Erklärung der Hinweise Seit Jahrhunderten thront die Trimburg in der Nähe der Stadt Hammelburg über dem Tal der Fränkischen Saale. Und endlich - jetzt im Juni 2009 - hat sie Ihren Besuch "verdient". HINTERINDIEN.DE schickt Sie auf eine knapp 10 Kilometer lange Sommertour ins nordwestliche Unterfranken, die auch an rechten heißen Sommertagen noch gut zu bewältigen ist. Die Steigungen halten sich in Maßen und die Ausblicke lohnen sich vor allem am Ende, dem "Finale" der Tour. Dann haben Sie die bestens erschlossene Ruine der Trimburg erreicht und können im historischen Gemäuergut einkehren.

Startpunkt unter der BrückeDer Startpunkt der Trimburg-Tour 2009 ist der unter ihr liegende Ort Trimberg oberhalb des Ortes unweit der Autobahn A7. Geben Sie in Ihr Navigationsgerät einfach "97725 Elfershausen (Trimberg)" ein. Alternativ dazu empfiehlt Ihnen HINTERINDIEN.DE den Routenplaner www.map24.de. Wichtig: Klicken Sie einfach hier direkt zu map24. Parken Sie Ihren Wagen im Ort an geeigneter Stelle, da kein spezieller Wanderparkplatz ausgewiesen ist. Der Startpunkt der Tour ist direkt unter der großen Straßenbrücke (Bild), an der auch eine Ortsplan-Tafel steht.

Weg durch die BergstraßeSicher sehen Sie gleich ein "Fußweg zur Trimburg"-Schild neben der Info-Tafel. Nehmen Sie diesen Weg jedoch NICHT, da Sie hier am Ende der Tour hin von der Trimburg herunter steigen werden. Die HINTERINDIEN.DE-Juni-Tour 2009 führt Sie unter der Straßenbrücke (bergab) in den Ort. Dort biegen Sie an der nächsten Möglichkeit links ab. Kurz danach gelangen Sie an eine zentrale Einmündung, an der eine breite Brücke über die Saale führt. Gehen Sie aber geradeaus in die Bergstraße weiter. (Sie können natürlich einen kurzen Abstecher auf die Brücke machen, weil sich von dort aus ein schöner Blick über den Fluss hoch zur Burg bietet (siehe Bildteil)). Die Wandertour führt jedoch die schmale, ansteigende Bergstraße hinauf.

Schotterweg oberhalb zwischen Wiesen und FeldernDie Bergstraße führt anfangs von Häusern und später von Hecken begleitet bis an die Bundesstraße B287. Sie müssen diese Bundesstraße aber nicht betreten, denn an der Hecke beim letzten Haus des Ortes führt ein breiter Feldweg nach rechts von der Bundesstraße weg. Er ist nach 50 Metern geschottert und beschreibt einen weiten Linksbogen durch die Wiesen und Felder. Beim Blick über die rechte Schulter sehen Sie nach kurzer Gehzeit die Trimburg über dem Ort Trimberg. Und beim Blick über Ihre linke Schulter sehen Sie schon die ersten Häuser des Nachbarortes Machtilshausen, den Sie als nächstes Etappenziel erreichen werden.

Kreuzkapelle von MachtilshausenNach dem Linksbogen führt der Schotterweg auf einer kleinen Anhöhe immer geradeaus, auch an der Stelle wo ein Weg von rechts her einmündet. Nach einer Weile ist dieser Weg dann auch wieder geteert. Von hier oben aus können Sie schräg, rechts vorne die Ausläufer der Stadt Hammelburg erkennen, bevor Sie dem Weg mit einer deutlichen Linkskurve nun wieder bergab folgen. Sie wandern nun direkt auf die Kreuzkapelle von Machtilshausen aus dem 18. Jahrhundert zu.

Fußgänger-DurchgangWenn die Kreuzkapelle geöffnet ist, lohnt sich ein Blick ins Innere des Gotteshauses. Und wie im Mittelalter, als eine alte Handelsstraße, wahrscheinlich ein Zubringer zum Jakobusweg nach Santiago de Compostela, führt heute an der Kreuzkapelle die Bundesstraße B 287 vorbei. Ihr sind Sie schon bei Trimberg sehr nahe gekommen. Sie müssen die Bundesstraße aber erneut nicht betreten, denn Sie können Sie unter- statt überqueren. Gleich hinter der Kreuzkapelle führt ein ausgeschilderter Fußgänger-Durchgang (Bild) unter der breiten Verkehrsader hindurch und Sie gelangen sicher geradewegs in den Ort Machtilshausen.

