Erklärung der Hinweise Sie finden ihn am Westrand des Steigerwaldes, er beherbergt eine alte Burgruine und eine der schönst gelegenen Gaststätten Unterfrankens: Der höchste Weinberg Frankens am Stollberg unweit des Ortes Handthal. Mit ihm führt Sie HINTERINDIEN.DE erneut in einem Herbstmonat nach "Wein-Franken". Sehr weite Ausblicke über die große Ebene von Unterfranken sind da selbstverständlich. Doch
mehr noch: Hier vereinen sich gutes Essen, weite Blicke und gefühlte Geschichte in einer einzigartig schönen Wandertour, für die der Oktober der ideale Monat ist.

Der StartpunktDer Startpunkt der im Oktober-Tour 2007 erstmal eingewanderten und 2012 aktualisierten HINTERINDIEN.DE-Tour liegt außerhalb des Ortes Oberschwarzach (Ortsausfahrt Handthaler Straße). Um diese Straße zu erreichen, empfiehlt Ihnen HINTERINDIEN.DE den Routenplaner www.map24.de. Wichtig: Klicken Sie einfach hier direkt zu map24. Fahren Sie in Richtung Handthal aus dem Ort hinaus. Nach einer Weile kommen Sie an Sportplätzen vorbei, die sich rechts am Straßenrand befinden. Etwa einen Kilometer außerhalb des Ortes - und cirka 500 Meter nach dem letzten Sportplatz - sehen Sie am linken Straßenrand vor einer Hecke einen Gedenkstein (Bild). Hier können Sie Ihren Wagen am Rande des Feldweges parken.

Blick in den WeinbergVom Parkplatz überqueren Sie dann die Landstraße, denn genau gegenüber führt ein dünner geteerter Flurweg hoch in die Weinberge. Und hier geht's erst einmal immer geradeaus. Nach rechts biegen jeweils Wege ab. Halten Sie sich jedoch immer links bzw. geradeaus. Langsam steigen Sie mit dem Sträßchen bergan, bis es oben - kurz vor dem Wald - einen Rechtsbogen beschreibt. Über die rechte Schulter sehen Sie schon ein weites Stück vom Tal hinter Oberschwarzach. Von nun an läuft Ihr Weg parallel zum Wald am Hang entlang. Und Schritt für Schritt nähern Sie sich dem ersten markanten Punkt: der 14 Nothelfer-Kapelle. Sie kommen beim Anstieg sowohl an mit hellgrünen, als auch mit dunklen Reben behangenen Weinstöcken vorbei.

Die Kappelle der 14 NothelferDie "Kapelle der 14 Nothelfer" auf dem "Hörnle" steht als "Gedenkstein" der Weinbergsbereinigung für den Ortsteil Oberschwarzach. Sie ist in Zeltdachform erbaut und gilt "als Krönung der Weinberge und des Herrenberges". Von ihr aus bieten sich weite Ausblicke ins westliche und zentrale Unterfranken, denn der Steigerwald endet hier mit einer langen Bergkante, die von Norden nach Süden verläuft. Genießen Sie die Aussicht und werfen Sie ruhig auch einmal einen Blick in die Kapelle.

Von der Kappele aus geht es nun nach links weiter. Das heißt, wenn Sie aus der Tür wieder heraustreten, dann biegen Sie auf das Sträßchen linker Hand ab. Dieses führt sanft bergab und mündet auf ein anderes, dem Sie nach rechts unten folgen. An einer Hecke macht die kleine Straße eine Kurve nach rechts unten. Es geht noch einmal ein kleines Stück bergab. Unten erreicht Ihr Sträßchen ein weiteres, auf dem Sie nun scharf nach links abbiegen. Kurz darauf erreichen Sie die "Abt Ludwig-Hütte".

Wunderschönes Weinberg-HäuschenHinter der "Abt Ludwig-Hütte" biegt dann ein Weg mit einer schwarzen 4 auf gelbem Grund nach links oben ab. Steigen Sie auf diesem abermals geteerten Flursträßchen bergauf. Oben kommen Sie an einem schönen alten Weinberg-Häuschen vorbei und nähern sich immer mehr dem Waldrand. Durch die Weinberg-Reben-Reihen haben Sie von hier aus wieder einen weiten Ausblick. Wenn Sie sich kurz umdrehen, sehen Sie von hier oben auch noch einmal eindrucksvoll die "Kapelle der 14 Nothelfer" von oben. Danach biegt der 4-er Weg zwar nach links oben ab. Folgen Sie aber erst mal dem Teersträßchen.

