Erklärung der Hinweise Das Fichtelgebirge hat viele schöne und vor allem bekannte Ecken. Weißdorf, das im nördlich vorgelagerten Land vor dem höchsten fränkischen Gebirge liegt, ist allerdings weniger bekannt. HINTERINDIEN.DE führt Sie im August zu einer kleinen Ruine mit Aussichtspunkt und hinab ins Tal der jungen Saale, die hier "Sächsische Saale" genannt wird, da ihr längster Teil außerhalb Frankens fließt.

Startpunkt der August-Tour 2007 ist besagter Ort Weißdorf, östlich der Stadt Münchberg. Um ihn zu erreichen, empfiehlt Ihnen HINTERINDIEN.DE den Routenplaner www.map24.de. Wichtig: Klicken Sie einfach hier direkt zu map24. Fahren Sie auf der Bundesstraße B 289 einfach mitten in den Ort hinein. Unter dem Gasthaus "Zum Hirschen" (unterhalb der Kirche) befindet sich ein großer Parkplatz, auf dem Sie Ihren Wagen abstellen können. Hier startet die Tour.

Vom Parkplatz aus gehen Sie anfangs ein Stück weit an der Hauptstraße bergauf. Sie kommen an einer Raiffeisenbank-Filiale vorbei und erreichen kurz darauf - vor dem Rathaus - einen sechseckigen Brunnen. Nach ihm biegt eine kleine Straße (Hallersteiner Straße) schräg nach rechts ab. Geradeaus folgen Sie dieser Straße bis aus dem Ort hinaus. Das Schild am Ortsende weist in Richtung "Albertsreuth". Hier draußen bleibt die Ortsverbindungsstraße geteert, ist aber recht schmal und wenig befahren. Des Weiteren ist sie von einer Allee gesäumt (siehe Bildteil). Über die Hügel hinweg können Sie schon von hier aus den großen Kornberg (827 m) mit seinem Radarturm erkennen. Rechter Hand zieht sich der lange Rücken des Waldsteins (877 m) entlang.

Das kleine Sträßchen führt nach einer Weile durch eine weite Senke mit einer Brücke, unter der ein kleiner Bach hindurch fließt. Und nur ca. 100 Meter nach dieser Brücke erreichen Sie ein Wäldchen, bei dem Sie Acht geben müssen. Hier weist ein Wegweiser nach links auf einen großen Schotterweg in Richtung des Ortes Bärlas. Der Weg führt durch das kleine Wäldchen und anschließend an einer Hecke entlang - erneut in eine Senke. Dort umringen ihn wieder Wiesen und Felder. Er steigt ab jetzt stetig sanft an und bietet eine Vielzahl von weiten Rundblicken über die von von Hügeln, Wäldchen und Hecken gesäumte Landschaft.

Nach dem weiten sanften Anstieg sehen Sie auch schon die ersten Häuser von Bärlas. Gehen Sie einfach gerade in den Ort hinein, bis Sie den großen Platz in der Mitte erreichen, an dem eine kleine Bushaltestelle und - mit Blickrichtung geradeaus - ein Kinderspielplatz steht. An dessen linker Flanke gehen Sie geradeaus auf einem Schotterweg weiter. Er führt links an einem Gehöft vorbei, steigt dann an und führt - an landwirtschaftlichen Maschinenhallen vorbei - wieder aus Bärlas hinaus. Sie befinden sich am Dorfende wiederrum auf einer kleinen Anhöhe. Dort macht er erst einen Links- und bei der letzten kleineren Maschinenhalle einen leichten Rechtsbogen.

Von hier aus sehen Sie, dass Sie mit diesem Weg wieder eine Senke durchschreiten werden, auf deren anderer Seite sich ein langgezogener Waldrücken befindet. Er beherbergt die Ruine Uprode - das Highlight dieser Tour. Doch vorher geht es, wie beschrieben, hinab in die leichte Senke. Dort gabelt sich der Weg: Wählen Sie den rechten "Ast", der geradeaus hinauf in Richtung Waldrand führt und nicht den Schotterweg, der nach links wegführen würde. Ihr Weg ist ein Wiesenweg, dessen Gras eventuell an einigen Stellen noch nicht gemäht ist. Deswegen empfiehlt HINTERINDIEN.DE lange Hosen, die Sie wahlweise nach oben oder unten krempeln können. Oben überqueren Sie - bitte mit der gebotenen Vorsicht - die Bundesstraße und erreichen dann in Kürze den Wald am Berg.