In MachtilshausenMachtilshausen selbst durchqueren Sie nun in ganzer Länge. Sie kommen an für Unterfranken typischen Hoftoren vorbei und gehen auf dem Gehsteig am Straßenrand einfach immer geradeaus weiter. Mitten im Ort kommen sie an eine Straßengabelung. Sie verlassen die Kapellenstraße und biegen in die größere Weinbergstraße nach links oben ab. Nach nur 30 Metern leicht bergauf, knickt sie dann wieder nach rechts, sodass Sie den Ort wieder weiter in der ursprünglichen Richtung durchqueren. Kurz vor Ortsende an einer Straßengabelung ...

Schotterweg an den Weinberghängen... halten Sie sich links auf der schmaleren Fortsetzung. Leicht ansteigend führt die Straße an Privathäusern vorbei und wird dann nach etwa 70 Metern zum Schotterweg, der geradeaus in die alten Weinberghänge führt. Jetzt beginnt der romantische Teil der Tour: Am Wegrand stützen alte Mauern die Hänge. Unten sehen Sie an manchen Stellen noch ab und an kleine bewirtschaftete Weinberge, die wahrscheinlich dem Eigenverbrauch dienen.

Linksbogen nach hinten ins TalDieser alte Weinbergweg führt weiter nach hinten ins Tal und macht dann einen weiten Linksbogen. Dort, wo er sich gabelt, wählen Sie den steil ansteigenden Weg. Das heißt, Sie folgen der scharfen Linkskurve nach oben. Das ist die erste der beiden Steigungen dieser Tour, zum Glück die mäßigere - sie hält sich in einem sehr verträglichem Maß. Zwischen Wiesen hindurch führt Ihr Weg dann in den lichten Wald und immer leicht bergauf, sodass Sie schnell an Höhe gewinnen.

Blick nach HammelburgAn einem alten Steinbruch, den Sie während des Aufstiegs passieren, lädt eine Sitzbank zum Verweilen ein. Von ihr aus bietet sich ein Ausblick weit über das Tal bis nach Hammelburg. Auffällig sichtbar sind von hier aus die großen Radar-Schüsseln der dortigen Erdfunkstation (siehe Bildteil). Rechts am Steinbruch vorbei führt der Weg dann in einer deutlichen Linkskurve weiter hinauf auf den Wacholderberg.

Aussichtspunkt am WacholderbergOben am Berg gabelt sich der Weg:Wählen Sie hier den rechten Weg. Dieser führt Sie hinauf, bis der Weg eben und der Wald wieder sehr licht wird. Nun wandern Sie auf dem langen Rücken des Wacholderberges entlang. Beim Blick nach rechts können Sie durch die Bäume, das hintere Tal erkennen. Doch haben Sie Geduld, denn die Ausblicke werden noch viel besser. Nach einer Weile erreichen Sie einen Aussichtspunkt mit Sitzbank, von dem Sie einen herrlichen Ausblick über das Tal haben.

Fußpfad an der BergkanteÜberhaupt ist der Wachholderberg, samt Tal darunter ein stiller Geheimtipp, da hier sehr wenige Wanderer unterwegs sind. Sie hören fast nur Grillen zirpen und Vögel zwitschern. Genießen Sie die Ruhe, denn später, bei der Trimburg, dem weithin sichtbaren Highlight dieser Tour, werden Ihnen zu jeder Zeit Wanderer begegnen. Vom Aussichtspunkt aus müssen Sie nicht zurück auf den breiten Weg gehen, denn ein schön gelegener, schmaler Fußpfad führt direkt an der Bergkante entlang parallel zum breiten Weg, den Sie in einigen Metern Entfernung zu "Ihrem" Fußpfad entlang sehen. Genießen Sie die Ausblicke, die sich während des Wanderns auf dem Pfad bieten.