Ihr geteertes Sträßchen endet am Waldrand an einer weiteren Wanderhütte, der sogenannten "Heimatvereins-Hütte". Und direkt an deren hinterer Seite führt ein Wanderpfad im rechten Winkel bergauf. Ihm folgen Sie um die Hütte herum und dann ein Stück schräg bergan im Wald entlang. Zu Ihrer Linken sehen Sie nun unten den Waldrand mit dem Teersträßchen. Dann mündet der Pfad in einen Hohlweg, der leicht nach links bergab führt. Am Anfang dieses Hohlweges steht ein Holzschild, das zu einem historischen Bildstock (siehe Bildteil) weist. (Diesen finden Sie, wenn Sie dem kleinen Pfad folgen, also direkt nach links außen abbiegen und dem Pfad cirka 50 Meter folgen.) Kehren Sie jedoch unbedingt wieder herauf zu dieser Holztafel zurück, um dem weiteren Verlauf dieser HINTERINDIEN.DE-Tour folgen zu können.

Ein breiter Forstweg führt durch den WaldVon der Holztafel aus wandern Sie dann etwa 10 Meter in den Hohlweg hinein. Dann biegt ein kleiner Weg aus diesem Hohlweg nach rechts oben ab und wird zum schmalen Wanderpfad, der sich durch den Wald schlängelt. Er ist mit dem Steigerwald Panorama-Wegweiser ausgezeichnet. Nach cirka 300 Metern mündet dieser Pfad auf einen breiten Forstweg, auf dem Sie 10 Meter nach rechts oben gehen und dann auf dem oberen, breiteren Forstweg nach links unten einbiegen. Hier steht auch ein Wegweiser, der in Richtung Handthal (links, 3 km) zeigt. Auf diesem Weg können Sie sich vom Aufstieg gut erholen. Er fällt langsam ab und führt durch den Schatten des Waldes. Wandern Sie also etwa einen Kilometer weit, bis der Forstweg im Zuge einer Linkskurve nach unten auf einen weiteren Forstweg mündet. Folgen Sie dort dem Wegweiser nach rechts in Richtung Handthal.

Der Stollberg hinter HandthalNach einem halben Kilometer biegt dann ein Schotterweg scharf nach links unten ab. Auch hier finden Sie einen Wegweiser, der Ihnen sicher die Richtung zeigt. Dieser Weg wird unten allerdings etwas feucht, so dass Sie Acht geben müssen, wo Sie hintreten. Jetzt ist es nur noch ein Kilometer bis zum Ort Handthal. Hinter dem Ort türmt sich das Highlight der HINTERINDIEN.DE-Oktober-Tour 2007 auf: Der Stollberg mit dem höchsten Weinberg Frankens.

Ein malerischer Brunnen in HandthalDoch schauen Sie sich erst einmal Handthal an. Gleich am Ortsanfang grüßt Sie ein Wirtshaus mit einer Frankenfahne. Danach erreichen Sie die Hauptstraße, auf der Sie nach rechts oben abbiegen. Sie kommen an alten fränkischen Häusern vorbei und an grünen Gärten mit reichlich Bäumen, deren Laub sich jetzt verfärbt. Weiter oben im Ort erreichen Sie einen kleinen dreieckigen Platz: Biegen Sie an dessen oberer Seite nach links oben ab. Dabei kommen Sie an einem kleinen Brunnen vorbei (Bild). Der Weg steigt deutlich an, ist dann wieder geschottert und führt etwa 500 Meter aus dem Ort hinaus bis auf einen kleinen Parkplatz.

Der Weg hoch zum StollbergVom Parkplatz aus führt der Weg nun wieder an Weinbergen und an einer Hecke entlang bergauf. Und hier fühlt man sich fast wie in Südtirol! Der Weg steigt deutlich an, die Blicke fallen auf zunehmend steilere Hänge und ringsherum sind unzählige Weinstock-Reihen. Das Sträßchen steigt dann steiler an und führt zum wohl schönst gelegenen Wirtshaus Unterfrankens am Stollberg (siehe Bildteil). Hier gibt es nicht nur gutes Essen und guten Wein, sondern den beeindruckendsten Ausblick dieser Tour. Grandios ist die Sicht auch direkt von den Tischen auf der Terrasse auf die weite Ebene westlich des Steigerwaldes.

