Erklärung der Hinweise Ganz nach oben in Unterfranken - an die Nordgrenze des Rhön-Grabfeld-Kreises - führt Sie HINTERINDIEN.DE im Februar. Dort wartet etwas besonderes auf Sie: Schloss Sternberg - das auch die "Gralsburg des Grabfeldes" genannt wird. Die auffälligen vier Ecktürme dieses Barock-Kleinods symbolisieren die vier Jahreszeiten, seine 12 Kamine stehen für die 12 Monate, seine 52 Türen für die Wochen und seine 365 Fenster für alle Tage eines Jahreslaufs. Doch diese Wandertour bietet Ihnen mit dem 38 Meter hohen Aussichtsturm bei Zimmerau (siehe Bildteil) noch viel mehr. Er trägt eine breite Plattform in luftiger Höhe, von der sich ein beeindruckender Rundblick über das Gebiet der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze und weit darüber hinaus bietet.

Der Brunnen auf dem Berthold-von-Sternberg-PlatzStartpunkt der erstmal im Februar 2008 eingewanderten und 2014 mit einer kleinen Änderung nachgewanderten Tour ist der "Berthold-von-Sternberg-Platz" (Bild) in der Ortsmitte von Sternberg.

Um diesen zu erreichen, empfiehlt Ihnen HINTERINDIEN.DE das Einsetzen der Adresse "Kirchenrangen, 97528 Sulzdorf an der Lederhecke" bei Google Maps. Stellen Sie Ihren Wagen dann vor Ort an einer geeigneten Stelle ab, wo er niemanden behindert.

Vom Brunnen in der Mitte des Platzes aus, gehen Sie an die Ortsstraße und an deren rechter Seite aus dem Ort hinaus. Sie kommen auf der "Schlossstraße" an einem auffällig blauen Haus vorbei. Kurz nach diesem erreichen Sie eine Straßen-Einmündung, an der ein Wegweiser aus dem Ort hinaus und bergauf nach Zimmerau weist. Hier kommen Sie an einem Kriegerdenkmal (Bild) vorbei.

OrtsschildKurz nach dem Kriegerdenkmal erreichen Sie das Ortsschild von Sternberg in Richtung Zimmerau (Bild). An diesem ist ein Wegweiser befestigt, der auf einen schmalen Pfad nach links in den Wald mündet. Der "Bayernturm" ist hier mit nur 500 Metern Entfernung ausgeschildert. Folgen Sie diesem Pfad.

Der Pfad steigt anfangs noch kaum
an
und an einem Baum sehen Sie
nach einem kurzen Stück schon den Wegweiser des Burgenweges der Haßberge mit einem grünen Turm. Folgen Sie einfach diesem Weg, der
dann in einigen Kurven aber doch sehr deutlich bergan steigt. Und: Lassen Sie sich ausreichend Zeit, denn hier handelt es sich um die einzige Steigung dieser Tour.Bei Nässe oder Schnee müssen Sie hier unbedingt aufpassen, dass Sie nicht ausrutschen.

Ruhebank mit AussichtWanderschuhe mit festem
Profil sind wie immer sehr zu empfehlen.
Und Eile ist ebenfalls auf keinen Fall geboten. Kurz bevor Sie die Kante des Hochplateaus von Zimmerau erreichen, kommen Sie an einer Ruhebank vorbei, von der sich bereits eine schöne Aussicht über Sternberg bietet. Genießen Sie von hier aus schon einmal die Aussicht.

Kurz nach der Ruhebank erreichen Sie die Kante des Plateaus. Gehen Sie die letzten Schritte hinauf - und Sie haben die starke Steigung gut hinter sich gebracht. Oben kommen Sie an einem umzäunten Wasserhochbehälter (im Bild rechts) vorbei. Dabei können Sie in ca. 250 Metern Entfernung bereits den "Bayernturm" aufragen sehen, auf den Sie mit diesem Weg einfach geradeaus zu gehen. Sobald Sie den Turm erreichen, sollten Sie einen Euro bereit halten, denn hier ist ein Münzautomat, der seinen Tribut verlangt.