Waldweg nach draußenNach einigen hundert Metern mündet der Fußpfad wieder automatisch zurück auf den breiten Weg. Diesem folgen Sie nun immer geradeaus durch den von jetzt an dichteren Wald. Auch wenn weiter hinten an einer leichten Rechtskurve ein mit Gras bewachsener, älterer Waldweg auf Ihren Weg mündet, laufen Sie bitte unbeirrt geradeaus weiter. Nach fast einem Kilometer Weg durch den Wald erreichen Sie dann endlich wieder einen Waldrand, den Sie schon von weitem aus sehen können (Bild).

Weg zwischen Waldrand und FeldernAm Waldrand angekommen folgen Sie der deutlichen Linkskurve, die der Weg macht. Auf dieser neuen Etappe außerhalb des Waldes gehen Sie immer parallel zwischen Wald (links) und Feldern (rechts) entlang. In ca. 250 Metern kommt von rechts oben ein schmaler, geteerter Flurweg hinzu, in etwa 500 Metern biegt ein geteertes Sträßchen nach links unten durch die Hecken und den Wald ab. Wie auch immer: Gehen Sie auch hier außerhalb des Waldes unbeirrt immer geradeaus. Teilweise ist dieser Weg nun geteert.

Weg in den WaldNach insgesamt etwa 700 Metern am Waldrand, führt, an einer Rechtskurve vor dem Wald, ein geschotterter Weg geradeaus weiter IN den Wald hinein (Bild). Folgen Sie ihm am Verkehrsschild vorbei unter die schattigen Bäume. Auch dort gehen Sie geradeaus weiter. Nach einem kurzen Stück gabelt sich der Weg: Wählen Sie dort den rechten, breiteren Weg. Dort zeigt sich übrigens ein Wegweiser mit einer Nr. 3 (Rundweg Naturpark Rhön), in dessen umgekehrte Pfeilrichtung Sie jedoch weiter wandern. Dieser Weg kommt Ihnen also entgegen.

Weg-Einmündung im TalNach einer Geradeaus-Etappe fällt dieser Weg dann langsam bergab. Anschließend macht er eine Linkskurve und führt nun im Wald den Berg hinunter. Mit hohen Böschungen wird er fast zum klassischen Hohlweg. Und mit der Zeit zeigen sich rechts außen schon erste Wiesen im Talgrund. Anschließend öffnet sich der Wald und der Weg mündet auf einen breiten Schotterweg im Talgrund. Biegen Sie nach links unten an einem Jägerhochsitz vorbei ab. Alle dortigen Wegweiser können Sie außer Acht lassen.

Kurz vor den kleinen ScheunenWegstandbildHinter einer leichten Biegung sehen Sie, etwa 100 Meter unterhalb des Standortes des Jägerhochsitzes, kleine land- und forstwirtschaftliche Scheunen (großes Bild). Doch kurz bevor Sie diese erreichen, biegt ein kleiner Weg nach rechts ab und führt direkt durch den Talgrund an einer Ruhebank vorbei. Sie gelangen also im Nu auf die andere Talseite, wo am Waldrand ein religiöses Wegstandbild steht (kleines Bild).

Weg steil bergaufBei diesem Wegstandbild müssen Sie Acht geben. Von hier aus führen zwei Wege weiter: Nehmen Sie nicht den ersten, der (zugegebenermaßen mit vielen Wegweisern) schräg nach links weiter führt. Sondern wählen Sie den zweiten Weg, der geradeaus führt und der vorerst mit keinem Wegweiser beschildert ist. Er führt Sie direkt und relativ steil bergauf und führt anfangs an einer Futterkrippe vorbei. Der Aufstieg lohnt sich auf jeden Fall, da Sie so am schnellsten die Höhenmeter bis zur Oberkante des Bergrückens überwinden. Bringen Sie also die etwa 500 Meter hinter sich, wobei nach 400 Metern eine Rechtskurve folgt und die letzten 100 Meter dann schon deutlich flacher werden. Und lassen Sie sich einfach Zeit beim Aufstieg.

WegkreuzOben angekommen, erreichen Sie eine große Wegkreuzung. Dort steht ein großes, von Holzbänken flankiertes Kruzifix-Standbild, an dem Sie nach dem mühsamen Aufstieg eine kleine Ruhepause einlegen können. Auf der jetzt folgenden, letzten Etappe kommt zum Glück keine Steigung mehr. Sie haben es fast geschafft! Vom Tal kommend, führt der Weg nach links dann weiter in Richtung der Trimburg. Nun folgen sie den Holzschildern, die mit dem Namen der Burg in die richtige Richtung weisen.