Teil der Ruine StollbergVom Gasthof am Stollberg weist auch ein Wegweiser zur Ruine Stollberg. Sie ist nur 350 Meter entfernt. Gehen Sie geradeaus auf dem Sträßchen weiter bis nach hinten zum Waldrand. Hier führt nun eine Treppe am Waldrand entlang direkt bergauf. Oben biegt Sie dann nach links in den Wald hinein und führt auf einen Pfad. Dieser ist noch ein paar Mal durch Stufen unterbrochen und biegt nach einer Weile scharf nach rechts ab. Jetzt wird der Pfad flacher und führt zielgenau in Richtung Ruine. Die ehemalige Burg Stollberg hat eindrucksvolle Reste hinterlassen. Der Turm, nur noch aus der Westwand bestehend, ragt oben aus dem Wald hinaus und ist schon von weitem sichtbar. Rings um den früher einmal achteckigen Turm stehen aber noch zahlreiche Mauerreste mit noch so manchem kunstvollen Detail (siehe Bildteil). Infos zur Geschichte der einstigen Burg gibt es hier.

Ein breiter Forstweg führt zurückVor der Ruine führt ein breiter Forstweg vorbei. An dessen Seite steht wieder ein Holz-Wegweiser, der Ihnen in Links-Richtung den Rückweg nach Oberschwarzach zeigt. Folgen Sie also dem Forstweg, der nun wieder sanft bergab durch den lichten Laubwald führt - eine wahre Erholung nach dem Aufstieg zur Ruine. Nach kurzer Zeit (etwa 50 Metern) zweigt ein Weg mit mehreren Wegweisern nach rechts oben ab. Folgen Sie aber dennoch dem breiten Forstweg weiter sanft bergab. Nach etwa 650 Metern - also fast einem dreiviertel Kilometer - biegt dann ein Weg scharf nach links unten ab. Bitte Wegweiser nach Oberschwarzach beachten! Auch der neue Weg führt in Kurven weiter und nach und nach dann auch bergab. Nach etwa 300 Metern erreichen Sie ein Wege-Dreieck ohne Wegweiser. Gehen Sie nach rechts weiter. Cirka 200 Meter später kommt eine starke Kurve, an der Sie auch nach links unten abbiegen. Ein Stück weiter bergab folgt wieder eine Gabelung, an der ein Wegweiser nach rechts hinaus nach Oberschwarzach weist.

Der Weg vom Roten Berg abwärtsVon da an geht es geradeaus weiter, bis Sie den Waldrand erreichen. Außerhalb des Waldes - am sogenannten "Roten Berg" befinden sich nun wieder große Weinberge. Auf dem geteerten Sträßchen, das Sie am Waldrand erreichen, biegen Sie nach links ab und wandern mit dem Sträßchen am Waldrand entlang. Erst steigt es etwas an, um dann aber immer mehr bergab zu führen. Nach rechts führen zwar ebenfalls viele geteerte Wege weg, doch wandern Sie einfach immer geradeaus weiter, bis das Sträßchen einen Rechtsbogen nach unten macht.

Zurück zum StartpunktDer Rechtsbogen führt um die Weinberge herum hinunter und ganz unten führt - bei einer Sitzgruppe - ein geteerter Weg nach links unten dem Sträßchen weg. Er führt nur etwa 100 Meter lang zwischen einer Hecke und einem Graben-Einschnitt hindurch und mündet unten wieder auf ein Quer-Sträßchen. Auf diesem biegen Sie nun nach rechts ab und laufen fast 500 Meter geradeaus. Erst dann erreichen Sie einige Hecken, an denen Ihr Sträßchen dann eine deutliche Linkskurve nach unten macht. Es führt zur Hauptstraße von Oberschwarzach nach Handthal. Laufen Sie nach links cirka 350 Meter hinauf und damit zurück bis zum Platz mit dem Steinmal, an dem Sie Ihren Wagen abgestellt haben.

Die Länge des hier beschriebenen Weges beträgt etwa 10 Kilometer. Auch ist er eine der eindrucksvollsten HINTERINDIEN.DE-Wanderwege und deswegen ein gutes Monatsthema für den Oktober. Die von HINTERINDIEN.DE beschriebene Tour wird etwa 3 1/2 bis 4 Stunden dauern.

Der HINTERINDIEN.DE-Service: Drucken Sie die Ausdruck-Version dieses Monatsthemas als Wanderführer aus.

>> Unser Bildteil zeigt Ihnen Impressionen
vom Westrand des Steigerwaldes <<