Blick vom BayernturmAuf 180 Stufen geht es dann hinauf:
Sie erreichen die ausladend breite Turmplattform auf fast 40 Metern Höhe, die Ufo-gleich auf dem dünnen Turmsockel steht. Der "Bayernturm" macht zwar optisch nicht mehr den jüngsten Eindruck, doch belohnt er
Ihren Aufstieg mit einem sagenhaften Rundblick. Auch oben ist er übrigens recht praktisch: Auf allen Seiten finden sich große Fenster, die Sie einfach aufschieben können. Eine weite Sicht - z. B. bis zur Heldburg in östlicher Richtung und zum Großen Gleichberg gleich im Norden - und schöne Fotos sind da garantiert ...

Weg am WaldrandWenn Sie vom Turm wieder herabgestiegen sind, gehen Sie auf seiner gegenüberliegenden Seite den Feldweg am Waldrand entlang. Rechter Hand liegt Zimmerau und links der zum Turm gehörige Gasthof. Folgen Sie dem Symbol "Rundweg Sulzdorf" (). Er führt direkt am Rand des Waldes entlang, bis nach hinten zur Ecke des Feldes. Dort geht es dann geradeaus weiter in den Laubwald hinein. Von nun an folgen Sie einem neuen Wegweiser mit einem blauen Kreuz auf weißem Grund (). Dazu gesellt sich - immer parallel -
ein Symbol mit weißem Kreuz auf schwarzem Grund.

Ihr Waldweg macht einige Kurven
und führt ein Stück weit auf dem Bergrücken entlang. Erst links dann rechts geht es gut sichtbar seitlich die Hänge hinab. Der Weg auf dem Sie gehen, fällt jedoch erst nach ein paar hundert Metern deutlich bergab. Mit seinem Gefälle erreichen Sie dann auch wieder einen Waldrand, wo Ihr Weg - auf dieser Etappe wieder etwas geteert - in einem Bogen an einer Hecke entlang (Bild rechts) bis auf eine kleine, schmale Ortsverbindungsstraße führt.

Diesem breiten Forstweg folgen Sie ca. 1,4 kmSobald Sie auf die dünne Straße treffen, sehen Sie auch gleich einen Wegweiser mit Schildern in mehrere Richtungen. Wählen Sie hier den Weg nach rechts, der in den Wald in Richtung Saale-Quelle führt. Zwar ist das nächste Ziel die St. Ursula-Kapelle, die am Wegweiser (nach links) auch angeschrieben ist, doch folgen Sie dem breiten Forstweg (Bild links), der durch eine Schranke nach rechts in den Wald führt. In weiten Kurven laufen Sie auf ihm nun immer geradeaus. Rings umher stehen viele, hauptsächlich junge, dünne Laubbäume, die jetzt im Frühjahr noch ohne Blätter sind. Viel Licht auf diesem Weg ist also garantiert ... Und hier ist es richtig still: Unweit der ehemaligen innerdeutschen Grenze gelegen - sie verläuft bis zu 500 Meter entfernt parallel auf der rechten Seite, ist vom Weg aus aber nicht zu sehen - findet sich hier weit und breit keine Straße.

Hier bitte nach links abbiegen.Erst nach knapp 1,4 Kilometern Geradaus-Strecke auf dem breiten Forstweg gelangen Sie an eine Dreiecks-Kreuzung mit gut sichtbarem Radfahrer-Wegweisern. Biegen Sie hier nach links auf den abzweigenden Schotterweg ein. (Der Radweg, dem Sie aber bitte nicht folgen, würde nach rechts weiter führen.)

Marien-KastenDer geschotterte Weg, der links weg führt, kommt nach etwa 100 Metern an einem Weiher im Wald vorbei und trifft dann kurz darauf auf eine eingezäunte Lichtung (links am Weg). Auffällig ist hier ein Kästchen an einem Baum, in dem eine Marienfigur steht. Sie ist die "Vorbotin" des nächsten Ziels dieser Tour.

Nach der Lichtung mit dem Marien-Kasten gelangen Sie auf eine Wege-Kreuzung. Nach links führt Ihr Weg
dann später zurück. Doch gehen
Sie hier erst einmal nach rechts in Richtung St. Ursula Kapelle. Der
Weg führt nach einem kurzen Stück wiederum an einer Schranke vorbei. Und danach sehen Sie - wie links im Bild - die Kapelle schon hinter den Bäumen. Treten Sie ruhig näher heran. Sie hat zwar - aufgrund ihrer einsamen Lage im Wald - sehr selten geöffnet. Doch lohnt sich der kurze Abstecher bis zu dem alten Gebäude.
Die Kapelle liegt am nördlichen Ende des Kapellenberg-Massivs auf 389 Metern über dem Meer und ist einer der ältesten und traditionsreichsten Wallfahrtsorte im Grabfeld.