Nach nur kurzer Wegstrecke gabelt sich dieser Weg: Die Nr. 1 führt eigentlich nach links unten weiter: Gehen Sie jedoch auf dem rechten Weg noch einmal minimal bergauf. Auch hier weist ein Holzwegweiser rechts hoch in Richtung Trimburg.

Aussichtspunkt auf dem Weg zur TrimburgNachdem Sie nun auf dem Höhenrücken der Trimburg angekommen sind, führt der Weg etwa 1 1/2 Kilometer mit leichtem Gefälle oben entlang. Nach einiger Zeit öffnen sich nach links unten schöne Aussichten. Extra Aussichtspunkte mit Sitzbänken wurden dort aufgebaut. Hier ist nun ein beliebtes Wandergebiet, weshalb Sie nun auf viele andere Wanderer treffen.

Die TrimburgNach den 1 1/2 Kilometern, und nachdem Sie an einem alten Natursteinbruch vorbeigekommen sind, sehen Sie nach einer Kurve die Trimburg vor sich. Dort mündet Ihr Weg auf einen breiten, von unten kommenden Schotterweg ein, auf dem Sie nach rechts weiter in Richtung Burg gehen. Ein Wegweiser zeigt hier die letzten 300 Meter an. Diese haben Sie im Nu überwunden. Als erstes erreichen Sie einen Parkplatz den Sie, immer links von sich lassend, überqueren und bis vor zum Eingang der Burg gehen. Im Bildteil zu dieser Tour sehen Sie viele Ansichten des alten Gemäuers. Nähere Informationen zur Burg selbst finden Sie bei Wikipedia und den Freunden der Trimburg (ausführlich).

DoppeldreieckAltes Gemäuer am unteren BurgrandNachdem Sie die Burg besichtigt haben und eventuell auch eingekehrt sind, führt der Weg wieder aus dem Burgtor hinaus und über die Brücke hinweg. Gleich am Ende der Brücke jedoch biegt ein Wanderweg nach rechts unten ab. Er ist mit einem schwarzen Doppeldreieck auf weißem Grund gekennzeichnet. Dieser Weg führt an der Südflanke der Burg entlang und an ein weiteres, der Burg vorgelagertes Gemäuer mit schöner Aussicht. Von hier aus sieht man auch sehr viel von der Umgebung. Die Burg ist nur an Sonn- und Feiertagen geöffnet. Unter der Woche ist sie verschlossen. Dann lohnt aber die Aussicht von diesem Punkt aus ebenso. Hier oben haben Sie von fast jeder Stelle eine grandiose Aussicht auf das breite Tal der Fränkischen Saale und Hammelburg.

KapelleVom Gemäuer aus führt der Weg dann durch den Wald am Berghang entlang und nach einer scharfen, serpentinenartigen Kurve deutlich bergab bis Sie die kleine Friedhofskapelle von Trimberg erreichen. An ihr vorbei führt der schwarze Doppeldreieck-Weg weiter bergab und an einem Kriegerdenkmal vorbei. Unten gelangen Sie dann wieder, zum dritten Mal bei dieser Tour, ganz nah an die Bundesstraße B287. Aber: Sie müssen diese auch hier nicht betreten. Denn direkt an der Straße führt nach links unten eine Treppe. Steigen Sie auf ihr hinunter, folgen Sie dem schmalen Weg an einem Privatgrundstück vorbei bis zu einer weiteren, größeren Treppe. Auf ihr steigen Sie bergab und wenn Sie unten angekommen sind, stehen Sie wieder an der Wandertafel unter der großen, mit Bögen überspannten Straßenbrücke am Start- und Zielpunkt dieser Tour.

HinweisDie Länge des hier beschriebenen Weges beträgt fast 10 Kilometer. Die von HINTERINDIEN.DE beschriebene Tour wird etwa 3 1/2 Stunden dauern. Sie ist mit Vorsicht auch bei Regenwetter begehbar.
Der HINTERINDIEN.DE-Service: Drucken Sie die Ausdruck-Version dieses Monatsthemas als Wanderführer aus.

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