Im Wald gehen Sie geradeaus - unter anderem auch an einer Infotafel vorbei - immer bergauf. Die Steigungen bleiben zum Glück gering. Mehrere Wegweiser führen geradeaus nach oben. Erst ganz oben - auf einem kleinen Platz mit einer Kreuzung, die etwas zerfurchte Wegen hat - führt ein Weg nach rechts zur Ruine Uprode. Es geht noch einmal bergauf und schnell erkennen Sie, dass auch hier der Wintersturm Kyrill sehr gewütet hatte. Eine große Lichtung tut sich auf, doch alle umgefallenen und entwurzelten Bäume sind inzwischen weggeräumt. Etwas Positives hat Kyrill hinterlassen: Oben an der vorderen felsigen Bergkuppe bietet sich eine schöne Aussicht über den nördlichen Frankenwald bis hin zum Döbraberg (mit runder Radarkuppel). Auch ein eigens dafür ausgewiesener Aussichtspunkt (Schild "Schöne Aussicht") wurde neu geschaffen. Setzen Sie sich doch eine Weile hin und genießen den weiten Blick ...

Doch weiter geht's zur Burg nach hinten in den Wald. Sie steht auf genau 600 Metern über dem Meeresspiegel. Hier finden Sie alte Mauerreste mit Fenstern und einem zugeschütteten Kellergewölbe. Ganz hinten an der Burg führt eine hölzerne Treppe (siehe Bildteil) ein Stück nach unten und gibt den Blick auf die hintere gemauerte Wallumrandung frei. Möglicherweise war hier einst eine Art Burggraben. Zurück von der Burg gehen Sie wieder auf dem selben Weg hinunter zur Kreuzung, auf dem Sie das letzte Stück hier herauf gekommen sind.

An der Kreuzung selbst sehen Sie - nun von oben kommend - einen zweiten Querweg, der ebenfalls von links herauf kommt und nach rechts bergab führt. Wandern Sie auf diesem zweiten Weg nach rechts unten. Auch der erste führt ans Ziel, doch ist er durch die Forstfahrzeuge sehr zerfurcht. Der zweite führt Sie etwa fünf Minuten bergab bis auf eine Kreuzung am Waldrand. Von ihr aus führt ein Weg zwischen einem Feld (mit Zaun) und einer Hecke weiter bergab. Reizvoll sind hier die vielen hölzernen Spruchtafeln mit Lebensweisheiten.

Am unteren Ende des Feldes geht der Weg durch eine Hecke und erreicht den Ort Oppenrod. Gleich oben am Dorfrand bietet sich eine Einkehrmöglichkeit. Anfangs geht es zwischen Pferdekoppeln hindurch und dann weiter abwärts mitten in den Ort. Hier kommen Sie auch an einer alten "Friedenseiche" vorbei. Gehen Sie an ihr vorbei und folgen dann der Straße auf einem kleinen Rechtsbogen unter einer landwirtschaftlichen Brücke hindurch. Nach dieser Brücke verlassen Sie diesen kleinen Ort schon wieder.

Auf einem breiten geschotterten Weg geht es auch nach dem Ort weiter bergab, bis Sie unten im Tal eine Holzbrücke erreichen, die über die junge Saale führt. Hier handelt es sich um die sogenannte "Sächsische Saale", da ihr längster Teil außerhalb Frankens fließt. Sie windet sich idyllisch durchs Tal. Kurz nach der Saale sehen Sie einen beschrankten Bahnübergang. Noch vor ihm biegen Sie bitte nach links ab.

Fast einen Kilometer führt Sie nun ein breiter Forstweg zwischen Bahntrasse und Waldrand an einer schmalen Wiese entlang. Erst ganz hinten - nach einem leichten Linksbogen bergab - befindet sich ein Wegweiser mit der Gelb-Punkt-Blume (Bild). Er steht etwa 100 Meter vor einer großen Steinbrücke, über die die Bahntrasse weiter führt. Achten Sie also unten, wo sich die Wiesen nach links öffnen, auf diesen Wegweiser.