Der Rückweg von der St. Ursula KapelleVon der St. Ursula Kapelle zurück gehen Sie auf dem gleichen Forstweg wieder zurück zur Kreuzug, auf dem Sie sie erreicht haben. Dort wandern Sie geradeaus über das Wegekreuz hinweg. Das blaue Kreuz auf weißem Grund weist Ihnen auch hier wieder den weiteren Weg (). Der Rückweg ist deutlich naturbelassener und dadurch während der ersten 50 Meter an feuchten Tagen mitunter richtig nass. In diesem Fall sollten Sie an seiner rechten Seite auf trockenerem Untergrund entlang wandern.

Drei trübe Tümpel am linken Wegesrand.Etwa einen Kilometer lang gehen Sie nun immer unbeirrt geradeaus - den blauen Kreuzen folgend - durch den lichten Laubwald. Selbst wenn Sie die Dämmerung überraschen sollte, haben Sie auch hier noch ausreichend viel Licht. Der Weg führt hier übrigens an der westlichen Bergkante des Kapellenbergs entlang. Rechter Hand haben Sie die Kante unmittelbar in Ihrem Sichtfeld. Nach einer ganzen Weile wird der Weg dann langsam zum schmaleren Wanderpfad. Er fängt an, sich leicht zu schlängeln und führt an drei trüben Tümpeln vorbei. Achten Sie hier noch einmal auf Nässe und behalten Sie einfach die Wegweiser im Blick.

Hier führt der Pfad aus dem Wald hinaus.Nach den Tümpeln fällt Ihr Pfad schon minimal bergab. Nach einiger Zeit läuft etwas unterhalb ein weiterer Weg - parallel zu ihrem - in einer Mulde entlang. Beide vereinen sich jedoch nach ca. 100 Metern. Hier endet auch der Hangrücken, der sich links von Ihnen bisher entlang gezogen hat. Sie kommen - immer noch im Wald - auf eine breitere ebene Fläche. Dort führt Ihr Weg nun wieder als ganz schmaler Pfad entlang und kreuzt dann sogar den hier nur noch angedeuteten Weg. Auffällig an einem Baum angebracht sehen Sie dann unter dem blauen Kreuz () einen Pfeil, der nach links aus dem Wald hinaus weist. Biegen Sie mit Ihrem Weg nach links außen ab.

Endspurt: Nur noch 800 Meter sind es bis SternbergSie treten nun auf eine kleine Wiese. An deren linken Rand - an der Hecke - gehen Sie nun einfach weiter entlang. Es sind nur 100 Meter,
bis Sie auf die schmale Teerstraße gelangen, die
Sie vorhin schon einmal überquert haben. Biegen
Sie auf Ihr nun nach rechts
unten
ab. Vorne an der Ecke
des Waldes befindet sich eine Holzbank-Sitzgruppe
mit nagelneuem Wegweiser.

Straße zurück nach SternbergAuch er zeigt nun bergab - noch 800 Meter zurück in den Ort Sternberg. Folgen Sie also der kleinen Straße, bis Sie die Landstraße und mit Ihr schon das Ortsschild von Sternberg erreicht. Gehen Sie auf dem rechten Gehsteig in den Ort hinein bis zurück zum Berthold-von-Sternberg-Platz,
dem Start- und Zielpunkt dieser Tour.

Die Länge des hier beschriebenen Weges beträgt 6,5 Kilometer. Sie können diese Tour - wegen der meist befestigten Wege - auch bei nicht so gutem Wetter wandern. Vorsicht ist wegen der Rutschgefahr aber bei Eisglätte geboten! Die von HINTERINDIEN.DE beschriebene Tour wird etwa 2 bis 2,5 Stunden dauern.

Der HINTERINDIEN.DE-Service: Drucken Sie die Ausdruck-Version dieses Monatsthemas als Wanderführer aus.

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