Erklärung der Hinweise Das Tal der Hungerbrunnen bei Hohenpölz in der Fränkischen Schweiz ist mittlerweile ein Klassiker der HINTERINDIEN.DE-Touren. Deshalb präsentiert HINTERINDIEN.DE diese Tour noch einmal im November 2011. Genau genommen handelt es sich beim "Tal der Hungerbrunnen" um das obere Leinleitertal - ein urzeitliches Trockental. Der Grund: Nur ganz selten sprudelt aus den beiden Hungerbrunnen - "Tummler" genannt - Wasser, mit dem sich das ansonsten leere Flussbett im Tal füllt. Gehen Sie bei dieser Spät(est)herbsttour diesem besonderen Phänomen auf den Grund und erleben Sie eine einmalige Wanderung mit außerordentlichem Naturschauspiel und dem - in seiner Art ebenfalls sehr eindrucksvollen - großen Mühlrad der Heroldsmühle.

Die Kirche von HohenpölzDer Startpunkt der Hungerbrunnen-Tour 2008 / 2011 ist oben an der Kirche von Hohenpölz. Geben Sie in Ihr Navigationsgerät einfach "91332 Heiligenstadt in Oberfranken, (Hohenpölz)" ein. Alternativ dazu empfiehlt Ihnen HINTERINDIEN.DE den Routenplaner www.map24.de. Wichtig: Klicken Sie einfach hier direkt zu map24. An der Kirche ist auch ein Parkplatz, wo Sie Ihren Wagen abstellen können. Hier steht an der Ecke übrigens ein riesiger alter Baum, der immer wieder bewundernde Blicke auf sich zieht. Betrachten Sie dieses stolze Gewächs und lassen auch Sie sich beeindrucken.

Weg aus Hohenpölz hinausGehen Sie - vom großen Baum als Startpunkt ausgehend - am Rande der Dorfstraße hinunter durch den Ort. Linker Hand breiten sich Streuobstwiesen aus. Danach kommen Sie an einer schönen alten Scheune vorbei. Diese finden Sie hier im Bildteil zu dieser Tour. Unten an einem auffälligen Briefkasten gabelt sich die Straße in zwei Richtungen. Wählen Sie den linken Weg, der Sie - am Feuerwehrhaus vorbei - aus Hohenpölz hinaus in die ebene Landschaft führt.

Informationstafel zu früh-keltischem GrabhügelfeldUnweit des Ortes treffen Sie auf eine Informationstafel. Sie weist auf das hier unmittelbar zu sehende uralte früh-keltische Grabfeld hin. Sogar ein alter Steinkreis kann noch besichtigt werden. Begehen Sie ruhig diese einzigartige Anlage, die Jahrtausende vor unserer Zeit hier errichtet wurde. Hier weht Ihnen der Wind der Geschichte um die Ohren und die Informationstafel beschreibt ausführlich alles zu diesem für die alten Kelten heiligen Ort. Abbildungen einiger Grabhügel finden Sie auch im HINTERINDIEN.DE-Bildteil.

Weg an der Hecke entlangDann führt der Weg etwa einen halben Kilometer geradeaus an einer herbstlichen Hecke entlang. Er ist geteert, insgesamt werden Sie allerdings bei dieser Tour wesentlich häufiger auf ungeteerten Wegen unterwegs sein. Weit entfernt vor sich sehen Sie einen Waldrand, den Sie aber bei dieser Tour nicht erreichen werden, weil Sie - etwa einen halben Kilometer nach dem Ortsausgangsschild - nach rechts auf einen breiten Wiesenweg abbiegen werden.

Breiter WiesenwegDer breite Wiesenweg (Bild) führt Sie an die Ecke eines weiteren, kleineren Wäldchens und an dessen linker Seite entlang. Dann knickt er an der nächsten Ecke dieses Wäldchens nach rechts ab und führt an dessen hinterer Seite entlang. Im Anschluss ans Wäldchen gehen Sie erneut an einer Hecke entlang. Durch sie sehen Sie wieder Hohenpölz, auf das Sie mit diesem Weg wieder ein Stück zulaufen.

Weg in Richtung KapelleNachdem Sie im Zuge dieser Anfangsetappe der Tour einen kleinen Rund-Exkurs über die Hochebene von Hohenpölz unternommen haben, erreicht Ihr Weg noch einmal einen kleinen geteerten Flurweg, auf dem Sie nach links abbiegen. Nur 100 Meter auf diesem Flurweg gegangen, biegen Sie nach rechts auf einen geschotterten Weg ab, der abermals an einer langen Hecke entlang führt. Schnurgeradeaus laufen Sie auf ihm zu einer kleinen Landstraße, die Sie geradewegs überqueren.