Hier müssen Sie Acht geben. Ein schmaler Wiesenpfad führt geradeaus auf einen kleinen Bach zu. Eine kleine Steinbrücke führt über ihn hinweg. Dort steht auch ein Schild, das den Bach als "Ulrichsbach" ausweist. Nach Überschreitung des Baches gehen Sie schnurgerade über die Wiese hinweg. Der Wanderweg führt tatsächlich so ungewöhnlich einfach über die Wiese. Drüben treffen Sie erneut auf den Bach, über den auch dort eine kleine Steinbrücke führt. Und weiter geht's geradeaus über die Wiese. Sie erkennen hier auch deutlich einen fest eingetretenen Pfad im Gras und die Wegweiser sind eindeutig. Und nur kurz nach der zweiten Bachüberquerung sehen Sie einen Waldrand, an dem eine Sitzbank mit Wegweisern steht. Peilen Sie diese an. Einen kurzen Moment lang können Sie schon von hier aus wieder den weißen Kirchturm von Weißdorf sehen.

Im Wald angekommen halten Sie sich geradeaus - ein Wegweiser zeigt hier in Richtung Bug. Ihr Weg führt ganz nah an der Saale entlang, trifft am Ende des Wäldchens direkt auf den Fluß und führt dann aber wieder ziemlich geradeaus auf einer Wiese entlang. Und die Geradeaus-Richtung ist von nun an bindend. Unabhängig davon, wie deutlich der Weg zu erkennen ist: Gehen Sie immer geradeaus. Nach einer Weile stoßen Sie auf ein Wäldchen, an dessen rechter Flanke der Weg weiter führt. Weißdorf - gut erkennbar am Kirchturm - rückt nun wieder ins Blickfeld. Vorher kommen Sie unterhalb eines Gehöfts mit gelbem Haus vorbei.

Danach treffen Sie - nach einer weiteren langen Geradeaus-Etappe zwischen den Wiesen und Feldrändern entlang - endlich wieder auf ein befestigtes kleines Sträßchen. Es ist eine Allee, die in einem Bogen in Richtung Bug führt. Biegen Sie hier also nach links ab. Das Sträßchen führt an der Saale entlang bis zu den ersten Häusern von Bug und überquert die Saale. Bei den ersten Häusern erreichen Sie dann eine Kurve, an der das Sträßchen nach links oben führen würde. Hier steht an der Ecke eine weiße Garage, an der sich ein Wegweiser mit zwei roten Senkrecht-Balken auf weißem Grund befindet (). Biegen Sie hier nach rechts ab und überqueren Sie - über eine breite Straßen-Brücke - erneut die Saale. Der Weg steigt danach leicht bergan und führt an einem Teich mit Seerosen vorbei, bis er ein Gehöft erreicht. Dort gehen Sie auf dem nun geschotterten Weg geradeaus bergauf weiter durchs Gehöft.

Nur etwa 100 Meter nach der letzten Scheune des Gehöfts am linken Wegrand, biegt ein breiter Wiesenweg nach links ab. Hier steht kein Wegweiser, doch der Kirchturm von Weißdorf, den Sie über die Bäume hinweg nun deutlich vor sich sehen, weist Ihnen die Richtung. In seine Richtung kehren Sie nun zurück zum Ausgangsort. Hier sehen Sie hinter Weißdorf noch einmal den ganzen langen Bergrücken des Waldsteins vor sich. Dann durchqueren Sie wieder eine Senke mit einem Bach, nach der der Weg noch einmal ansteigt, bis er dann endlich auf eine Hecke mit großen Bäumen trifft. Hier biegt der Weg scharf rechts ab und führt - in einem Bogen - zurück in den Ort und dort bis an die Hauptstraße. Biegen Sie an ihr nach links ab und überqueren Sie mit der Bundesstraße noch ein letztes Mal die Saale. Dann sind es nur noch wenige Schritte, bis Sie wieder den Platz unterhalb der Schenke "Hirschen" erreichen, den Start- und Zielpunkt dieser Tour.

Die Länge des hier beschriebenen Weges beträgt 10 Kilometer. Wichtig sind bei dieser Tour - wie immer beim Wandern - feste Schuhe, damit Sie vor Zecken sicher sind. Auch lange Hosen, die Sie bei Bedarf hoch- oder herunterkrempeln können sind von großem Vorteil. Die von HINTERINDIEN.DE beschriebene Tour wird etwa 2 1/2 bis 3 Stunden dauern.

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