Stunden dauern. Bei Regenwetter ist - wie immer beim Wandern - festes Schuhwerk empfohlen.

Der HINTERINDIEN.DE-Service: Drucken Sie die Ausdruck-Version dieses Monatsthemas als Wanderführer aus.

>> Unser Bildteil zeigt Ihnen Impressionen
von den Hügeln hinter Burgebrach <<