Kapelle HohenpölzAuf der anderen Seite dieser kleinen Landstraße treffen Sie auf eine weitere Sehenswürdigkeit dieser schönen Wandertour: die kleine Kapelle von Hohenpölz. Sie wurde im vorletzten Jahrhundert von der Familie Popp (heute Schrenker) aus Hohenpölz errichtet und in den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts aufgrund von Straßenumbau-Maßnahmen an ihren heutigen Standort versetzt. Vorne ist sie offen, sodass Sie einen Blick hinein werfen können.

Hier nach links abbiegenGleich an der Kapelle steht auch ein Wegweiser: Er zeigt geradeaus in Richtung Heroldsmühle. Gehen Sie also in die gewiesene Richtung weiter. Erst etwa einhundert Meter vor einem weiteren Waldrand knickt der geteerte Weg nach links ab. Tun Sie es ihm gleich und biegen Sie hier ab, wandern auf ihm durch die leichte Senke und folgen dann seinem leichten Anstieg. Links und rechts breiten sich hier wieder Felder aus. Nach dem leichten Anstieg trifft der Weg dann auf eine Kreuzung, die von Hecken umgeben ist.

Grünkreis-Wegweiser markiert Geologischen LehrpfadDort treffen Sie auf den ersten Symbol-Wegweiser dieser Tour: Es handelt sich um einen grünen Kreis auf weißem Grund (Bild). Er markiert einen geologischen Lehrpfad, der Sie hinunter ins und durchs Tal der Hungerbrunnen - also das Trockental der Leinleiter - führt. Da der Lehrpfad an dieser Kreuzung abbiegt, weisen die Wegweiser in zwei Richtungen. Folgen Sie der Richtung geradeaus. Ihr Weg führt aus den Hecken heraus wieder ins Freie und anschließend an einer Baumschule mit vielen, unterschiedlichen kleinen Bäumen entlang. Außerdem geht es hier leicht bergab.

Abbiegen am JägerhochsitzNach der Baumschule folgt eine Einmündung (der abgebildete Jägerhochsitz steht dort allerdings nicht mehr). Hier biegen Sie nach rechts in Richtung Wald ab. Auch der Grünkreis-Wegweiser zeigt hier deutlich sichtbar in diese Richtung. Dieser Weg ist nun geschottert und führt - wie schon beschrieben - geradeaus in den Wald hinein.

Im WaldDie Etappe durch den hier sehr lichten Wald ist fast einen dreiviertel Kilometer lang. Der Forstweg ist übrigens sehr breit und führt im Prinzip immer geradeaus. Hier können Sie sich nicht verlaufen. Überdies ist im November bereits das meiste Laub von den Bäumen gefallen, wodurch noch mehr Licht auf den Waldboden fällt ... Nach einer großen Lichtung - hier ist auch ein Felsbrocken am linken Wegesrand - fällt er dann leicht bergab und Sie erreichen den nächsten Waldrand.

Wiesenweg am Zaun entlangAußen angekommen, wandern Sie am rechten Waldrand hinunter, bis an die Landstraße, die Sie allerdings nicht betreten müssen. Denn dort zeigt ein Wegweiser - rechts an einer Hecke - mit einigen Richtungsweisern scharf nach rechts unten: Hier führt ein schöner Wiesenweg (Bild) an einem Zaun entlang steil bergab ins Leinleitertal bis hin zur Heroldsmühle, Ihrem nächsten Etappenziel auf dieser Tour. Bei Regenwetter sollten Sie allerdings hier besonders achtsam sein, damit Sie nicht ins Rutschen kommen.

Die HeroldsmühleUnten halten Sie sich nach einer Scheune immer leicht rechts. Dann erreichen Sie die Heroldsmühle, deren "Wahrzeichen" ein großes, metallernes Mühlrad ist, das Sie sofort in seinen Bann ziehen wird. Gemächlich drehte es sich viele Jahre unter dem Fluss des Wassers, von dem es angetrieben wurde.

Schöner Wanderpfad ins TrockentalVon der Heroldsmühle aus weiter folgen Sie dem schönen, schmalen Wanderpfad, der Sie - rechts am Mühlrad vorbei - ins eigentliche Leinleiter-Tockental führt. Und immer wieder zeigt Ihnen der Grünkreis-Weg die Richtung (Grünkreis-Wegweiser). Links unten sehen Sie eine stattliche Anzahl an Fischweihern, die auf noch reichlich Wasser an dieser Stelle des Tals hinweisen. An einer Gabelung halten Sie sich links und gehen den Weg, der leicht bergab führt. Insgesamt macht das Tal hier eine Linkskurve.

Das Leinleiter-TrockentalDann öffnen sich die Hecken, der Weg wird flacher und Sie erreichen die in Stein gefasste Leinleiter-Quelle am Anfang des offenen Tals. Sie speist die Fischweiher hinter der Heroldsmühle. Wandern Sie von ihr aus aber (am rechten Talrand) weiter nach hinten ins nun folgende Trockental ... Sie folgen dabei einem zur meisten Zeit des Jahres leeren Bachbett, das dem Namen dieses Tales alle Ehre macht - und das Tal selbst damit zu einer richtig seltenen Kostbarkeit in Franken!

Weiteres Bild vom TrockentalMit dem leeren Bachbett wandern Sie einfach durch die weiten Windungen des Tals entlang. Immer wieder zeigt sich eine jeweils flachere Talseite auf einer Seite, der jeweils eine steile Seite mit längs, vom Wasser abgeschliffenen Steinschichten, gegenüber liegt. Hier flossen vor Jahrmillionen einst die Urströme mit großer Kraft hindurch. Heute jedoch ist das ganze Tal trocken. Der Grund dafür ist das folgende, leicht versteckte, aber dennoch großartige Highlight dieser Tour: der große Tummler.

Der große TummlerDen großen Tummler finden Sie hinter einem kleinen Hügel, der mitten im Tal in einer Linkskurve liegt. Hier gabelt sich auch der Weg und ein ins Gras getretener Trampelpfad führt in seine Richtung. Dann sehen Sie ein Schild mit der Aufschrift "Tummler" und hinten - in einer großen Einbuchtung des Hanges - haben Sie ihn erreicht. Er ist der auffälligste Hungerbrunnen seiner Art. Er hat einen "kleinen Bruder", der jedoch kaum auffällt. Die ganz große Besonderheit wird auf einer Infotafel genau erklärt: Nur nach der Schneeschmelze, oder nach einer Starkregen-Periode, sprudeln aus seinem Innern große Mengen Wasser. Den Rest des Jahres "schweigt" er still und führt kein Wasser. Früher sahen die Menschen das Sprudeln der Hungerbrunnen als Unheilvolle Omen an. Heutzutage ist dieses dunkle Loch in der großen Kalkfelsenwand jedoch das ganze Jahr eine große Sehenswürdigkeit!

Aktualisierung aus 2009: Sehen Sie im Bildteil (seit März 2009) das ganz seltene Sprudeln der beiden Tummler im Leinleitertal und lesen Sie zudem interessante Informationen dazu.

Wegweiser nach rechts obenVom Hungerbrunnen wieder weg, treten Sie aus der Einbuchtung heraus und biegen nach rechts - weiter dem Talverlauf folgend - ab. Einen guten halben Kilometer weit gehen Sie noch im nun immer flacher werdenden Tal entlang. Das macht auch eine weite Rechtskurve. Hinter ihr treffen Sie auf einige Wegweiser (Bild), von denen auch der mit dem grünen Kreis (Grünkreis-Weg), der - wie oben beschrieben - den Geologischen Lehrpfad markiert, nach rechts oben in Richtung Hohenpölz zeigt.

Weg aus dem Tal nach HohenpölzEin schöner, gemähter Wiesen-Wanderweg, der später auf einen Schotterweg mündet, führt Sie geradeaus, mit etwas Steigung, bergauf. Sie gehen am Waldrand entlang und spüren unter Ihren Füßen die letzten gefallenen Blätter des Jahres. Die HINTERINDIEN.DE-Bilder zu dieser Tour wurden im Vormonat aufgenommen, als das Laub noch gold-rot an den Bäumen hing. Dann erreichen Sie wieder offene Wiesen und Felder und Ihr weg führt an einer kurzen Hecke entlang weiter hoch.

Zurück im Ort HohenpölzNach einer flachen Bergkuppe haben Sie dann schon den Kirchturm von Hohenpölz vor Augen. Der Weg führt auf eine schmale, geteerte Straße. Hier zeigt ein Wegweiser nach links - also auch direkt in Blickrichtung Hohenpölz. Ihr nun geteerter Weg führt gleich direkt in den Ort hinein: Biegen Sie an der Hauptstraße im Ort einfach nach links oben ab. Etwa 100 Meter danach folgt eine Bushaltestelle, nach der Sie noch einmal nach rechts abbiegen. Dieses Sträßchen führt zu der großen Einmündung mit dem Briefkasten vom Anfang dieser Tour hin. Biegen Sie nun nach links - bergauf - und folgen Sie der Straße bis hoch zur Kirche, an der sich der Start- und Zielpunkt dieser HINTERINDIEN.DE-Klassiker-Tour befindet.

Die Länge des hier beschriebenen Weges beträgt etwa 8 Kilometer. Die von HINTERINDIEN.DE beschriebene Tour kann bis zu 3 Stunden dauern und es ist auch bei Regenwetter noch möglich, diese Tour zu wandern. Die Einkehrzeit in der Mühle ist hier bei langsamen Gehen nicht berücksichtigt.

Der HINTERINDIEN.DE-Service: Drucken Sie die Ausdruck-Version dieses Monatsthemas als Wanderführer aus.

>> Unser Bildteil zeigt Ihnen Impressionen
von der Hungerbrunnen-Tour um Hohenpölz <<